Lasst Euch nicht fallen - Wie die Frühlingsblumen, steht auf Es wartet eine Welt da draussen Gestern sucht Morgen. Wir sind der Staffellauf. Laufen wir also. Steht auf, steht auf! Schaut! Weit in der Ferne und noch weiter Das sind keine Sterne, das sind wir In der Zukunft, unbändige Freudenreiter Die Freuden kommen, wenn wir reiten Steht auf! Es warten auf uns neue Zeiten Aufregend. Sie wollen uns dazu anregen Sie mit Menschlichkeit zu prägen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
2023
ENTLADUNG
Sie schlich wie ein würziger Geschmack Meine Zunge entlang Gelang an mein Bauchgefühl Gefühlt elfmal gekommen in elf Minuten Krabbelte und kribbelte minutiös Wohlwissend meine Schwäche war ihre Munition Mutig und mutlos folgte ich Mund an Mund, ich war mundtot Und dann kam wieder der schöne Ausklang Ich zeichnete Runen ihre Rippen entlang Entladen, entspannt, befreit von dem Drang. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
JEDES MAL ANDERS
Niemand kehrt aus einer Reise unverändert zurück Nicht Mann oder Frau, Mädchen oder Jüngling Nicht Erinnerungen an Glück oder an Unglück Nicht Gedanken, Versprechen oder ein Beweisstück Und fürwahr auch nicht der Frühling. Irgendwas an ihm ist anders dieses Jahr Er kommt nicht wie sonst wie ein Eindringling Sondern in kleinen Schüben wächst wie Haar Reifer, nachdenklicher, wissender. Fürwahr: Verändert hat sich erneut der Frühling. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NUR WISSEN VEREINT
Nichts ist wilder als Verzweiflung Nichts zynischer als Hass Nichts lauter als die Stimme der Zweiteilung Einer Gesellschaft in Pass und Ohne-Pass Lange dauert der Tiefe Heilung Schwer ist der Weg mit Liebe als Kompass Wichtigster Gegenstand für die Verteilung: Wissen. Der Schlüssel zum Einlass. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIE FRÜHLING
Ich lasse mich nicht herunterziehen Wäre ich kein Mensch, wäre ich der Frühling Täglich mich hochziehen, mich anziehen Du darfst mir dabei zusehen In mich hineingehen Kraft holen, in die Welt hinausziehen Farbig, färbend, drängend wie Frühling. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
BEDEUTUNG
Du bedeutest jemandem mehr als Du wissen kannst - Wenn etwas versteckt ist, dann ist es vielleicht ein Schatz… Denk auch daran bei der Suche nach Hinweisen von Deiner Relevanz. Tief in meinem Herzen, das ist Dein Platz. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WORTBOTE
Die Worte kommen wie von selbst Der Selbst kommt wie von Worten Wo ich selbst ende und mein Wort ansetzt werde ich wiedergegeben an neuen Orten. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
BESINNE DICH DES WESENTLICHEN
Und schon ist die Zeit vorüber die mir geschenkt wurde - die Zeit eines Tages. Worüber ärgerte ich mich? Absurde Dinge, gar nicht nennenswert. Jetzt ist der Moment zu reflektieren - Was hat mich der Tag gelehrt? Lerne, Bruder, besser zu priorisieren. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DER DRANG
Wenn ich morgens aufstehe ist alles, was ich will, der Drang - der Drang zum MACHEN. Wehe, wenn der fehlt. Schwanengesang. Nicht Geld, nicht Frau, nicht Kinder, nicht Spaß, nicht Arbeit, nicht mal Lebensziel ungenau - Allein „Drang“ ist Lebendigkeit. Drang, frag mich nicht wonach Der Drang überlässt mir die Wahl - Er erfüllt und belebt mich einfach, göttliche Mahlzeit, Rätsel, Gral. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MIT UND OHNE
Und dann kam ich rein
Denn Du warst da
Zuhause fängt mit Dir an
Und bleibt immer da
Und dann kam ich rein
Denn Du warst nicht da
Zuhause wartet hier auf Dich
Und bleibet immer da.
<em>Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
