GOTT

Egal wie viel es ist, irgendwann geht es zur Neige. Gott allein ist unerschöpflich. Frage Dich also: Was ist Gott, das Unerschöpfliche? Die Unerschöpflichkeit selbst.

Wir leben mitten im Ergebnis des Ausdrucks seiner Unerschöpflichkeit und wir nennen das “Sein” oder “Leben”. Die Quelle dessen aber, aus dem wir teils dankbar, teils gedankenlos undankend und selbstverständlich schöpfend das haben und gestalten, was wir Sein oder Leben nennen, diese Quelle bleibt unserem Wissen verschlossen und zwingt uns immer wieder zur Frage: Was ist das, Gott, das Unerschöpfliche? Wer ist Gott, dessen Kraft angeblich unerschöpflich ist?

Und sie muß auch unerschöpflich sein, sonst gäbe es das Sein oder das Leben nicht oder nicht mehr. Nur das kann Leben sein, was weder Anfang noch Ende hat. Alles, was eines von beidem hat, verdient nicht den Namen Leben; und da das, was wir oft Leben nennen, einst ein Ende haben wird, kann es nicht das Leben sein, denn die Eigenschaft des Lebens ist, daß es lebt! Alles, was aufhören kann, zu leben, kann nie das Leben gewesen sein, da das Leben ja das Leben deshalb ist, weil es lebt und einfach lebt, also immer weiter lebt, so wie es auch immer lebte, weil es an sich Leben selbst ist. Und da es immer lebte und immer lebt, ohne davon abzukommen, muß es vollkommen sein. Diese Annahme seiner Vollkommenheit wird durch die Tatsache bekräftigt, daß das All – also alles – also alles Sein in seiner verblüffenden Vielfältigkeit – an vollkommenen Naturgesetzen kreist, hängt und zusammenhängt.

Alles, was einen Anfang hat, kann auch nicht das Leben sein, sondern DAS wiederum muß das Leben sein, aus dem das geboren wurde, dieses einst Angefangene, was wir vorher als Leben einstuften.

Was also ist das Leben? Wer ist Gott, dessen unerschöpfliche Kraft alles weitere Sein hält, und aus dessen Unerschöpflichkeit die Strahlen hervorgehen, aus denen alles das Gestalt nimmt, was wir irrtümlich Leben nennen?

Nur einer hat mich so weit gebracht, und führt mich noch weiter Richtung der Antwort: Die Gralsbotschaft “Im Lichte der Wahrheit” von Abd-ru-shin. Für alle die, die mich immer wieder fragen, warum ich manchmal nach Tirol fahre: Deshalb tue ich das, um in der Gralssiedlung auf dem Vomperberg in Tirol Kraft und Klarheit zu schöpfen. Denn wer den Ahnungsweg zu Gott finden und wissend gehen will, der muß über seine eigene Innere Stimme die Verbindung dazu suchen. Keiner hat mir diesbezüglich mehr geholfen als Abd-ru-shin in seiner Gralsbotschaft. Wer oder was ist Gott?

– Che Chidi Chukwumerije

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GLÜCKSMOMENTE

Ob eine Geschichte ein glückliches Ende hat oder nicht, hängt davon ab, wo man mit ihrer Erzählung aufhört.

Eine Episode vor dem glücklichen Ende und sie hat noch kein glückliches Ende gefunden. Eine Episode danach und das glückliche Ende ist fort und wieder das, was es war – nur ein weiteres Glücksmoment.

Wir leben von Glücksmoment zu Glücksmoment, wie ein Bergwanderer von Gipfel zu Gipfel lebt, und im Tal wachsen wir langsam zum Berg, ein Tal nach dem anderen.

– Che Chidi Chukwumerije.

KARFREITAG

Karfreitag.
Da wurde die Liebe ermordet. Heute feiern wir wieder den Mord eines Unschuldigen, welcher Mord angeblich uns von genau jener Sündhaftigkeit befreien soll, die uns zu eben diesem Mord getrieben hat.
Dieser Gedankengang ist nicht nur unlogisch, er ist auch schon ziemlich perfide und zynisch.
Hätte die Menschheit Jesu Christus als Gottessohn anerkannt und seine liebestiftenden Worte zu Herzen genommen, hätten sie ihn natürlich nie und niemals ermordet.
Hätte er dann – in dem daß er die Menschen zur Liebe bewegt hätte und dadurch nicht mehr ermordet wäre – in seiner Mission versagt und seinen Auftrag nicht vollendet???
Oder hätte er dadurch erst Recht seine Mission erfüllt und wäre erfolgreich?
Menschen, erkennet bitte endlich Euren Heiland und seine Mission richtig. Nur die Liebe rettet die Welt, nicht das unsinnige Aufopfern eines Unschuldigen und das Glauben an seine angebliche fleischliche Wiederauferstehung. (Denn die war seelisch, nicht fleischlich).
Durch Jesus den Gottessohn sich retten zu lassen, heißt, seine Worte zu Herzen zu nehmen und danach zu leben; und nicht seinen Tod zu feiern – denn der war ein dreister Mord eines Unschuldigsten.
Dadurch zieht man keine Versöhnung und Vergebung Gottes zu sich, sondern seinen Zorn und seine richtende Hand.
Karfreitag.
Ich gedenke heute dem liebe-erfüllten ErdenLEBEN und Wirken eines göttlichen Helfers, der versucht hat, das Licht der Güte in dunklen Herzen anzuzünden, und dessen Liebe durch Haß erwidert wurde.
MÖGE SOLCHES NIE WIEDER GESCHEHEN!!

Che Chidi Chukwumerije
Karfreitag, 19.04.2019

DAS RICHTIGE VERINNERLICHEN

Ein Stein fiel vom All in den Himmel hinein, verglühte fast, doch überlebte ein Rest und erreichte die Wolken, fiel weiter, wurde vom Wind erfasst, sank jedoch tiefer, bis er auf eine Bergspitze krachte und zerbrach in mehrere Teile.

Ein Teil allerdings rollte den Berg herunter und fiel mit lautem Ton in den See am Fuße des Berges hinein, störte die Oberfläche und erweckte Wellen. Dann sank er tiefer.

Ein Fisch hielt ihn für Nahrung und schnappte zu, biß ein Stück ab, schluckte es. Das Überbleibsel, ein Stückchen, sank immer tiefer, erreichte endlich den weichen Seeboden. Da lag es eine lange Weile, bis der Boden ihn allmählich verschlang.

Und siehe da, es war kein Stein. Es war ein Samen, eine Saat, und es keimte… – Nun wächst langsam eine neue wundersame Pflanze, lautlos, ungeahnt, aus dem Inneren Deines Geistes heraus, am tiefsten Boden Deiner Seele. Eine Erkenntnis, zart, blüht.

Denn nur die wenigsten Wahrheitskörnchen dringen tief genug in uns ein, um unseren Geist zu erreichen. Die meisten werden irgendwo von unserer Klugheit abgefangen und zerstört oder wir werden abgelenkt. Nur ab und zu, seltenst, wird Fundamentales von uns wirklich richtig verinnerlicht.

– Che Chidi Chukwumerije.

RECHTSWESEN

Die höchste Aufgabe, die auf uns als Menschheit in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wartet – das Erreichen einer Wahrnehmung und eines Bewusstseins, wo selbst im Rechtswesen die Möglichkeit gegeben wird für eine Übereinstimmung von Empfindung und Verstand. Nicht alles, was im Grundgesetzbuch geschrieben steht, ist in der strengen Auslegung und Ausführung immer gerecht. Und nicht alles, was falsch ist, ist im gedrückten Wort des Gesetzes erfassbar. Denn be- und ver-urteilt wird nur streng nach dem Wort…, gelebt nicht – dafür ist der Mensch zu tief… zu sehr ‘Mensch’ und immer am sich Weiterentwickeln.

– Che Chidi Chukwumerije

HOFFENTLICH

Die den Tod anderer beweinten, sind mittlerweile auch fort. Wie meine Tante heulte, als mein Bruder starb; wie mein Vater litt; wie mein bester Freund Dede mit mir schwieg;… wo sind sie alle heute? Auch fort!

Was geschieht dem Schmerz der Trauernden, wenn sie sterben? Nehmen sie ihn mit oder geben sie ihn an den noch Hier-Weilenden weiter? Ich habe sie alle betrauert, dennoch werde auch ich ihnen eines Tages dorthin folgen.

Allein meine Gedichte überlasse ich Euch; mögen die bitte immer stärker sein als jeder Schmerz. Wir treffen uns auf der anderen Seite – hoffentlich irgendwo Schönes.

– Che Chidi Chukwumerije.

DIE GRENZE

An der Grenze wurde ich selten kontrolliert
Doch von den Augen und durch das Verhalten vieler
Werde ich täglich kontrolliert..

An der Grenze wurde ich nie zurück gewiesen
Doch durch die Blicke, die Worte und das Verhalten vieler
Werde ich täglich zurück gewiesen..

Aus dem Land wurde ich nie ausgeschlossen
Doch in dem System werden mir die Grenzen gesetzt.

Die Außengrenzen sind mitunter Schauplatz innenpolitischer Machtkämpfe –
Die wahre Grenze verläuft innerlich und unsichtbar –
Korrigierung: sie verläuft sichtbar.

Viele, die sich längst integriert haben
Oder sogar bereits integriert geboren wurden
Stehen noch an der Grenze und werden nicht hinein gelassen
Denn das Herz ist die einzig wahre Grenze.

Deutsch, das habe ich innerlich erlebt und begriffen, ist eine Art. Je nach freiem Willen artet es sich jedoch unterschiedlich aus. Daraus bilden sich zwei Gruppen: Die eine spürt den Deutschen in mir; die andere wird – so bald sie kann – auf allen Ebenen mich ausgrenzen.

Dennoch bleibe ich deutsch – auch wenn ich Afrikaner, Nigerianer, Igbo, im Ausland geboren bin, und unter anderem engagiert für die Entwicklung, den Frieden und die Verbesserung jenes angeblich so fremden Erdteils arbeite. Denn deutsch sein ist was anderes – ist anders sein. Ist eigen sein. Ist deutsch sein eben. Entweder bist Du es oder Du bist es nicht. Aber deutsch sein ohne Mensch sein – das geht nicht. Das geht nicht mehr. Auch das ist deutsch sein – danach strebten die Gründer unseres Geistes. Für dessen Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung tragen wir alle Verantwortung.

Mich kann niemand ausgrenzen; ich bin einer unter uns und ruhe in mir – und werde daran zugrunde gehen, ich weiß. Denn ich schwarz. Und das obwohl ich deutsch. Komisch.

Aber es macht nichts, denn in unzähligen Herzen bin ich für immer Zuhause. Ich, Mensch.

– Che Chidi Chukwumerije

DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH?

Es ist nicht leicht, hört man häufig, ein Mann zu sein heutzutage. Der Mann muß sich neu klären, um innerlich in die Lage zu kommen, seine Art, Fähigkeiten und Kräfte unter den Bedingungen der modernen Menschenart zum Einsatz ganz bringen zu können, ohne verroht zu wirken. Der Klärungs- und Umwandlungsvorgang bedingt das sich Auseinandersetzen mit der Frage, als Mann: was bin ich? Dieses sich Auseinandersetzen mit dieser Thematik soll ein lebendiges sein, im Erleben und in der Selbstreflexion im Licht der Wahrnehmung der eigenen Art des Handelns, Seins, Denkens, Empfindens und Reagierens im Erleben selbst. Es geht darum, die Männlichkeit irgendwie wieder und ganz zur Geltung zu bringen. Denn vorgeschlagen in dieser Frage ist die Andeutung, daß die Männlichkeit in bisheriger Form keinen Wirkungskontext in der modernen und in der kommenden Gesellschaft mehr hat.

Was ist jedoch Männlichkeit? Das Innehaben von Führungspositionen war von jeher für die Männlichkeit ein selbstverständliches Bestandteil seines Selbst, Selbstbilds und Wirkens. Genau aus diesem Grund kommt vielleicht ein Teil der heutigen Männlichkeit kaum klar mit den Formen der tragenden Strukturen der jetzigen Gesellschaft, die nicht nur zulassen, daß die Weiblichkeit in großen Zahlen an Führungsinstrumenten und Machtpositionen gelangen, sondern dies zum Teil sogar bedingen und unausweichlich machen. Je mehr immer höheren Gipfeln der Zivilisation, der Technik und der Sozialwissenschaft zugestrebt werden, desto mehr wird Platz für die Frau – für das Weibliche – geschaffen, nicht nur neben, sondern auch teilweise vor dem Mann. Denn das Hauptwerkzeug, mit dem in der Vergangenheit genau dieses stets verhindert werden konnte – die brutale rohe körperliche Gewalt, wenn auch nur als Andeutung in der Kultur zusammenhängend – gilt nicht mehr als zugelassenes Mittel in diesem Kontext.

Jetzt gilt es also, Mann zu sein ohne den mit direkter oder angedrohter Gewalt unterstutzten Anspruch auf Führung mit in die Waagschale zu werfen. Jetzt gilt es also, das ursprüngliche Selbstbild des verklärten ideal-sein-wollenden Mannes zu erfüllen, “Ritter” zu werden. Jetzt gilt es also, mit der Macht des innewohnenden Geisteswesens männliche Kraft zum Zwecke der Beschützung und der Raumschaffung für das Gedeihen des Ganzen, sowie seiner Weiterentwicklung, einzusetzen. Beherrschung transformiert sich und hebt sich auf die Ebene der Selbstbeherrschung; und Druck ausüben reift zum “Sich zum Ausdruck” bringen. Unterdrückung weicht dem gegenseitigen kritischen Erleben von einander. Das Formnehmen und Inhaltgeben dieses Grads der Zivilisation zu ermöglichen, zu begleiten und zu beschützen, ist als Herausforderung der höchsten Gewaltpotenz der Männlichkeit ebenbürtig und ist deshalb der Versuch wert.

Die Frage nach den Wirkungswesen und Wirkungsformen des modernen Mannes läuft einer anderen Überlegung vorbeugen wollend, ungültig machen wollend, voraus. Die Überlegung, ob es überhaupt noch Platz gibt für die Männlichkeit, vor allem in bisheriger Zusammensetzung, in der sich heranreifenden Zivilisation. Ob also das Zeitalter der männlichen Vorherrschaft langsam abgebaut wird und ersetzt durch eine Neuzeit der bestimmenden Wirkung weiblicher Führung. Als vor einigen Jahren FIFA mit dem Slogan kam – “Die Zukunft des Fußballs ist weiblich” – wurde, ob bewußt oder nicht, das angenommene Versetzen eines globalen Paradigmen lokal angepfiffen. So was löst in manch einem männlichen Bewußtsein, gefesselt durch subtile Ketten, einen Zustand aus, der von einigen als Krise wahrgenommen, jedoch von anderen als Anregung zur Neudefinierung von Männlichkeit und von Begriffen wie männlicher Stärke angenommen wird.

Denn – und auch diese Frage lässt sich stellen: Was ist wenn die Zukunft des (Fußb)Alls auch gar nicht weiblich an sich ist… sondern einfach menschlich?

[Der lyrische Mittwoch, Folge 15] Aka Teraka – FERNERHIN

Vielen Dank an Sebastian Schmidt für das Interview/Gespräch. Es war mir eine Freude, am lyrischen Mittwoch teilnehmen zu dürfen.

PS – “Aka Teraka” war zu jener Zeit mein Pseudonym.

HIER oder unten in voller Länge zu lesen:

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via [Der lyrische Mittwoch, Folge 15] Aka Teraka – FERNERHIN.

MENSCHENGEIST

Kann man ohne politisch zu sein trotzdem den Zeitgeist treffen, spiegeln, sogar beleben, treiben, lenken? Kann man in seinen Handlungen, auch wenn sie weder politisch noch politisch-motiviert sind, Lösungen entsprechen, die jenseits der Findungsmöglichkeit aller formellen und informellen politischen Bestreben liegen?

Das politische und politisierte Ausleben vom individuellen und Gruppen-Innenleben, so scheinbar unvermeidbar und wichtig es ist – … manchmal kommt mir vor, als fahren wir im grossen Kreis von Generation zu Generation und nennen es Fortschritt. Wir haben jedoch irgendwo drinnen in jedem von uns auch ein nicht-politisches Teil. Wir spüren es, fühlen uns aber unsicher darüber, wie und in wie weit wir es zur Geltung kommen lassen dürfen oder können. Denn die politisch-gepolten Stimmen raten uns stets davor ab. Irgendwann wissen wir dann gar nicht mehr, wie das geht.

Als ich im Internat in Lagos war, von ’85 – ’91, hatten wir Mitschüler, Muslime, aus dem fernen nigerianischen Norden. Am Anfang waren wir alle 11-jährige Kinder. Doch als wir 16, 17, wurden, in den letzten Jahren, Monaten und Semestern vor dem Schulabschluss, spürte man es. Einige von ihnen wurden irgendwann in den Ferien anders, glaubensgerecht, sozialisiert, grenzten sich unmerklich bei aller Freundlichkeit ab, sprachen häufiger mit einander in ihrer Sprache, beteten ernsthafter, reagierten empfindlich auf religiöse Themen; ‘wussten’, wer sie sind. Manche sagten trocken, sie mussten sich ja vor den ‘wiedergeborenen’ Christen Stand halten. Die Wiedergeborenen, die Born-agains. Einst waren auch sie sorgenfreie Schulkinder. Jetzt treffen sie sich abends, reden laut in Zungen und verteilen Plätze in Himmel.

Irgendwann, irgendwo, irgendwie, aus welchem Grund auch immer, wird alles politisch – Religion, Ethnie, Nationalität, Alter, Geschlecht, Ideologie, Sexualität, Bildung, ‘Rasse’, Klassengeist, Gesellschaftswesen, Gesundheitsstand, selbst Sport und Freizeitaktivitäten. Auch dann wenn es sich nicht als politische Parteien ausdrückt – denn das tut es selten. Irgendwann wird trotzdem alles zur Politik oder zum Spielball der Politik.

Da die Politik historisch mit dem Erstehen des Staatswesens oder der Gruppenbildung – welches wiederum im Zusammenhang mit Kriegsführung oder Überlebenskampf und Ausdehnungsbestreben sich bildete – ihre Seele fand, wird sie leider vermutlich immer untrennbar von Auseinandersetzungen sein. Wahrscheinlich aus diesem Grund der Versuch der Relativierung durch die Trennung in ‘gute’ und ‘schlechte’ Politik, die je nach macht-habende oder macht-anstrebende Ideologie stets anders definiert wird. Der Mensch, es wird häufig behauptet, ist einfach und grundsätzlich ein politisches Tier.

Doch in dem Augenblick, wo das System zu überhitzen oder zu überkochen droht und alles außer Kontrolle gerät, da spaltet sich die Menschheit bei den entscheidenden Lebensfragen in zwei grundunterschiedlichen Gruppen. – Die eine grabt sich noch tiefer in sein politisches Wesen hinein, greift nach dem Urgefühl seines sozio-politischen oder politico-ideologischen Verstandes zurück und sucht dadrin Halt, Schutz und Orientierung.

Die andere befreit sich Licht suchend von allen Deutungen, Hetzereien und Debatten und tastet wieder nach dem Funke der eigenen nicht-politischen Inneren Stimme, nach seinem eigenen freien und unbeeinflussten Menschengeiste.

– Che Chidi Chukwumerije.