REALITÄTSNAH

Stell dir vor, du würdest in einem Körper stecken,
der wächst, wenn du dich zum Wachsen entscheidest.
Großer wachsen, kleiner wachsen, feststecken;
du entscheidest, ob du Freude hast oder leidest.

Stell dir vor, du würdest in einer Welt leben,
Wo uns die Sonne unterschiedlich aufgeht oder nicht;
Auslöser wäre das Wollen, das wir von uns einzeln geben.
Jeder öffnet oder verschließt sich selber dem Licht.

Stell dir vor, du hättest die Macht, ewig zu leben
und diese Macht würde in Deinem Wollen leben.
Je freier dein Wollen, desto höher dein Streben.
Des Freien Wille hört nimmer auf, hell zu weben.

Stell dir vor, das alles wäre keine bloße Vorstellung;
Stell Dir vor, Du müsstest es Dir gar nicht vorstellen.
Ach! Dieser Körper betäubt nur unseres Geistes Einstellung –
Die hellen nennen wir die dunklen, die dunklen die hellen.

Che Chidi Chukwumerije (12.01.2020)
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
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