Egal wie weit ich gehe,
komme ich zurück.
Egal wie sehr ich leide,
erlebe ich am Ende Glück.
Denn ich finde den Weg
zurück zu mir
Stück für Stück.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Egal wie weit ich gehe,
komme ich zurück.
Egal wie sehr ich leide,
erlebe ich am Ende Glück.
Denn ich finde den Weg
zurück zu mir
Stück für Stück.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Lasst den Menschen ihre Freiheit –
Dann werden die dich wählen,
die Dich haben wollen –
Und die Dich ablehnen,
die Dich nicht haben wollen –
Somit bist Du am Ende mit denen
die mit Dir sein dürfen und sollen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich habe wirklich zwei Herzen
Während das eine glücklich ist und befreit
ringt das andere noch mit seinen Schmerzen.
So süß das Gleichgewicht von Freud und Leid.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Der Tag
Eine ferne Erinnerung
Ein unbestimmter Traum
Eine wilde Empfindung
Ein Verwirklichungsraum
der Nacht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Manchmal denkst Du
Du redest noch mit der selben Person
mit der Du gestern und vorgestern
geredet hast. Und wegen dieser Illusion
kommunizierst Du mit vollem Vertrauen
ohne zu taktieren und ohne Argwohn
auf gleicher Art und Weise wie früher
kindlich im Gebären und im Ton
den ungeschützten Inhalt Deines Herzens
zu einem Fremden, zu einer neuen Person.
Denn Menschen ändern sich täglich
über Wochen und Monate erst unmerklich
und zeigen sich dann eines Tages deutlich
als ganz andere Menschen plötzlich
über Nacht anscheinend und befremdlich
gestern freundlich heute feindlich
oder, schlimmer, desinteressiert. Denn täglich
passiert etwas, was Veränderung bringen kann,
und über kurz oder lang irgendwann
fangen wir mit Freunden wieder von Vorne an.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wie eine Schlange
schlängelt Dein Schicksal
geradeaus über Deinen Weg
und scheint nur links und rechts
zu schlingern.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Der Sommer kann sich den Winter nicht vorstellen;
selbst den Herbst zu begreifen, das fällt ihm schwer.
So ist‘s mit Liebe, mit Geld und Status, mit Gesundheit –
Heute unvorstellbar, aber morgen gibt es sie nicht mehr.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich erinnere mich
an meine Erinnerung
wie Wolken die
vorbei walken
ohne Eile
aber auch ohne zu verweilen
Ich erinnere mich
an meine Erinnerung
aber Erinnerung an was?
Ich weiß es nicht mehr.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Alle meine Leben
laufen nebeneinander
gleichzeitig
Nicht hinter-
oder nacheinander
eingleisig.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Alle diese Stimmen
lenken mich ab –
Alle diese Schritte
führen ins Grab.
Du drehst Dich um
und Deine Zeit ist um
und Dein Herz ist stumm.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung