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ELTERN UND KINDER
Euer Lärm ist Schweigen Eure Stimmen sind Geigen Ihr seid meines Herzens Diebe weil ich Euch, meine Kinder, liebe. Diese Momentaufnahmen können zukünftige nicht nachahmen Durch Eure Geburt aneinander gehängt werden unsere Wege einst wieder getrennt Aber die Empfindungen bleiben Die Briefe, die wir gegenseitig schreiben in unseren Herzen liebevoll unsichtbar, unvergesslich und niemals vernichtbar. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
KLAN
Ein tiefes Etwas,
das ich nicht beschreiben kann.
Wir sind anders,
wir passen uns nicht an.
Das, was uns einsam macht,
ist das, was uns glücklich macht,
Wir sind Familienklan.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
HEUTE SCHREITET NOCH EINE WEILE
Ich sehe Euch wie Ihr schnell die Sonne sucht, nach dem Morgen seht, nach der Dämmerung sehnt Gerne würde ich die Arme nach Euch strecken und rufen Halt! - denn Heute schreitet noch eine Weile im Kreise um Euch mit ausgebreiteten Schätzen herum… Doch keine Rufe sind so hell wie die Sonne, keine Arme so stark wie der Morgen. Sie reichen nur zum Auf Wiedersehen Sagen und aus der Ferne Auf Wiedersehen Winken. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NICHT MEINE WELT DEINE
Nicht meine Welt Deine Warum blieb ich so lang? Mit Dir fühle ich mich alleine gelassen stets am Anfang einer nie beginnenden Reise voller lauter Versprechen die verhallen, unerfüllt, leise und auseinander brechen. Aus der gebrochenen Schale entsteht ein älteres Versprechen in Menschenform ohne Wundmale die von Widersprüchen sprechen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NACHTSCHWIMMER
Guten Abend Dankbarkeit im Herzen habend lege ich mich zu den Träumen hin die schlummern in Räumen in mir hier drin Nein bei mir gibt es keine Schlafzimmer Ich ziehe mich aus, tauche ein, Nachtschwimmer Einen Tag mehr hat die Ewigkeit gewonnen heute im Land der Tausend Sonnen Und mein Träumen hat begonnen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
SAHARA
Die Wüste grüßte uns
bereits kurz hinter der Küste
nackt und schutzlos ausgebreitet
und doch keinen Schutz benötigend.
Einst blühte sie, ein Garten fruchtbarer Gelüste
und schien endlos zu sein,
zeitlos zu gedeihen –
ach!, wenn sie nur wüsste!
Jede Blume, einst, muß welken.
Da liegt sie jetzt, steinig, sandig, staubig,
die Gedanken des Nachdenkers spiegelnd,
der Lauf der Zeit, Grab der Geheimnisse,
Anfang und Ende, eine Wüste.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DER ZUSAMMEN-HANG VON OBEN UND UNTEN
Wenn Du lange in Dir suchst, in allen Ecken und Räumen in Dir drinnen, in jeder Hoffnung, in jeder Angst, inmitten Deiner jeden Erfahrung, wenn Du kraft aller Deiner Sinnen jeden Gedanke und jede Empfindung untersuchst, findest Du eines Tages nach langem Ringen In Dir den einen Zusammenhang, wo Deine Liebe zu Gott und Deine Liebe zu Menschen im Einklang miteinander schwingen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DREIECK
Der lange Weg zwischen dem, was wir sagen, und dem, was wir meinen, und dem, was wir bewirken, ist so kurz wie ein Wort, wie ein Lachen, wie ein Blick, der nach Osten fliegt und im Westen ankommt, der den Süden sucht und den Norden findet, der den Sonnenaufgang malt und der Sonnenuntergang erscheint auf der Leinwand. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MACH SCHNELL
Was Du suchst, suche schnell, Suche gründlich - Wo Du hin willst, gehe schnell hin, breche früh auf, pünktlich - Was Du machen willst, mach sofort, stürze Dich in das Erleben ernsthaft, vollends, warte nicht damit - Du hast nicht viel Zeit, um herauszufinden, ob es falsch ist oder richtig - Sterbe nicht ohne wissender geworden zu sein, egal ob glücklich oder unglücklich - Denn lebst Du Dein Erdenleben oberflächlich, leichtfertig, musst Du wieder von Vorne anfangen damit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
