Ich könnte Dich
wiederholend
wieder holen
Dich zählen
wie die Regenperlen
heute Nacht
Dich dichten
Auf Mich verzichten
Laß die Nacht von uns berichten.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich könnte Dich
wiederholend
wieder holen
Dich zählen
wie die Regenperlen
heute Nacht
Dich dichten
Auf Mich verzichten
Laß die Nacht von uns berichten.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich fahre neben Dir durch den Wald
durch die Zeiten, in wechselnder Gestalt,
durch das Leben, durch diese Welt,
mit Hoffnung im Herz, mit und ohne Geld,
Du bist mein und ich bin Dein Held,
Ärger und Versöhnung, Angst und Halt,
Egal wo uns das Schicksal aufhält,
bleiben wir unterwegs und kommen bald an!
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ihr lächelt uns an
jetzt schon
aus Bildern einer verschollenen Zeit…
mit Gesichtern, die Ihr nicht mehr tragt –
Wie wird es sein,
wenn wir nicht mehr da sind
und Ihr diese Fotos Euch anschaut
und Euch an den Moment
nicht mehr erinnern könnt,
an dem Eure Eltern diese Fotos machten?
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Irgendwann müssen wir uns treffen
da wo keine Farben sind
die uns voneinander trennen
Irgendwann müssen wir uns treffen
da wo alle Farben sind
und uns zueinander bekennen
Denn Pangaea, die einst sich auseinander nahm
und uns trennte und mit sich nahm,
zieht sich und zwingt uns irgendwann wieder zusammen
in die Arme von einander, wo wir ursprünglich herstammen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Kann gerade nicht sprechen
Aber ich sehe Deine Nachrichten
Kann gerade nicht kämpfen
Aber ich kenne Deine Absichten
Kann gerade nicht lieben
Aber Du bist in allen meinen Geschichten
In allen meinen Erinnerungen
Und in allen meinen Gedichten.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Farbe ist überbewertet
Sie vereint Feinde
und trennt Freunde.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Wo ist die Mitte?
Ist sie Brauch und Sitte?
Wo ist das Zentrum?
Denn alles ist krumm
Was ist das Bindende?
Ich meine, das Verbindende?
Wie ein älter werdender Mensch
der sich mit seinem sich verändernden
Körper noch nicht anfreunden kann
aber sein Bestes gibt…,
Sucht die Gesellschaft
nach einer neuen Definition von sich,
die Zukunftssinn ergibt.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Die Tage kommen und gehen
Die Hochzeitstage
Liebe basiert zum Teil auf Wiedersehen
Immer wieder im selben Geschehen
Wie Geburts-, Todes- und Hochzeitstage.
Die Tage kommen und gehen
Die Tage unseres Lebens…
Sie verschwinden im Handumdrehen
In Bekanntschaften, Freundschaften, Ehen –
Du hältst Dich an ihnen fest, vergebens.
Die Tage kommen und gehen
Und wir gehen weiter,
Weiterwachsend, bleiben nie stehen,
Hochzeitstage auf Immer Wiedersehen
Wie unsere kleine Himmelsleiter.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung


Trennwand
trenn Dich von der Trendwand.
– laß das linke ins rechte
und das rechte ins linke Herz blicken.
– laß das männliche ins weibliche und
das Weibliche ins Männliche hineingucken.
– laß das junge ins alte,
das alte ins junge Gemüt Einsicht erhalten.
– laß das fremde ins fremde, laß das
menschliche im menschlichen sich einschalten.
Trennwand,
trenn Dich von der Trendwand –
… befreie uns von dem Trendwahn.
Es gibt stets mehr Optionen, als ich ahn.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Die Gespräche fingen an
sich innerlich zu wiederholen
Dennoch veränderten sie sich
in ihren äußeren Inhalten
Sie selbst wurden älter
wurden zu Symbolen
Vergaßen ihre neuen Worte
Erinnerten sich nur an die alten
Sehr leicht auszudrücken
in den einfachsten Parolen:
Ich liebte mal Deine glatte Haut,
jetzt lieb ich Deine Falten.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung