SUCH UNS EINEN PLATZ

SUCH UNS EINEN PLATZ (Text)
CHE CHIDI Chukwumerije

Such uns einen Platz
Ich geh mit Dir dahin
Egal wie weit
Egal wohin
Wo Regenbögen blühen
Aus all unserm Bemühen
Und alles, was wir tun,
Hat einen tieferen Sinn
Such uns diesen Platz
Ich zieh mit Dir dahin

Alles, was ich hab, teile ich gerne mit Dir
Und wenn ich geh, komm ich wieder
Und tanz mit Dir, tanz mit Dir, tanz mit Dir
Tanz Du mit mir, tanz mit mir, tanz mit mir
Auf daß wir uns besser kennen lernen
Dann sagst Du zu mir

Schau in meine Augen
Und dann mit Tränen im Gesicht
Sagst Du zu mir

Such uns einen Platz
Ich geh mit Dir dahin
Egal wie weit
Egal wohin
Wo Regenbögen blühen
Aus all unserm Bemühen
Und alles, was wir tun
Hat einen tieferen Sinn
Such uns diesen Platz
Ich zieh mit Dir dahin

Noch ein Lied, noch ein Tanz
Ich sage nichts, ich nehme Dein Hand
Baby ich muss los
Hab keine Angst vor der Distanz
Wenn ich weg bin, schreibst Du mir
Beeil Dich Schatz
Wie lange noch? Wie lange noch?
Oooh

Ich denke an Deine Augen
Die Liebe in Deinem Gesicht
Wie Du mich umarmst
Und leise zu mir sprichst

Such uns einen Platz
Ich geh mit Dir dahin
Egal wie weit
Egal wohin
Wo Regenbögen blühen
Aus all unserm Bemühen
Und alles, was wir tun
Hat einen tieferen Sinn
Such uns diesen Platz
Ich zieh mit Dir dahin

Such uns diesen Platz
Ich geh mit Dir dahin
Such uns diesen Platz
Ich geh mit Dir dahin…

Such uns einen Platz
Ich geh mit Dir dahin
Egal wie weit
Egal wohin
Wo Regenbögen blühen
Aus all unserm Bemühen
Und alles, was wir tun
Hat einen tieferen Sinn
Such uns diesen Platz
Ich zieh mit Dir dahin

Musik/Text: Che Chidi Chukwumerije

UNWAHRNEHMUNGEN

Wahrnehmung
Lügnehmung
Trugnehmung
Betrugnehmung
Unwahrnehmung
Wahrlähmung
Wahrschämen
Wahrfälschung
Wahrhaben
Falschgeben
Wahrnehmen.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

DIE ZEIT IST JETZT

Ein Jahr kann vorübergehen
Und Du könntest schwören, es war nur ein Tag
Weil Zeitreisen stets in der Wahrnehmung lag
Egal wie die Gestirnen drehen

Die Vergangenheit kommt oft erst in der Zukunft
Die Zukunft kam und ging gestern bereits
Die Gegenwart breitet sich aus allerseits
Willkommen. Du bist schon am Ziel. Ankunft.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

DU BIST MEINE NACHT

Die Nacht überraschte mich
mit ihrer leisen Umarmung
gekleidet dämmerlich
in ihrer abendlichen Tarnung
erinnerte mich an Dich
eine längst vergessene Empfindung.
So tückisch ist Erinnerung.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

HEXENJAGD UND VERLEUMDUNG

Nimm Dich in Acht, jetzt
wo die Hexenjagd neubegonnen hat -
Erst Argwohn, dann zuletzt
findet das Verleumden überall statt.

Nachbarn werden unnahbar.
Undurchdachte Worte rächen sich schwer.
Wunden, vielleicht unheilbar,
blicken durch Augen wieder voll und leer.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

JA ZU NEIN

Irgendwann findest Du die Kraft
um Nein zu sagen, dauerhaft.
Nicht das wankelmütige Nein,
strauchelnd von Jein zu Jein;
nicht das unsichere Nein,
unfähig allein stehend zu sein;
nicht das gezwungene Nein,
ruhend auf fremdem Standbein;
sondern das überzeugte Nein,
das klar durchblickende Nein,
das eine Bejahung dessen ist,
was Du jetzt weißt, das Du bist.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

SCHÜTZE DEIN INNENLEBEN

Hass ist ein Teil des Täglichen, allgemein.
Nur die Luft umgibt Dich noch enger.
Passt Du nicht auf, atmest Du ihn ein
und wirst zum Hasses Rattenfänger.
Du wirst dunkler ohne es zu merken,
wirst ein Teil von Hasses Netzwerken,
fängst an, die Hasskultur zu verstärken.

Die Sonne geht, die Schatten werden länger.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

UNTERSCHÄTZE NIE DEN HASS

Keiner nimmt Dich stärker wahr
als einer, der Dich hasst;
Nimmt wahr, was und wie Du bist,
sieht alles, was Du hast.

Erinnert sich weiter an Sachen,
die Du längst vergaßt;
Behält Dich in seiner Empfindung
wie ein Dauergast.

Dort, in ihm, seid Ihr ein Paar,
Ihr liebt, hasst, und lasst
von einander nicht los. Er stirbt
langsam unter dieser Last.

Einst hast Du nicht aufgepasst
und er hat Dich gefasst -
Hat Dich angegriffen, verleumdet
und ganz zerstört fast.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

DIE GANZE WELT KAM NICHT ZUSAMMEN

Die ganze Welt kam zusammen untereinander
aber anstatt sich besser zu lieben,
hat das gegenseitige Erleben voneinander
sie zu noch mehr Hass getrieben.

Internet und leichtes Reisen
beschleunigten die Verbreitung der Vorurteile;
Es fanden sich in alten Kreisen
neue Menschen zusammen in Windeseile.

Das Gesetz der Anziehung der Gleichart
wurde der Menschheit zum Fluch und Verderben;
Eine eiserne Trennung zwischen zart und hart,
zwischen innerem Leben und Sterben.

Wir dünken uns fortgeschritten
doch besser sind wir dabei nicht geworden;
Gefangen in alten starren geistigen Sitten,
künstlich intelligente moderne Horden.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

BITTE NICHT WENDEN

So wie von Blatt zu Blatt
ein Buch sich wenden kann,
so erwarte nie im Laufe der Zeit
dieselbe Frau, denselben Mann,
den Du in der Vergangenheit kanntest
doch Dir unbekannt nie wirklich erkanntest,
triffst Du ihn oder sie wieder irgendwann.

Der Mensch ist ein Blatt,
das diese Merkmale hat:
- 1. Er hat zwei Seiten
und 2. er wird sich wenden,
zu Zeiten, wie die Gezeiten.
Er ist ein Spielball zwischen zwei Händen,
sich selbst gegenüber: Treue und Verrat.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung