Leben tut weh Denn leben ist sich sehnen Und Sehnsucht ist eine unruhige See Ständig am sich Ausdehnen Ankommen und Ade. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Veränderung
ANDERE MEINUNGEN
Ich suche nach anderen Meinungen und finde stets die selben, die meinen die anderen zu sein und akzeptieren die anderen nicht, denn sie sind die kleinen. Ich suche nach anderen Meinungen und finde stets die alten in neuen Formen - Was ich aber suche ist ein neues Innenwesen, auch wenn verkleidet in alt aussehenden Normen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WEISHEIT
Um nicht mehr dumm zu sein, Muss man die eigene Dummheit erkennen; Denn dumm werden wir immer sein. Aber in dem, daß wir uns zu ihr bekennen, Lernen wir, sie in Weisheit umzubenennen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
FANG AN
Anfang ist Ende - Mitte ist Wendepunkt - Beendet weil es begann - Verändert während es zerrann - Was Du nicht beenden willst fang nicht erst an - Aber was Du nicht bereuen willst lass nicht ungetan. Fang einfach an mit Deinem Schicksal; Alles andere ist eh und wirklich egal. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
KLAVIERTÖNE
Haben wir uns gegenseitig verletzt? Oder gegenseitig geheilt? Gegenseitig entsetzt? Dann ersetzt? Gegenseitig Wahres geteilt. Die Unterschiede lassen sich nicht mehr Voneinander unterscheiden Die Ähnlichkeiten werden immer mehr Nur noch zum dadrunter Leiden. Die Musik spielt, nachdenklich, Rührende Klaviertöne kaum hörbar - Die Gefühle, tief, bedenklich, schwer zu begreifen, aber sehr spürbar. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WENN DU DEN WEG NICHT SIEHST
Wenn Du den Weg nicht siehst, nicht kennst, nicht spürst, bleib stehen und lebe, erlebe, den Ort. Dein Geist ist tiefer als Dein Verstand, schöpfe, schöpfe, schöpfe, zieh kräftig aus Deinem innersten Hort. Gib nie auf. Die Nacht ist endlich. Der See hat einen Boden. Das Licht hat das erste und das letzte Wort. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
KLEINER
Und die Welt wurde kleiner und immer kleiner Bald gab es nur noch da Deiner und hier meiner Dein Bereich, mein Bereich, und ihrer und seiner Der Einzelne wurde alleiner und immer alleiner Je enger verbunden wir wurden desto gemeiner Je äußerlich feiner desto innerlich unreiner Und wer sucht die Schuld dafür bei sich? Keiner. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EIN DEUTSCHLAND
🇩🇪Eine Leinwand Eine werktätige Hand Ein buntes Land Ein geistiges Band Ein menschlicher Rand Ein Mittelstand Ein Zukunftspfand Ein Herzbrand Ein Deutschland. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ALT UND NEU
Wir entdecken uns neu finden die selben alten Persönlichkeiten in neuen Farben und Befindlichkeiten und bleiben uns dennoch treu. Wir sind deutsch wie früher und deutsch wie noch nie vorher. Entschlossener. Wissender. Treuer. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SPÄTLING DER VERINNERLICHUNG
Von manchen Reisen kehrt man nie zurück. Es kommt jemand zurück, doch nicht der, der ging. In Deinen Augen Trauer, Wunder oder Glück, denn die Blätter sind gefallen. Es ist der Spätling. Er ist herb, herber, Herbst. Er entblößt, er macht kalt, er schmerzt. Er befreit vom Gewicht der Masken und Erinnerung - Tiefer als Erinnerung ist die Verinnerlichung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
