Wenn wir nur wüssten wie alt wir alle wirklich sind! Äusserlich sichtbare Verhältnisse machen uns blind. Blut und Boden sind Bühnen die wir besuchen und verlassen… Innen drin die wahren Menschen gehören eigenen Welten und Rassen. Ich bin Dir mehr als Du weißt oder weniger - Viele sind böser als Du denkst, andere seliger. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Spiritualität
MOMENTE NEUER ERKENNTNISSE
Der Moment, in dem ein Gedanke, der über Dir jahre- und jahrzehntelang gewartet hat, wie vor einer Schranke, endlich in Dich wie ein Samen eindrang, weil Du nun reif genug geworden bist und Dich ihm geöffnet hast, bereit. Dieser Moment, ein kurzer Augen-Blick, ist der Grund für Deine Erdenzeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ACHTE AUF DEINE TATEN
Behandle Deine Worte als wären sie Taten denn manch einem Morde, so wie vielen Wohltaten, liegen Worte zu Grunde, nicht nur als Anzettelung sondern vielmehr als Verankerung, als feiner-stoffliche Vorfertigung. Wenn Du es nicht machen würdest dann sprich es erst nicht aus - Wenn Du nicht wollen würdest daß andere es machen, dann sprich es erst nicht aus, denn sprechen ist machen. Willst Du es aber tun, brauchst Du es nicht aussprechen, sondern einfach direkt machen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER HANG
Wenn der Hang stirbt stirbt die Verbindung zu vielen Menschen und entsteht eine Verbindung zu anderen die Echtes in sich birgt. Du kennst Dich nicht Bis Du in Dir den Hang überwunden hast Du weißt nicht, was wirklich zu Dir passt Bis Dein Hang zerbricht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
BLEIB GUT
Warum ist mein Herz zart? Nach allem, was sie mich angetan haben. Wieso wurde es noch nicht hart? Das kann ich Dir ehrlich nicht sagen. Es ist, als trüge ich in mir ein Wissen, älter als dieser Körper und dieses Leben. Das Wissen, daß nur ein reines Gewissen sich von der Erde befreien kann nach dem Sterben. Alles andere bleibt erdgebunden und kehrt wieder zurück und kehrt wieder zurück und kehrt wieder zurück, hart, bitter und wund. Nur Güte führt befreiend zum Glück. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EIN TAG ZUHAUSE
Ein Tag Zuhause fühlt sich manchmal wie ein Es-war-einmal an Ein anderes Zuhause fern fern fern von hier rückt fühlbar näher ran… Ein Tag Zuhause wie im Paradiesgarten der Dich neu starten kann. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
MEINE INNENSEITE
Dennoch bin ich bitter ernst auch wenn ich lächle und lache… Dennoch bin ich beschäftigt auch wenn ich nichts mache… Dennoch bin ich unterwegs auch wenn ich daheim liege… Dennoch bin ich Zuhause auch wenn ich da oben fliege… und Heimweh kriege… Dennoch glaube ich an Gott auch wenn ich dem Teufel erliege… Dennoch bekämpfe das Böse auch wenn ich ihm gegenüber leicht wiege auch wenn ich mich immer wieder verbiege auch wenn ich manchmal falsch abbiege ich werde kämpfen, bis ich siege. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DUNKELBLAU
Die dunkelblaue Nacht fällt wie ein Stern vom Himmel schwanger mit wertvoller Fracht. Weicher wird das Getrommel meines Schwarzen Herzblutes. Ich träume und sinne heute Nacht über etwas Altes, etwas Gutes - Was hat die Nacht aus mir gemacht? Geworden bin ich eine Wiederholung dessen, was einst ich war - Meine frühere, jüngere Empfindung nehme ich heute wieder wahr. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER DRANG NACH ENTWICKELUNG
Irgendetwas will, es will raus - In mir tobt April wie ein Kind Zuhaus. Lass mich hinaus als Kind in die Welt - ich komm zurück nach Haus fertig und entwickelt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
TIEFE UNRUHE
Ich mag die Tiefe Aber, viel wichtiger, die Tiefe mag mich. Magst Du die Tiefe? Denn, Oberflächlicher, die Tiefe sucht Dich. Hör auf davon zu laufen Du kannst Dich nicht frei kaufen Sie wird Dich mit Unruhe taufen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
