Ein künstliches Gehirn, das für uns denkt aber nichts empfindet und nicht mal fühlt, darf nicht sein was unsere Schritte lenkt, uns belehrt, führt, füllt und aufwühlt. Alles, was wir bereits entdeckten, ist nichts im Vergleich zu dem, was wir noch nicht wissen. Und nur unser Geist kann‘s finden. Angesichts der Verrohung hilft keine KI, nur das Gewissen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Menschlichkeit
EIN DEUTSCHLAND
🇩🇪Eine Leinwand Eine werktätige Hand Ein buntes Land Ein geistiges Band Ein menschlicher Rand Ein Mittelstand Ein Zukunftspfand Ein Herzbrand Ein Deutschland. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
UNSERE STUNDE
Wie in Mordor oder dem Imperium, Der Überlegene sieht nur seine Stärke, Begreift allein seine persönlichen Ziele, Kennt nur die Macht seiner eigenen Werke. Die Schwerkraft seiner Arroganz Hält seine Wahrnehmung der Realität Auf sich gerichtet, in sich selbst gefangen, Verpönt Sachlichkeit, verlangt blinde Loyalität. Verteidiger und Verteidigerinnen der Menschheit Werte, Ihr werdet gesucht; Dies ist Euer Kampf zu gewinnen, Jetzt ist Eure Stunde, ergreift nicht die Flucht weg von Eueren Tugenden und Werken. Sehnsucht erfüllt das Herz der Menschheit. Lebt und gebt Eure größten Störken: Menschlichkeit, Wahrhaftigkeit, Einigkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NICHT DAS ERSTE MAL
Die Welt wurde so schnell anders Wir sind alle noch verwirrt - Und dennoch. Es ist nichts besonderes. Die Welt hat sich früher schonmal verirrt… Und nachdem wir den Schock überstanden hatten, haben wir uns als Menschen neu erfunden, und retteten tapfer der Menschheit Schicksal. Bullys glauben immer an die Macht ihrer Waffen und unterschätzen den Menschengeist jedes Mal. Aber auch dieses Mal werden wir es wieder schaffen! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER INNERE DURST
Durst. Wenn Du Durst hast, ist jeder Mensch ein Brunnen und jeder Kuss ein Fluss Wasser Wasser überall doch statt den Durst zu löschen gibt’s flüchtigen Genuss Erstaunlich die Erkenntnis: oft erfrischender als ein Kuss ist ein freundliches Servus. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ABRUTSCHEN
Hatte jeder obdachlose Mensch früher mal ein Dach über dem Kopf? Ging in den Kindergarten, zur Schule, kannte Familie, Wärme, Mamas Topf? Spielte mit anderen Kindern sorgenfrei, träumte vom tollen Erwachsenenleben? Stellte sich dann stolz und zuversichtlich deren Herausforderungen und Streben? Was, wann, wo, warum lief es schief? Mein bester Freund, Deine Schwester gar. Ein Vater, Nachbarn, die alte Klassenlehrerin. Eine tiefe Bindung macht aus uns allen eine Schar. Dieses Verbindende ist unsere Vulnerabilität - Sie verpflichtet uns zur wachen Mitmenschlichkeit, Denn keiner ist ganz sicher vor dem Abrutschen über den Rand und in die Obdachlosigkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GROSSER GEIST
Es war mal ein Geist So groß wie ein Berg Er bewohnte einen Körper So klein wie ein Zwerg Er hatte Gedanken So hoch wie ein Baum Aber seine Stimme Füllte kaum einen Raum Er half vielen Menschen Aber sie wussten es nicht Denn er machte es heimlich Zeigte nie sein Gesicht Er möchte nicht, daß Du Entdeckest, wer er ist… Er will nur, daß auch Du Ein bescheidner Diener bist. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SEI GLÜCKLICH
Sei glücklich. Mach Dir keine Sorgen um mich. Du kannst mir nichts geben Außer eines: Lass mich nur mein Leben leben Und Du Deines. Und bist Du darin and dabei glücklich, So erleichterst und befreist Du mich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER WERT EINES MENSCHEN
Was macht einen Mensch wertvoll? Geld? Macht? Waffen? Schönheit? Aber alles Haben verlangt sein Soll. Wahrhaftigkeit. Liebe. Bescheidenheit. Manche finden den Zugang zum Geldfluss Und sind dann „reich“. Andere nicht. Manchen haben Macht und deren Genuss Und werden hart und weich. Viele nicht. Manche sind körperlich schön - zum Verdruss. Denen ist alles gleich. Den meisten nicht. Doch gut sein und wahr sein und bescheiden sein Ist kostenlos. Das können alle sein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EIN ORT FÜR TATEN
Es gibt eine Ecke in der gesellschaftlichen Seele Die siehst sie nie selbst nicht mit der schärfsten Brille Deines Verstandes. Nicht mal das Herz ahnt daß sie vorhanden ist, diese Ecke. Nur Güte bahnt sich den Weg zu ihr. Taten der Güte, der Menschlichkeit, der Selbstlosigkeit, der Freundlichkeit, nur Handlungen öffnet der Seele ihr Herz, ihre verschlossene Kehle und lässt Worte - die echten, die warmen - Form nehmen und Dich umarmen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
