Wofür war die ganze Zeit? Umsonst? Ich gab Euch meine ganze Zeit Meine beste Zeit Umsonst. Wieviel Zeit habe ich noch übrig? Die Haare werden silbrig Die Stimme einsilbig Da! Dort! In der Ferne! Meine Träume! Meine Sterne! Euch erreiche ich immer noch gerne. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
des Kampfes und des Widerstands
DER LANGSAME WEG
Der langsame Weg Der prägt am tiefsten Seine Berührungen sind schräg Seine Blicke am Schiefsten Er zieht Dich runter Zum untersten Punkt tief in Dir Und schlägt Dich munter Und scheuert Dich bunter Und führt Dich nach Hause zu Dir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
UNSERE SELBSTBILDER
Das Selbstbild - Nicht den Menschen brauchst Du verstehen sondern sein Selbstbild… Es ist seine Waffe, Triebfeder und Schild. Verstehst Du mein Selbstbild verstehe ich Dein Selbstbild sind wir beide im Bild Werden uns nie von einander überrascht sehen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ZUM GLÜCKE
Langsam geht das Alte zur Neige. Was wird das Neue bringen? Findest Du nie heraus, bist Du feige. Das Leben will Dich zum Glücke zwingen, Dein Glück musst Du selbst erringen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ALLEINE GEHEN
Es wird immer den einen Freund geben, einst engster Teil Deines Lebens - eines Tages wird er von Dir weg streben. Du wirst ihn zurückrufen vergebens. Denn manchen Weg muss man alleine gehen; Lass ihn gehen, Du musst zu Dir stehen - Auf Wiedersehen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER BEOBACHTER
Der Beobachter wird beobachtet Das ist ein Gesetz des Lebens Sachlich betrachtet Er wehrt sich dagegen vergebens Wer berührt, wird berührt Wer anderen beklaut, wird beklaut Wer verführt, wird subtiler verführt Der Bräutigam ist selbst seine eigene Braut. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SEELEN REDEN
Hinein hören in die Seelen der anderen ist hinein hören in die Chöre der eigenen Seele Ist schweigen und auf Sich wirken lassen Ist im Schweigen Liebe und Haß erfassen mit der Seele. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GEWINNEN
Der Verlierer gewann Wissen über sich und Tiefe in seinem Geist und wurde gesund. Der Gewinner verlor das ferne rufende Ziel während er hochmutig in Entspannung verfiel. Wer hat also gewonnen und wer hat verloren? In allen Dingen zu wachsen, dazu sind wir geboren. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
HART SEIN
Manchmal musst Du hart sein Hart sein ist leicht Weich sein ist schwer wie Stein Und falsch vielleicht. Befreie Dich von falschen Menschen und vom Falschen in Dir Du musst hart sein und kämpfen gegen Falsches wie ein Tier. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
GRUSS MIR DEN HIMMEL
Gruß mir den Himmel Es ist lange her Und lang wird es noch dauern Bis zu meiner Rückkehr Siehst Du den Wald da unten im Tal? Jeder Baum ist ein Erdenleben das ich lebte mal Einen nach dem anderen muss ich sie alle ernten Die Menschen, die das Böse in mir einst kennenlernten Gruß mir den Himmel Ursprung meiner Sehnflucht; Gruß mir den Himmel Heimat meiner Sehnsucht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
