Keine Angst Dein Mut ist Deine stärkste Waffe Hab keine Angst vor Deinem Mut Sie fürchten Deinen Mut Um Dich besiegen zu können brauchen sie Deine Angst Dein Mut ist Deine stärkste Waffe Je mehr Drohungen sie ausspucken desto mutiger werde Du! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
des Kampfes und des Widerstands
DIE MENSCHLICHKEIT SCHÜTZEN
Es muss schwer sein menschlich zu sein, sonst gäbe es nicht so viel Rassismus unter uns, Menschen. Sonst gäbe es nicht so viel Volk-Egoismus. Es muss schwer sein menschlich zu sein, sonst gäbe es kein Herrenmenschentum unter uns, Menschen. Sonst gälte die Würde eines Menschen nicht als eines einzelnen Volkes Eigentum. Und von Generation zu Generation müssen wir die Menschlichkeit vor Menschen schützen, die nur als Rasse, als Volk, als Nation agieren - mit Sucht nach Herrlichkeit, Raum und Macht ergreifend mit Hässlichkeit - aber nicht als Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
RUHE IM TUN
Nichtstun kann man nicht tun. In Frieden kann man nicht ruhen. Ruhen Deine Füße in Deinen Schuhen, ruft die Unruhe: Beweg Dich nun! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ENDE UND NEUBEGINN
In kleinen Schlückchen So wie jeden Abend mit seinem Bier Leerte er sein Gedächtnis bis von ihrer Beziehung keine Spur mehr Blieb Und bald verschwand auch Das kalte Bauchgefühl in seiner Brust Ersetzt durch eine Morgendämmerung Die ihn zum neuen Erwachen der Lust Antrieb. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
HILFE
Jemand kommt täglich vorbei Du siehst ihn vielleicht nicht Aber er ist da, seine freiwillige Pflicht, Dein Verschwiegenes hört er als Schrei. Sein Flüstern hörst Du häufig Als inneren Schrei in Deiner Empfindung Und in Deinem Gewissen Beunruhigung Damit Du wach bleibst täglich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NATURTRIEB

Das Tier stand und mit stetem Blick beobachtete den Menschen im Wald, sah kommentarlos seine Ungeschick, registrierte still, wie er dann bald sein Vorhaben erreichte mit seiner Technik. Ich habe klug mit Geschick und Elan diesen Wald ins Geld verwandelt, dachte der Mensch. Das Tier nebenan dachte, wer so dumm und krass handelt, hat keinen Platz in der Natur Zukunftsplan. Der Mensch ging und das Tier blieb, wie zwischen Herz und Kopf eine Kluft, aus der sich heraus jeder Dichter je schrieb, und die Frage hing weiter in der Luft: Wie zeigt sich der wirkliche Naturtrieb? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WO DU UNZUFRIEDEN BIST
Unruhe! Der Tag ist ein Tausend Glasstücke ein Hundert Fenster, ein Boden voller Türen Ich finde meine Ruhe nicht. Keine Lücke keine Brücke, keinen Weg hinaus aus der Ruhelosigkeit. Unterdrücke mich nicht!, lacht der Bewegungsdrang - Wo Du unzufrieden bist, da geht‘s manchmal lang! Also: Ruhe! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FERN VON GESTERN

Ein langer Weg trennt mich vom letzten Jahr. Seltsam, es war ja erst gestern - Doch die Nacht, der Schlaf, die tausend Träume zwischen den Mitternachtsglocken und dem Morgenstern waren eine riesengroße weitenumspannende Brücke, ein großer steinerner Bogen, über den ich schritt wie ein Reisender auf der Suche nach Klarheit und Glücke von Gipfel zu Gipfel sich tapfer durchkämpft über Täler und Schluchten und tiefe, weite Klüfte stets die Gegenwart sucht. Gestern war vor tausend Jahren, letztes Jahr ist vergangen. Seelenfenster auf! Ich lüfte! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DEMUT
Hast Du dieses Jahr irgendjemandem Deine Wahrheit gesagt? Irgendjemanden nach seiner Wahrheit gefragt? Bald geht das Jahr zu Ende. Was habe ich gelernt? Es ist schwer, das Höchste auszuleben; denn es ist schwerer, daß Du falsch lagst zuzugeben als dran zu halten bis zum Ende. Demut. Ein kleines Wort, ein hoher Berg. Erst auf der anderen Seite dieses Bergs erwartet uns, uns zum Geleite, das Wissen zur wahren Zeitenwende. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
AN MEINE SCHWARZEN KINDER – (2)
Generationen - Gegossen in die Abzweigung sich widersprechender Nationen. Gefangen im Scheinwerferlicht der Ent-Scheidung. Gemischte Rassen - im Blut und/oder im Kopf vermischt. Beidseitig lieben, was beide Seiten hassen. In Euch ist mein Licht, das niemals erlischt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
