Ich weiß nicht Wie der Tag das macht Mich verändert Bis vor Mitternacht Ich weiß nicht Wie die Gesellschaft es schafft Täglich mir zu nehmen Und zu geben Kraft Ich weiß nicht Wie das Leben das kann Jeden Tag zu zaubern Aus mir einen neuen Mann Nur eines weiß ich Diese dunkle Haut Ruft die vermittelnden Erlebnisse Täglich und laut. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
dichten
GEBÄRDENSPRACHE
Manche hören unsere Worte nicht Sie sehen sie, sähen sie Wenn wir uns die Mühe machen würden Sie ihnen mit unseren Händen zu zeichnen Hände sprechen Volumen. Manche Fremdsprachen kommen nicht vom Weiten Sie stammen aus der Mitte der Gesellschaft Und waren immer da und immer nah Immer am Rande unseres Bewusstseins Und nimmer fremd. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
NACHTSINN
Warum sehe ich nachts Alles doppelt so hell? Warum ist in der Nacht Das Harte zweimal so hart? Das Zarte dreimal so zart? Die Augenblicke des Tages Kehren nachts zurück Ich schließe meine Augen Sehe wieder jeden einzelnen Blick Schlaf, komm bitte, komm schnell. Che Chidi Chukwumerije Das Jahrzehnt der Deutschen Dichtung![]()
GEBEN EMPFANGEN
Vielleicht ist es Dir entgangen
Du warst die Antwort auf mein Verlangen
Von der Einsamkeit eingefangen
Zweisamkeit anbietend hinausgegangen
Als Worte, die zittern, die bangen,
die in Deine Sehnsucht hineindrangen
Worte, die miteinander mitsangen
Eine Wellenlänge, auf der wir schwangen
Gemeinsam gefangen
Gemeinsam ausklangen
Geben ist das schönste Empfangen
und ist das Schönste empfangen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
