Wie viele Geister sind hier? Wie viele Menschen sind wir? Hier oder dort Wir sind alle vor Ort wir und Ihr. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Verbundenheit
ZUSTAND
Die Nacht ist eine schwarze Leinwand Helle Gedanken säumen sie am Rand Uns verbindet ein unsichtbares Band Meine Worte sind meine ausgestreckte Hand Sie sind meiner Liebe hörbares Gewand Lesbare Sehnsucht tiefer als Verstand Betrachte sie als Leihgabe, als Pfand, und bringe sie zurück an meinen Herzstrand. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
LÜGEN LIEGEN
Lügen liegen wie ein See zwischen Wahrheit und Weh lassen sich ohne Schmerz nicht überqueren einwärts oder auswärts. Sie liegen einfach da, schwerwiegend mit allem, was sie verschwiegen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WENDEPUNKT SCHMERZ
Wenn die Brise steif wird Wenn der Riese reif wird Wenn das Ende kalt wird Wenn die Wende alt wird Wenn das Herz zart wird Wenn der Schmerz hart wird Wende ich mich ab von Dir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
MENSCHEN WIE MUSIK
Die Musik ist schön
wenn sie wenig macht
kaum zu hören
weder tanzt noch lacht
und sehr persönlich ist.
Und so sind die Menschen auch
die man wirklich braucht,
die in Dich hineingehen
und Dich innig verstehen
so wie Du bist.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ROTWEIN
Du schmeckst wie Rotwein herb und zugleich grob und fein dunkel glühend im Kerzenschein Ohne Dich fühle ich mich so allein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WIR SIND NICHT ALLEIN
Ein Geist geht Ein Geist kommt Ich spüre es mit der Empfindung Ich kann es Dir nicht erklären Du kannst es mir nicht erklären Ich spüre es nur mit der Empfindung und Du auch, kostet‘s auch Überwindung, spürst es fein Wir sind nicht allein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
TAUSEND
Es gibt tausend Worte die nichts sagen Es gibt tausend Orte die mir nichts sagen außer: Du bist nicht da Du bist nicht da Du bist nicht da. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER MITMENSCHEN SINFONIEN
Wenn ein Saxofon schweigt dann ist es egal wie viele Melodien in der Luft warten. Das Herz neigt umsonst der Mitmenschen Sinfonien wenn alle sich zumachen anstatt zu verbinden in Seelenharmonien und aus von Herzen zusammen zu lachen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
KLAVIERTÖNE
Haben wir uns gegenseitig verletzt? Oder gegenseitig geheilt? Gegenseitig entsetzt? Dann ersetzt? Gegenseitig Wahres geteilt. Die Unterschiede lassen sich nicht mehr Voneinander unterscheiden Die Ähnlichkeiten werden immer mehr Nur noch zum dadrunter Leiden. Die Musik spielt, nachdenklich, Rührende Klaviertöne kaum hörbar - Die Gefühle, tief, bedenklich, schwer zu begreifen, aber sehr spürbar. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
