DILEMMA

Egal wo man anfängt
Egal wie
Egal wo man seine Träume aufhängt
Schmerzen sie
Denn alles Unerfüllte jagt uns für immer,
Unausweichbar, ein geistiges Dilemma.

Politik und Wirtschaft
Arbeit und Wissenschaft
Liebe und Freundschaft
Schwäche und Feindseligkeit –
Wir suchen und suchen, aber nach was?
Der Gral ruft ewig ohne Unterlaß
Selbst die Kunst stillt es nimmer
Stets stört es uns, das geistige Dilemma.

Träger einer Dauersehnsucht
Nachts brennt sie heller –
Nur nachts kann Cinderella
Das finden, was sie sucht –
Ohne Sträuben, gib Dich hin
Fließe mit, egal wohin
Das ist Deines Lebens Sinn
Denn Du steckst schon drin.

– Che Chidi Chukwumerije

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EINFACH ECHT

Ich will Echtes erleben
Ich will kein inhaltsleeres Leben
Mit Sinn erfüllte Einsamkeit
Ist mir lieber als falsche Gemeinsamkeit

Was bleibt? Nichts.
Echtes bleibt formlos angesichts
Unserer festen Tat-Sachen –
Äußerlich gleichen Engel mal Drachen

Die Reise geht unaufhörlich weiter
Mal hart, mal linde, mal ernst, mal heiter
Dein Leben ist ein herrischer Reiter
Doch bist du sein devoter Leiter.

– Che Chidi Chukwumerije.

DICHTUNG

Verantwortung
Übernehmen
Verantwortung
Übergeben

Wo liegt der Unterschied?
Erhielt ich, was ich vermied?
Oder vermied ich, was ich erhielt?
Erzielt – gezielt oder geschielt?

Suchen und sehnen –
Finden, Lachen und Tränen.

Aufgaben
Aufgeben
Aufgaben
Aufnehmen

Leben verpflichtet
Und verschlüsselt und dichtet.

– Che Chidi Chukwumerije.

GEDANKEN

Bach
Ach, nimm mich mit
Und nimm mich fort
Bis in die Tiefe
Unausgesprochener Gedanken.

Rette mich vor der Oberfläche
Bei so viel Luft kann ich kaum atmen.

Daß ich so lange dachte
Ich rede mit deinem Inneren –
Dabei spiegeltest du nur Michselbst wider
Und ich wußte es nicht –
Armer ich, armer ich.

– Che Chidi Chukwumerije.

WIDERSPRÜCHE

Hinter meinem Augenpaar
Sah ich, da war
Mein zweites Augenpaar, tiefklar

Und was es ungesehen sah
In der Weite, beinah
Machte aus meinem Nein ein Ja
Und vice versa

Was meine ich damit?
Das, was man äußerlich vertritt
Stets innerlich darunter litt
Macht uns schwach und echt und fit
Schritt für Schritt.

– Che Chidi Chukwumerije

WAS UNRUHIG AUSSAH, IST RUHIG

Ich ging einen langen Pfad entlang
und alles, was bekannt aussah
war neu und unbekannt. Jeder Klang
klang anders, die Ferne lag so nah
trieb die Nähe weit weit weg
und so ähnlich gewesen ist mein Weg.

Weit weit weg, entfernt, entrückt
kommt dir meine Nähe vor…
Wärest Du – entfernte ich mich – beglückt?
Zögest du meiner Nähe meine Ferne vor?
Du weinest, warum? Weiter zieht sich
der begonnene Weg. Man schaut, sieht sich
erkennt sich nicht. Neulich war eben
die Sonne der Wind, kalt und unruhig –
Unruhig, diese Flamme, ein unermüdendes Streben

Was unruhig aussah, ist ruhig.

– Che Chidi Chukwumerije.

GANZ MENSCH

Ja, ich weiß es gut,
Ich bin immer sonderbar und fremd…
Unter meinem Volk
Und unter fremdartigen Menschen auch…
Denn ich bin wieder nur ich, wie immer –

Der Abend dauert und dauert und bleibt,
Der Wanderer wandert weiter fort –
Hier oder dort, vieles ist mir egal…
Fremder bin ich nie, hier in meinem Geist.

– Che Chidi Chukwumerije