Das Gewicht der Nation tragen wir mit auf gleichgültigen Schultern ganz egal die Herkunft unserer Eltern packen wir mit an und halten Schritt. Das Gewicht der Nation tragen wir mit auf weitsichtigen Schultern die Werte kennend die Unwertes herausfiltern und stabilisieren langfristig unseren Tritt. Das Gewicht der Nation tragen wir mit auf belastbaren Schultern denn hier leben, hier schaffen, hier altern werden wir, mit verankert im Durchschnitt. Das Gewicht der Nation tragen wir mit auf leichten Schultern leicht gemacht im selbstbewussten muntern Stolz, der alle Lügen erfolgreich bestritt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Selbstwerdung
LANG VERLOREN
Ich war lang verloren und wusste es nicht denn verloren sein gehört zum Weg ins Licht. Ich war lang verloren und merkte es irgendwann denn verloren sein fühlt sich wie verloren sein an. Ich habe mich nun gefunden und liebe jetzt um so mehr den Verlorenen, der ich einst war, denn er führte mich zu mir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NICHT DAS ERSTE MAL
Die Welt wurde so schnell anders Wir sind alle noch verwirrt - Und dennoch. Es ist nichts besonderes. Die Welt hat sich früher schonmal verirrt… Und nachdem wir den Schock überstanden hatten, haben wir uns als Menschen neu erfunden, und retteten tapfer der Menschheit Schicksal. Bullys glauben immer an die Macht ihrer Waffen und unterschätzen den Menschengeist jedes Mal. Aber auch dieses Mal werden wir es wieder schaffen! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NACH DEM STURM
Immer Nach dem der Sturm gewütet hat Immer Nach dem der Sturm sich gelegt hat Immer Ist es darnach so Als wäre überhaupt nichts passiert Immer Ist es darnach so seltsam still… sterilisiert… saniert. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EINFACH SO SEIN
Nicht jeder einsame Mensch will Geselligkeit Nicht jeder hungrige Mensch will eine Mahlzeit Nicht jeder desorientierte Mensch will sich wieder erden Nicht jeder verlorene Mensch will gefunden werden Manchmal will der Mensch einfach so sein wie er ist weil er genau das braucht und nichts vermisst. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ALT WERDEN UND JUNG BLEIBEN
Mein Kopf ist müde und möchte schlafen Mein Geist ist unruhig und möchte aufwachen Mein Kopf will sich einfach nicht mehr aufraffen Mein Geist will rennen erleben, leiden und lachen Mein Körper wird täglich langsamer Mein Geist wird täglich schneller Mein Augenlicht schwindet Meinem Geiste wird alles heller Alt werden ist das Tor zum jung bleiben - Danach ist Davor… schwer mit Worten zu beschreiben. Die Gegenwart will die Ewigkeit einverleiben. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
MACH EINFACH!
Lauf! Schneller! Strahl! Heller! Leb! Wohler! Mach! Fehler! Steh auf und geh weiter. Dein Glück, Du bist der Hersteller. Deine Rolle, Du bist der Darsteller. Deine Geschichte, Du bist der Erzähler. Überzeuge Dich, Deinen wichtigsten Wähler - So bleibst Du froh und heiter. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GANG
Ein Gang besteht meist Aus Gang und Geist. Ich gehe meinen Weg Ich trage stolz mein Gepäck Ich kenne meinen Zweck. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GENESUNG
Ich hörte Stimmen heute Lang vergessen gewähnte Stimmen Und sie waren die Stimmen meiner Stärken. Obwohl sie leise waren, tief in mir Drinnen, starrten die mich alle an, die Leute, als würden sie etwas in meinen Augen merken. Sie erkennen in den Gesehenen den Wiedergenesenen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
AUF UND RUNTER
Wir landen und starten immer und immer wieder Während wir auf Ankunft warten lassen wir uns nirgends nieder Die Tage sind Bordkarten Täglich geht die Entwicklung weiter Für manche ein Höhenflug Für andere ein Tiefflug Hinauf und hinunter die Himmelsleiter. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
