
Tafelberg Mahlzeit Unsichtbare Riesen Götterspeisen Menschenzwerg entweiht diese Felsen und Wiesen wo Wolken kreisen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung







Tafelberg Mahlzeit Unsichtbare Riesen Götterspeisen Menschenzwerg entweiht diese Felsen und Wiesen wo Wolken kreisen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung







Gleich und gleich gesellet sich gerne, Kommet mir vor, Gehet tiefer als fleischlich nahe und ferne. Steige höher empor und blicke hinein: Es lieget in dem Kerne. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Durch die Nacht
über die Wüste
in eine fremde bekannte Welt
über die ich mehr wüsste.
Nichts ist widersprüchlicher
als ein Land
auf dem alle Zuhause sind
und niemand.
Es ist dieser Schrei,
den ich immer in der Luft höre.
Jeder behauptet, hier ist‘s,
wo ich hingehöre.
Warum will Afrika
alles Fremde nehmen und lieben?
Warum will Europa
Fremdes im großen Stil abschieben?
Sollte es nicht umgekehrt sein
oder gar nicht?
Sollte es nicht umgekehrt sein?
Oder gar nicht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Sie waren Sommer und Winter
Schatten und Licht
Wohnten in der selben Natur
Kannten sich nicht
Einer vor, der andere dahinter
Sie waren Tag und Nacht,
Wohnten in der selben Kultur
Zwar ohne Zwietracht
Und doch ohne Eintracht.
Manche Menschen gibt es
Damit es uns geben kann.
Uns, den anderen Pol, gibt es
Damit im naturgesetzlichen Plan
Das Gleichgewicht herrschen kann.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Deine Augen Schwarze Augite Lesen zu viel Kontext Machen zu tief Kontakt Sorgen für Kontrast Zwischen Reden und Schauen und Anfassen Drei Botschaften auf drei Ebenen Auf welcher sollen wir uns treffen? Stell Dir vor: Wir verbringen ein ganzes Leben Auf der falschen Kommunikationsebene, Sagen alles, was auf dieser Ebene Zu sagen ist… Und dennoch verstehen wir uns nie. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Augen zu und durch die Pforten in einen Garten - Schöne Empfindungsblumen der freudigsten Arten - Buntes Innenleben fest verankert in zarten Wahrnehmungen der Freude die mich dort erwarten. Das sind die Momente wo Bücher mir nicht reichen - Netflix und Soziale Medien bieten nichts zum Vergleichen - Gespräche, Spaziergänge stellen nicht solche Weichen. Ich schließe meine Augen, nur so kann ich dort erreichen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Am Schönsten ist nicht immer am Tiefsten. Vorsicht: Wen nennst Du da Deinen liebsten? Ein schönes Gefängnis ist ein Gefängnis; Freiheit ist die schönere Schönheit, Alleinsein ist besser als Einsamkeit, Ein goldener Käfig ist ein Käfig. Wenn der Wald in mir anfängt zu reden, Versteht der Wald in Dir? Oder ist Dein Eden Hort eines anderen Baums der Erkenntnis? Eine andere Eva, eine andere Schlange, Ein anderer Adam. Eine andere Wange Spürt Deine Tränen, mit mehr Verständnis. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Sie hat gelernt, daß Schweigen schützt; Das Schweigen der Bäume, in mitten deren - ne, dessen - sie sitzt, das sie vom Überflüssigen abschirmt, das ihr Sinnen unterstützt, und das ihr nur das enthüllt, was ihrem Heilen nützt. Tausend Erinnerungen pro Empfindung - Selbst die kleinste davon preiszugeben ohne sich selbst und anderen vorher zu vergeben kostet sie Überwindung. Sie hat gelernt schweigend zu geniessen, schweigend ihren Wald zu verschließen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Die Bäume sind der Wald, Nicht jeder für sich allein, Sondern alle im Zusammenhalt, Groß und klein. Die Menschen sind die Menschheit, Nicht jeder für sich allein - Sondern wir alle als Gesamtheit. Einer allein ist noch kein Verein. Die Gefühle sind die Gesellschaft - Die um Hilfe flehende Misskommunikation, Die Sehnsucht nach Freundschaft, Das Gesetz der Reciprocation. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wie ein Gast liegt der Schnee, Zu Besuch, im Wohnraum der Stadt ausgebreitet, Fremd und doch Zuhause, und unbegleitet, Wie ein Familienmitglied vom Übersee. Er hat nicht viel zu sagen, genau wie ich, Schweigen ist unsere Sprache des Suchens nach Antwort, Ruhe und Ursache, In diesen Winternächten und -Tagen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung