KARFREITAG

Karfreitag.
Da wurde die Liebe ermordet. Heute feiern wir wieder den Mord eines Unschuldigen, welcher Mord angeblich uns von genau jener Sündhaftigkeit befreien soll, die uns zu eben diesem Mord getrieben hat.
Dieser Gedankengang ist nicht nur unlogisch, er ist auch schon ziemlich perfide und zynisch.
Hätte die Menschheit Jesu Christus als Gottessohn anerkannt und seine liebestiftenden Worte zu Herzen genommen, hätten sie ihn natürlich nie und niemals ermordet.
Hätte er dann – in dem daß er die Menschen zur Liebe bewegt hätte und dadurch nicht mehr ermordet wäre – in seiner Mission versagt und seinen Auftrag nicht vollendet???
Oder hätte er dadurch erst Recht seine Mission erfüllt und wäre erfolgreich?
Menschen, erkennet bitte endlich Euren Heiland und seine Mission richtig. Nur die Liebe rettet die Welt, nicht das unsinnige Aufopfern eines Unschuldigen und das Glauben an seine angebliche fleischliche Wiederauferstehung. (Denn die war seelisch, nicht fleischlich).
Durch Jesus den Gottessohn sich retten zu lassen, heißt, seine Worte zu Herzen zu nehmen und danach zu leben; und nicht seinen Tod zu feiern – denn der war ein dreister Mord eines Unschuldigsten.
Dadurch zieht man keine Versöhnung und Vergebung Gottes zu sich, sondern seinen Zorn und seine richtende Hand.
Karfreitag.
Ich gedenke heute dem liebe-erfüllten ErdenLEBEN und Wirken eines göttlichen Helfers, der versucht hat, das Licht der Güte in dunklen Herzen anzuzünden, und dessen Liebe durch Haß erwidert wurde.
MÖGE SOLCHES NIE WIEDER GESCHEHEN!!

Che Chidi Chukwumerije
Karfreitag, 19.04.2019

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DAS RICHTIGE VERINNERLICHEN

Ein Stein fiel vom All in den Himmel hinein, verglühte fast, doch überlebte ein Rest und erreichte die Wolken, fiel weiter, wurde vom Wind erfasst, sank jedoch tiefer, bis er auf eine Bergspitze krachte und zerbrach in mehrere Teile.

Ein Teil allerdings rollte den Berg herunter und fiel mit lautem Ton in den See am Fuße des Berges hinein, störte die Oberfläche und erweckte Wellen. Dann sank er tiefer.

Ein Fisch hielt ihn für Nahrung und schnappte zu, biß ein Stück ab, schluckte es. Das Überbleibsel, ein Stückchen, sank immer tiefer, erreichte endlich den weichen Seeboden. Da lag es eine lange Weile, bis der Boden ihn allmählich verschlang.

Und siehe da, es war kein Stein. Es war ein Samen, eine Saat, und es keimte… – Nun wächst langsam eine neue wundersame Pflanze, lautlos, ungeahnt, aus dem Inneren Deines Geistes heraus, am tiefsten Boden Deiner Seele. Eine Erkenntnis, zart, blüht.

Denn nur die wenigsten Wahrheitskörnchen dringen tief genug in uns ein, um unseren Geist zu erreichen. Die meisten werden irgendwo von unserer Klugheit abgefangen und zerstört oder wir werden abgelenkt. Nur ab und zu, seltenst, wird Fundamentales von uns wirklich richtig verinnerlicht.

– Che Chidi Chukwumerije.

RECHTSWESEN

Die höchste Aufgabe, die auf uns als Menschheit in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wartet – das Erreichen einer Wahrnehmung und eines Bewusstseins, wo selbst im Rechtswesen die Möglichkeit gegeben wird für eine Übereinstimmung von Empfindung und Verstand. Nicht alles, was im Grundgesetzbuch geschrieben steht, ist in der strengen Auslegung und Ausführung immer gerecht. Und nicht alles, was falsch ist, ist im gedrückten Wort des Gesetzes erfassbar. Denn be- und ver-urteilt wird nur streng nach dem Wort…, gelebt nicht – dafür ist der Mensch zu tief… zu sehr ‘Mensch’ und immer am sich Weiterentwickeln.

– Che Chidi Chukwumerije

HOFFENTLICH

Die den Tod anderer beweinten, sind mittlerweile auch fort. Wie meine Tante heulte, als mein Bruder starb; wie mein Vater litt; wie mein bester Freund Dede mit mir schwieg;… wo sind sie alle heute? Auch fort!

Was geschieht dem Schmerz der Trauernden, wenn sie sterben? Nehmen sie ihn mit oder geben sie ihn an den noch Hier-Weilenden weiter? Ich habe sie alle betrauert, dennoch werde auch ich ihnen eines Tages dorthin folgen.

Allein meine Gedichte überlasse ich Euch; mögen die bitte immer stärker sein als jeder Schmerz. Wir treffen uns auf der anderen Seite – hoffentlich irgendwo Schönes.

– Che Chidi Chukwumerije.