EINFACH SEIN

„Einfach“ – so ein einfaches Wort
Schwer zu deuten, wenn man zu viel denkt

Das Natürlichste, Heim, Herd, Hort
Himmel und Erde kindlich uns geschenkt

Ich horche wundernd im stillen Ort
Den weisen Reigen des Unwichtigseins

Ich höre allumfassend tiefe Antwort
Mit Einfachheit des Einmaleins.

– Che Chidi Chukwumerije

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Mein Jahr der deutschen Dichtung
Ganz nebenbei, falls es jemanden interessiert oder einer sich fragt, was ich da so tue: Ich werde dieses Jahr täglich auf Deutsch dichten und auch posten in meinem Blog http://www.chechidi.me und auf Facebook und an anderen Stellen vielleicht auch. Wer will, darf gerne kommentieren, bewerten, sogar Wünsche äußern. Der Grund, warum ich das tue, ist ganz einfach. Es fließt gerade.

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UNVOLLENDET, MANN

Stark sein müssen
Ist des Mannes Fluch
Wer verzeiht denn dem schwachen Mann,
Der scheitert trotz mehrmaligem Versuch?

Sein Stolz tötet ihn doppelt
Und als wäre das nicht genug
Die Erwartungen der Gesellschaft
Schleppt er mit im Zug

Ich halte hier inne –
In seiner Dunkelkammer drinne
Sieht er alles Negative in einem anderen Sinne…

Aber er kann es keinem erklären
Ohne wie ein Bettler zu erscheinen
Er ist ein Mann, er muß weiter laufen
Und sterben auf seinen zwei Beinen.

– Che Chidi Chukwumerije

Mein Jahr der deutschen Dichtung
Ganz nebenbei, falls es jemanden interessiert oder einer sich fragt, was ich da so tue: Ich werde dieses Jahr täglich auf Deutsch dichten und auch posten in meinem Blog http://www.chechidi.me und auf Facebook und an anderen Stellen vielleicht auch. Wer will, darf gerne kommentieren, bewerten, sogar Wünsche äußern. Der Grund, warum ich das tue, ist ganz einfach. Es fließt gerade.

ÄLTER WERDEN

Falten machen Menschen schöner
All die Jahren machen Menschen Menschen
Ein Lächeln vertieft sich und
Eine Falte ergibt sich und fängt das Lächeln auf –
Schmerz hat sie erschaffen
Aber sie wird Dein schönstes tiefstes Lächeln einbetten

Einrahmen wie ein Meisterstück
Die Linien führen Dich langsam zu ihm zurück,
Entfaltend wie ein Nachtfalter
Er bleibt immer jung, Alter:
Dein Traum von Glück.

– Che Chidi Chukwumerije

Mein Jahr der deutschen Dichtung
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DRAN BLEIBEN

Die größten Dinge geschehen
Auf kleiner, unscheinbarer Art
Die wir meistens nicht verstehen
Bis sie fertig sind und fort

Wie oft wurd ich abgeschrieben
Von allen und von mir?
Ist mir ein Rätsel geblieben?
Wie kam ich durch die Tür?

Ich werd für meine Sünden bezahlen
Die Rechnung steht noch aus
Die kleinen, die monumentalen
Nichts wird gelegt auf Eis

Die Musik und die Dichtung
Jedoch sie führen mich
Die Liebe kennt die Richtung
Und lässt mich nie im Stich.

– Che Chidi Chukwumerije

Mein Jahr der deutschen Dichtung
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FARBLEHREN

Ach, die Farben
Schwarz und weiß genannt
Gelb und rot und braun
Wessen Verstand wurde noch nicht verbrannt?

Die Farblehre pflanzt sich fort
Von Eltern auf Kind und Enkelkind
Generation um Generation
Sag mal, machen Farben blind?

Der Farbencodex, wer kennt ihn nicht?
Schweigsamste Geheimsprache derweilen
Unsichtbare Tinte stets fein verwoben
Zwischen Zeilen

Doch ich kenne andere Farben auch
Die das Bild vervollständigen
Die Farben der Liebe, die Farben des Hasses
Die Farben der Wahren und die der Anständigen.

– Che Chidi Chukwumerije

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– Che

FLEDERMAUS

Egal, was Du jetzt sagst
Du wirst es bereuen
Drum sag es geradeheraus
Die Reue wird Dich befreien

Wir befinden uns im Blindflug
Die Empfindung navigiert
Ein Augenblick der Zögerung
Und schnell bist Du verführt

Doch alles was Du sendest
Kehrt postwendend zurück
Deinen Kurs korrigierend –
Keinen Zufall bei Pech und Glück

Mir fehlt sehr oft die Klarheit
Die Antworten habe ich nicht
Doch selbst im tiefsten Nachtflug
Spüre ich stark das Licht.

– Che Chidi Chukwumerije.

Mein Jahr der deutschen Dichtung
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– Che

EIN REGNERISCHER SONNTAG

Es regnet
Grau
Ein Gedanke begegnet
Wie im Stau
Dem nächsten träge fließend
Träge grüßend

Sie flüßtert
“Schau
Nach Innen, es knistert
Hell und blau”
Meine Innere Stimme, aufmunternd
Wach überwinternd

Nicht jeden Sonntag scheint die Sonne
Und doch gibt’s Erneuerung, und Wärme

Es werde
Licht
Deines Lachens Erbe
Überwindet jedes Gewicht –
Bringe die Woche, was sie mag
Du wirst sie meistern, Tag für Tag!

– Che Chidi Chukwumerije

ZWEI WEGE

Als wäre ich zwei Menschen
Stehe ich mir selbst im Wege
Und wir halten nicht Händchen

Überlege, Che, überlege
Warum stehst Du wieder am Anfang
Der Kreuzung der selben zwei Wege?

Getrieben von einem alten Hang
Geht man keine neuen Wege
Es sei, man entzieht sich seinem Zwang

Leistet der anderen Stimme Gefolge
Wer Neues will, der werde rege
Verzichtet auf die alten unbefriedigenden Erfolge
Und probiert endlich der ersten der zwei Wege.

– Che Chidi Chukwumerije.

HASS OHNE BODEN

Der Hass findet immer einen Weg
Sich zu wehren
Nichts hält ihn zurück, nicht mal
Die größten Lehren
Die stärkste Liebe
Strafe, Scham oder Schmerz
Alles dient nur als Rechtfertigung
Für eine Reise abwärts
Den Gehaßten weiter zu hassen
Auf alter Art und Weise
In neuer Form
Sich angepasst den Regeln von Heute.

Die Nachrichten morgens zu hören
Verdirbt Dir nur den Tag
Was gibt es Gutes noch unter den Menschen
Während man lügt “Guten Tag!”
Wie viele, die Dir täglich begegnen
Hassen Dich wegen Deines Äußeres?
Haben Angst vor Deinem Inneren
Halten sich für was Besseres.

Leben mittels Vergiftung der Seele
Scheint wieder als Motto zu siegen
Hetzen, aufstacheln, dran bleiben
Wir sind wieder im Krieg.
Eine feindliche Übernahme ist im Gange
Doch wer von wem? Und wie und was?
Mir scheint’s, der Menschengeist wurde längst übernommen
Von Trägheit und Eitelkeit und Hass.

– Che Chidi Chukwumerije

SCHMERZGRENZEN

Sie saß allein im Klassenzimmer
Weinte leise vor sich hin
Die Tür ging auf und schnell erschien
Ein Lächeln auf ihrem Kinn
Doch im Winkel eines Auges leuchtete eine Träne
Und die sah er
Er kam näher
“Weinst Du?” Sie schüttelte den Kopf: “Ne ne…”
Und forcierte das Lächeln noch mehr.

Und er nickte und lächelte zurück
Als würde er ihr glauben
Holte seine Sachen und ging fort
Dann wartete er draußen
Lauschte an der Tür und nach einer Weile
Hört er, leise, wieder
Ihres Herzens graue Lieder
Wie sie schluchzte, weinte, heulte
Sein Herz brach aber er konnte nicht zu ihr.

– Che Chidi Chukwumerije.