CHANGE

Today we play on these strings, tomorrow
We play on different strings…
Today we hang from these beads, tomorrow
We hang from different beads
Today man swings to these beats, tomorrow
He changes to the swing of different beats;
And the lutes we finger are the same
Yet different, for the strings they hold
Have become different with time
Because every new day a new thing brings
And different hearts at different points will beat
On different strings.

– Che Chidi Chukwumerije.

LET IT BE LOVE

When a flower is touched by the rays of the morning sun, it opens up, touched by love; and one says that the opening was done in love because it was opened in the daytime, by the light.

But when a flower opens up in the night, it too might have been opened up by the light, the soft moonlight or the warm embrace of a gentle night wherein lives quietly love too. For some flowers love the day and some flowers bloom at night.

But a brutal Hand, a treacherous laugh, a cruel hungry storm, will not wait for day or night; it will prise open its stolen prize, and pride will pay a heavy Price, for it will be broken. So, let it be love, dear. Because nature wants to take her course, not give her curse.

At the right time
In the right way
In all simplicity and naturalness
Gentleness and in trust

My dear Child, let it be Love.

– Che Chidi Chukwumerije.

OUR BOUNDARIES

You don’t see yourself, because you are yourself and for you that is the normal, natural, only, right and best way and thing to be. You don’t sense or recognise or take cognisance of the thought or perception that you could ‘improve’, ‘change’ or grow into something or someone ‘better’. Your limits are perceived by you as being the limits, borders and boundaries of absolute reality.

The most fundamental first step on the path to self-awareness is the accrual of the recognition that there is a difference between your reality and absolute reality. And between your reality and everybody else’s realities. And between everybody else’s realities and absolute reality.

I have gone too far. ‘Absolute Reality’ is a key term. First you have to realise – i.e. internalise through repeated experiencing – that there is a difference between yours and others’ realities. The next step is considering whether there is an ‘Absolute Reality’ different from and beyond yours and those of others, one within which every consciousness and reality finds resolution, be it in dissolution or in elevation and completion. Third is the recognition that your reality can grow towards Absolute Reality without ever reaching it, for that is the character of the absolute – it forever draws you onwards.

With the recognition that your consciousness is your perception is your reality is changeable comes the realisation that it can also grow away from Absolute Reality, i.e. shrink and become smaller, and its new boundaries become again also the limits of your perception, your consciousness, your reality. We see and live things really according to how we inwardly are. Understanding is a boundary. We say things like “The boundaries of our understanding”, whereas we should probably say instead “The understanding of our boundaries”, or better still: “Our understandings are our boundaries”.

– Che Chidi Chukwumerije.

ANNELIESE 1927-2014

Sie war knapp 87 Jahre alt
Da lag sie, an dünnen Schläuchen verkoppelt
Aber ihre Augen sprachen mit mir
Wir wussten beide, es war das letzte Mal
Diesseits.

Ihre Enkelin, meine Frau, streichelte ihre Stirn
Ihre alte, verdorrte Hand…
Ihr Sohn, Onkel meiner Frau, scherzte mit ihr
Tapfer lächelte sie schwach, sanft…
Ich dachte nach.

Vor zwei Monaten saßen wir noch an ihrem Küchentisch
In Kleinheppach – sie, ich und meine Frau
Sprachen über Gott und die Welt.
„Soll ich dir etwas aus der Bibel vorlesen?“
Fragte ich sie jetzt. Neben dem Bettfuß lag eine.

Jetzt schmunzelte sie zart, flüsterte schwäbisch:
„Was willsch mer denn vorläse?“
Ich schlug auf, suchte kurz, fing an:
„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln…“
Und sie fing an,… zu weinen.

Ihre alte Zimmernachbarin fühlte sich gestört
Sie war noch nicht so weit –
Anneliese wollte nicht, daß wir gehen
Aber es wurde spät, sie müde – Und ich drehte mich ein letztes
Mal zu ihr, verabschiedete mich mit unserem üblichen Gruß:

Auf Wiedersehen.“

– Che Chidi Chukwumerije
Anneliese Yvonne 1

DIE ZUKUNFT IST WEIBLICH?

Es ist nicht leicht, hört man häufig, ein Mann zu sein heutzutage. Der Mann muß sich neu klären, um innerlich in die Lage zu kommen, seine Art, Fähigkeiten und Kräfte unter den Bedingungen der modernen Menschenart zum Einsatz ganz bringen zu können, ohne verroht zu wirken. Der Klärungs- und Umwandlungsvorgang bedingt das sich Auseinandersetzen mit der Frage, als Mann: was bin ich? Dieses sich Auseinandersetzen mit dieser Thematik soll ein lebendiges sein, im Erleben und in der Selbstreflexion im Licht der Wahrnehmung der eigenen Art des Handelns, Seins, Denkens, Empfindens und Reagierens im Erleben selbst. Es geht darum, die Männlichkeit irgendwie wieder und ganz zur Geltung zu bringen. Denn vorgeschlagen in dieser Frage ist die Andeutung, daß die Männlichkeit in bisheriger Form keinen Wirkungskontext in der modernen und in der kommenden Gesellschaft mehr hat.

Was ist jedoch Männlichkeit? Das Innehaben von Führungspositionen war von jeher für die Männlichkeit ein selbstverständliches Bestandteil seines Selbst, Selbstbilds und Wirkens. Genau aus diesem Grund kommt vielleicht ein Teil der heutigen Männlichkeit kaum klar mit den Formen der tragenden Strukturen der jetzigen Gesellschaft, die nicht nur zulassen, daß die Weiblichkeit in großen Zahlen an Führungsinstrumenten und Machtpositionen gelangen, sondern dies zum Teil sogar bedingen und unausweichlich machen. Je mehr immer höheren Gipfeln der Zivilisation, der Technik und der Sozialwissenschaft zugestrebt werden, desto mehr wird Platz für die Frau geschaffen, nicht nur neben, sondern auch teilweise vor dem Mann. Denn das Hauptwerkzeug, mit dem in der Vergangenheit genau dieses stets verhindert werden konnte – die brutale rohe körperliche Gewalt, wenn auch nur als Andeutung in der Kultur zusammenhängend – gilt nicht mehr als zugelassenes Mittel in diesem Kontext.

Jetzt gilt es also, Mann zu sein ohne den mit direkter oder angedrohter Gewalt unterstutzten Anspruch auf Führung mit in die Waagschale zu werfen. Jetzt gilt es also, das ursprüngliche Selbstbild des verklärten ideal-sein-wollenden Mannes zu erfüllen, “Ritter” zu werden. Jetzt gilt es also, mit der Macht des innewohnenden Geisteswesens männliche Kraft zum Zwecke der Beschützung und der Raumschaffung für das Gedeihen des Ganzen, sowie seiner Weiterentwicklung, einzusetzen. Beherrschung transformiert sich und hebt sich auf die Ebene der Selbstbeherrschung; und Druck ausüben reift zum “Sich zum Ausdruck” bringen. Unterdrückung weicht dem gegenseitigen kritischen Erleben von einander. Das Formnehmen und Inhaltgeben dieses Grads der Zivilisation zu ermöglichen, zu begleiten und zu beschützen, ist als Herausforderung der höchsten Gewaltpotenz der Männlichkeit ebenbürtig und ist deshalb den Versuch wert.

Die Frage nach den Wirkungswesen und Wirkungsformen des modernen Mannes läuft einer anderen Überlegung vorbeugen wollend, ungültig machen wollend, voraus. Die Überlegung, ob es überhaupt noch Platz gibt für die Männlichkeit, vor allem in bisheriger Zusammensetzung, in der sich heranreifenden Zivilisation. Ob also das Zeitalter der männlichen Vorherrschaft langsam abgebaut wird und ersetzt durch eine Neuzeit der bestimmenden Wirkung weiblicher Führung. Als vor einigen Jahren FIFA mit dem Slogan kam – “Die Zukunft des Fußballs ist weiblich” – wurde, ob bewußt oder nicht, das angenommene Versetzen eines globalen Paradigmen lokal angepfiffen. So was löst in manch einem männlichen Bewußtsein, gefesselt durch subtile Ketten, einen Zustand aus, der von einigen als Krise wahrgenommen, jedoch von anderen als Anregung zur Neudefinierung von Männlichkeit und von Begriffen wie männlicher Stärke angenommen wird.

Denn – und auch diese Frage lässt sich stellen: Was ist wenn die Zukunft des (Fußb)alls auch gar nicht weiblich ist… sondern einfach menschlich?

TRAYVON

Trayvon-Martin-1

You’re walking on water
Don’t think it is land
The tide is about to turn
Your feet into sand

Signals sent out over the earth
Kill them before they grow
There is a protection Claws in our justice
For a darker tomorrow

Subliminal messages
Password more valid than passport
What is the colour of love?
Blindness is just in court

Mankind will destroy humanity
And claim to be its saviour
And cunning will mask hatred
And none shalt love thy neighbour.

– Che Chidi Chukwumerije.

In Memory.