Keine Angst Dein Mut ist Deine stärkste Waffe Hab keine Angst vor Deinem Mut Sie fürchten Deinen Mut Um Dich besiegen zu können brauchen sie Deine Angst Dein Mut ist Deine stärkste Waffe Je mehr Drohungen sie ausspucken desto mutiger werde Du! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
deutsch
DIE MENSCHLICHKEIT SCHÜTZEN
Es muss schwer sein menschlich zu sein, sonst gäbe es nicht so viel Rassismus unter uns, Menschen. Sonst gäbe es nicht so viel Volk-Egoismus. Es muss schwer sein menschlich zu sein, sonst gäbe es kein Herrenmenschentum unter uns, Menschen. Sonst gälte die Würde eines Menschen nicht als eines einzelnen Volkes Eigentum. Und von Generation zu Generation müssen wir die Menschlichkeit vor Menschen schützen, die nur als Rasse, als Volk, als Nation agieren - mit Sucht nach Herrlichkeit, Raum und Macht ergreifend mit Hässlichkeit - aber nicht als Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
RUHE IM TUN
Nichtstun kann man nicht tun. In Frieden kann man nicht ruhen. Ruhen Deine Füße in Deinen Schuhen, ruft die Unruhe: Beweg Dich nun! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DAS NEUE, JA
Und dann… begann irgendwann das neue Jahr Nicht ganz am 1. Januar weiß ich fürwahr weil ich - und das Neujahr gefühlt nicht - da war. Also vielleicht davor? Ob das alte Jahr Zeit verlor? Und das neue schon alt war? Oder erst in den Tagen danach… denn in den Tagen danach ist keiner mehr wach. Das Tor steht unbewacht und wie ein Dieb in der Nacht beginnt die neue Zeit. Bist Du bereit? Es ist soweit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ENDE UND NEUBEGINN
In kleinen Schlückchen So wie jeden Abend mit seinem Bier Leerte er sein Gedächtnis bis von ihrer Beziehung keine Spur mehr Blieb Und bald verschwand auch Das kalte Bauchgefühl in seiner Brust Ersetzt durch eine Morgendämmerung Die ihn zum neuen Erwachen der Lust Antrieb. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DIE WELT IST NICHT GROSS GENUG
Die Welt ist nicht groß genug Der Geist, er trachtet nach Unendlichkeit Die Welt ist nicht alt genug Der Geist, er versteht nur die Ewigkeit Und fliegt und fliegt und reist und reist Erschöpft sich an der materiellen Schöpfung Doch die Welt ist nicht reichhaltig genug Und er findet nirgends seine Befriedigung Außer an diesem einen Orte Bühne des innersten innigsten Geschehens Tief in seinem eigenen Geiste Blüht der Bruchteil eines tiefen Ahnens Dort, wo er den Drang findet Zum Geben in wahrer Selbstlosigkeit Dort wo er die Verbindung empfindet Zur Erkenntnis Gottes unerreichbarer Heiligkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
HILFE
Jemand kommt täglich vorbei Du siehst ihn vielleicht nicht Aber er ist da, seine freiwillige Pflicht, Dein Verschwiegenes hört er als Schrei. Sein Flüstern hörst Du häufig Als inneren Schrei in Deiner Empfindung Und in Deinem Gewissen Beunruhigung Damit Du wach bleibst täglich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NATURTRIEB

Das Tier stand und mit stetem Blick beobachtete den Menschen im Wald, sah kommentarlos seine Ungeschick, registrierte still, wie er dann bald sein Vorhaben erreichte mit seiner Technik. Ich habe klug mit Geschick und Elan diesen Wald ins Geld verwandelt, dachte der Mensch. Das Tier nebenan dachte, wer so dumm und krass handelt, hat keinen Platz in der Natur Zukunftsplan. Der Mensch ging und das Tier blieb, wie zwischen Herz und Kopf eine Kluft, aus der sich heraus jeder Dichter je schrieb, und die Frage hing weiter in der Luft: Wie zeigt sich der wirkliche Naturtrieb? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WO DU UNZUFRIEDEN BIST
Unruhe! Der Tag ist ein Tausend Glasstücke ein Hundert Fenster, ein Boden voller Türen Ich finde meine Ruhe nicht. Keine Lücke keine Brücke, keinen Weg hinaus aus der Ruhelosigkeit. Unterdrücke mich nicht!, lacht der Bewegungsdrang - Wo Du unzufrieden bist, da geht‘s manchmal lang! Also: Ruhe! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
UNSERE GEDANKEN

Meine Gedanken Deine Gedanken treffen sich im Garten der Gedanken vereinigen innig sich werden unzertrennlich während Du und ich in unseren Leben einander nicht kennen oder wahrnehmen. Deine Gedanken Meine Gedanken treffen sich im Garten der Gedanken treiben aneinander vorbei spüren keinerlei Gleichart dabei während Du und ich in unserem Leben zusammen lebend aneinander kleben. Ach!, die Welten die unsere Welten tief trennen! Ach!, die Welten die unsere Welten zusammenklemmen! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
