Nebental
Spiegelst das All
Ohne Schall
Und ohne Widerhall.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Nebental
Spiegelst das All
Ohne Schall
Und ohne Widerhall.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
In einander gehen
Oder sich voneinander trennen
So oder so
Es wird schmerzen
Zur Integration
Müssen alle Ja sagen
Zur Separation
Kann einer die Entscheidung tragen
So oder so
Es kommt von Herzen
Gewinne und Verluste
Es wird schmerzen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Vorhang …
Ein Teil von mir
Kannst Du nicht sehen
Ich ein Teil von Dir nie verstehen
Das Fenster ist zur Hälfte geöffnet
Zur Hälfte mit der Hälfte des Vorhangs
Halb verdeckt…
Die Wahrheit ist halb entdeckt
Halb versteckt
Nicht ganz wahr
Und ist nicht wahr –
Und ist selbst nur ein Vorhang…
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Der Hahn kräht schon wieder
Ich bin noch wach
Für ihn beginnt der Tag gleich wieder
Für mich die Nacht.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ein Hahn kräht
Im Dämnertal des Erwachens
Ich liege, wach, im Bett
Und träume, der Hahn hätt gekräht
Vielleicht sind es meine Empfindunen
Die ich jeden Morgen aussende
Mit einem inneren Schrei der Hoffnung.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Nach der Liebe kommt der Kater
Verführer Amor war der Vater
Lebenslang nun ich die Mutter
Grimm und Bitterkeit das Futter
Meines gebrochenen Herzens
Es wurde schon Tabak verboten
Cannabispflanzen, Rauschschoten
Zigaretten und Rauch aller Arten –
Doch die Liebe ist im Lebensgarten
Das Rauschgift der besten Schmerzen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich habe Heute gebraucht
– den ganzen Tag lang –
um zu erkennen,
daß ich den heutigen Tag
gar nicht erlebt habe.
Heute erst habe ich gestern gelebt
Heute werde ich erst morgen erleben
Wann werde ich Heute leben?
Eines Tages muß ich Gestern überspringen
Als wäre es mein Schatten.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Jedes Mal, wenn ich die Wahrheit berühre
Ist das, was ich dabei und danach spüre
Mit vielen Namen bekannt:
Einige seien hier genannt:
Heimat, Zuhause, Ruhe, Erleichterung
Heilung, Kraft, Klarheit, Begeisterung –
Es ist Freude, die ich in Wahrheit verspüre.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Er sprach und sprach und sprach
Bis sie ihm glaubte
Und glaubte und glaubte und glaubte
Lange nachdem er sein Wort brach
Und sich selbst widersprach
Glaubte und glaubte sie weiter und weiter
Bis sie daran zerbrach.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Was steht still?
Die Zeit oder die Welt
Oder die Sorge ums Geld?
Das, was ich wirklich will
Steht immer still.
Das Wasser fließt weg
Doch der Fluß ist immer da
Die Jahre fliegen dahin
Doch die Zeit ist immer da
Die ewig geschehende Zeit
Das, was ich einst war
Sind meine Kinder heute
Es bleibt, was es ist
Kindheit, Land des Wachsens
Auch für Erwachsene.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung