Offen, sozial Stets mit am Start Freundschaft ist für Zweisame. Nicht die Anzahl Sondern die Art Liebe ist für Einsame. Zwei Seiten Verbinden die weiten Reisen der Gezeiten. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
der Liebe
UNSRE KLEINE NACHTMUSIK
Wenn wir wollen, können wir, sollen wir stöhnend in Mollen Liebe machen. Schlafen und aufwachen und weitermachen und lachen, in unsrer Nachtmusik verschollen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
SEHNFLUCHT
Viele Stimmen sagen ein Ding. Eine Stimme sagt viele Dinge. Zwei Menschen teilen einen Ring. Du fühlst viele Dinge, wenn ich singe: Lust und Frust, Sehnsucht und Sehnflucht, Anziehung, Ablehnung, Zu-, Widerspruch. Du kennst dieses Wort noch nicht? Sehnflucht? Aber Du kennst das Gefühl - wie ein Fluch - Herzbruch aus lauter Angst vor Wortbruch. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
LIEBE IST WIE EIN GEDICHT
Liebe ist wie ein Gedicht
Du kannst sie nicht zwingen
Sie wird Dir gelingen
Wenn sie Dein Herz offen bricht.
Und während Du wartest
Auf das, was Du erwartest,
Vollendet sich Dein Gedicht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MEINE EINSAMKEIT REICHT WEITER
Ihr fehlt mir Die Nacht ist so gross Die Stadt ist so leer Mein Bedürfnis geht tiefer Meine Einsamkeit reicht weiter Reicht Euch die Hand Wo seid Ihr? Ihr fehlt mir Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DAS MIT DEM HERZ
Wenn sie sagen: Hör mit Deinem Herzen Begreife ich: Das Herz ist ein Ohr Wenn sie sagen: Schaue mit dem Herzen Verstehe ich: Das Herz ist ein Auge Wenn sie sagen: Sag es mit Deinem Herzen Lerne ich: Das Herz ist ein Sprachrohr Wenn Du fragst, warum ich Dich höre Warum ich Dich sehe, warum ich Dich aufsauge Es ist weil ich Dein Herz bin Und Du meins, dem ich Liebe schwor. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
GUTE NACHT GESCHICHTE
Ich mag es, abends, zum Einschlafen mein Lieblingsmärchenbuch, Dein Herz, in die Hand zu nehmen und zu öffnen. Meine Finger wandern abwärts Meine Augen dringen einwärts Meine Gedanken schweben aufwärts Und dann schlafe ich friedlich ein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
LICHT AN LICHT AUS
Licht an, Licht aus Adlergeist, Vogelstrauß Dann gehen wir alle zurück nach Haus. Als das Licht noch an war Und Dein Adlergeist wach und klar Wie stellte sich Dir Deine Zukunft dar? Sahst Du uns in diesem Moment: Ein Herz, das rennt; eins, das den Weg kennt, Und einen Schmerz, der die beiden trennt? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIR HINTERLASSEN IMMER SPUREN
Ich sitze hier jetzt seit einer Weile und versuche mein Herz zu verstehen Es malt viele Bilder, langsam, ohne Eile und dennoch mehr als ich je gesehen aber heute ist nichts besonderes geschehen Ich sprach wie immer mit etlichen Fremden und sah dabei in unzählige Augen in Blicken gefangen wie Körper in Hemden die schützen wollen doch nur dazu taugen gegenseitig zu suchen, zu flehen, zu saugen. Und lang nach dem ich wieder alleine bin lebt noch ein Teil von jedem in mir - Begegnungen tief sind des Lebens Sinn Ob kurz oder lang ich öffne mich DIR Jedes Ich ist ein Teil von unserem großen Wir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DEINE WORTE BERÜHREN
Deine Worte berühren meine Haut Doch Dein Schweigen geht tiefer Deshalb werde ich, wenn die Welt schweigt, laut. Du wächst aus meiner Seele heraus Wie Dreadlocks, wie Gedanken, wie Unkraut Geperlt mit den Tränen meines Morgentaus. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
