Wenn das Vertrauen weg ist
Suchst Du vergeblich nach der Brücke
Zwischen uns. Weisst Du, was schräg ist?
Neues Vertrauen schliesst die Lücke
Nicht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wenn das Vertrauen weg ist
Suchst Du vergeblich nach der Brücke
Zwischen uns. Weisst Du, was schräg ist?
Neues Vertrauen schliesst die Lücke
Nicht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Dein Schweigen spricht Volumen Deine Augen sind zwei Radiosender Deine Hände bewegen meine Emotionen Wortlos verstehen wir einander. Wird das Schweigen als Brücke reichen? Doch wer kann Brücke mit Brücke vergleichen? Gib mir ein Zeichen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Was ist die Basis des Zusammenseins Wenn wir alle verschieden sind: Vermengen des Wassers und des Weins: Ist Gesellschaft - wie Liebe - blind? Tastende Blicke begegnen sich in der Menge Besuchen sich über die Entfernung einer Sehnsucht Halten sich fest, ignorieren das sonstige Gemenge Kurz, dann verlieren den Mut, ergreifen die Flucht. Alles, was uns zusammenbringt, Trennt uns von voneinander: Internet, Mobilität, wer zu schnell eindringt Ineinander verpasst das Gespür füreinander. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du kannst mir nicht sagen Wie ich heiße. Wenn Du das nicht weißt Dann weißt Du erst recht nicht Wie ich heiße Denn wie kannst Du wissen Wie ich heiße Wenn Du nicht weißt Wer ich bin Was ich bin Wo ich gerade bin auf meiner Reise Und warum? Vor allem weißt Du nicht Wie ich es bis hierher schaffte Und warum ich nicht mehr zu stoppen bin Auch nicht durch die Begrenzung Einer fremdbestimmten Bezeichnung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du siehst anders aus als alle anderen Läufst in der Menge mit allen anderen Denkst die selben Gedanken wie alle anderen Was bist Du? Deine Tausend Hintergründe lenken ab Von dem Wesentlichen im Vordergrund Du Mensch unter Mitmenschen, gleichartig - Das bist Du. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Es wird dunkel Dunkler als je es war Es wird gemunkelt Der Sturm kommt Festigt Eure Wurzeln Und Dach und Fenster und Tür Wahre gute Eures Herzens Schlüssel Der Sturm kommt Er kommt Geblendet durch seinen Blutrausch Er kommt Entfacht Eures Mutes Funke Bereitet Euch für den langen Kampf - Es ist die Stunde des Dunkels Die Stunde seines Niedergangs. Der Sturm des Guten, er kommt auch! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Viele Stimmen sagen ein Ding. Eine Stimme sagt viele Dinge. Zwei Menschen teilen einen Ring. Du fühlst viele Dinge, wenn ich singe: Lust und Frust, Sehnsucht und Sehnflucht, Anziehung, Ablehnung, Zu-, Widerspruch. Du kennst dieses Wort noch nicht? Sehnflucht? Aber Du kennst das Gefühl - wie ein Fluch - Herzbruch aus lauter Angst vor Wortbruch. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich bin gekommen Und werde gehen Doch erst lange nach dem Ich wieder gegangen bin Werde ich bei Euch ankommen. Dann werde ich nie wieder gehen - Aber auch nie wieder kommen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich kann während eines Gesprächs mit Dir Tausendmal meine tiefsten Innenorte besuchen - Dabei sprachen wir äußerlich über das Wetter Lobten den Kaffee und kritisierten den Kuchen. Und auch Du machst das - leugne es nicht. Unmerklich tauchst Du in Dir ständig ab und auf Immer und immer und immer wieder Und erzählst nebenbei vom gestrigen Auflauf. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich verschlinge Menschen Wie Nahrung - Du auch? Drei Mahlzeiten pro Tag Mindestens drei neue Menschen Stehen täglich auf der Menükarte Ernährung für die Seele Ergänzung für den Geist Wein für den Neugier Brot für die persönliche Weiterentwicklung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung