Der Abend ist jung und alt
Die Frau ist warm und kalt
Voller Sanftheit und Gewalt.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Der Abend ist jung und alt
Die Frau ist warm und kalt
Voller Sanftheit und Gewalt.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Der Lärm ist eine Hülle, die ich
anziehe wie einen Ganzkörperanzug.
Er schützt mich vor dem Lärm
Er schützt mich vor sich selbst
Das darauffolgende Schweigen ist genug.
Manchmal ist es so laut
Ich höre den Lärm nicht mehr
Ich höre nur das Schweigen in mir
Ich spüre nur die Stille in mir.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich lebe in zwei Welten
und sie treffen sich selten –
Das einzig Verbindende
zwischen ihnen am Ende
war mein kurzes Dasein,
häufig einsam und allein,
auf der Erde.
Licht, Licht, Licht, es werde.
Ohne Klage. Ohne Beschwerde.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Geben oder nehmen Lernen und dankbar sein Oder sich ärgern und sich schämen Leben oder Schein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wie Gespenster
Stolpern sie um her herum
Süchtig nach leeren Drogen
Ohne Heilmittel, ohne Gegenserum.
Das Bewusstsein, das einst war,
Die Persönlichkeit, ist verloren –
Im Bahnhofsviertel ist Bewusstsein gestorben,
Im Bahnhofsviertel ist Bewusstsein geboren.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wir erstellen viele Erinnerungen
Aber die meisten von ihnen
Vergessen wir wieder.
Wir treffen viele Menschen
Doch die meisten von ihnen
Treffen wir nie wieder.
Einmal und nie wieder –
Wann dieses Wochenende
Kommst Du zu mir?
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Es gibt nichts in der Welt da draußen
Alles hast Du bei Dir drinnen –
Es gibt nichts in Dir, Du bist leer,
Suche in der Welt draußen mit allen Deinen Sinnen.
Das Hälfte findest Du in Dir,
das andere Hälfte wohnt außerhalb von Dir,
und zum Teil sogar in mir.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Behalte es in Dir, wenn Du möchtest, daß es wächst - In Dir ist der natürlichste Garten, der Heimatboden, positiv verhext. Und es wird wachsen und gedeihen, Gleichartiges verleihen und leihen, Reife erlangen, und voller Erfüllungsdrang wird es sich von Dir befreien. Aber egal wie groß die Welt ist und egal wo in der Welt es hingeht und verschwunden zu sein scheint, wird es eines Tages zu Dir zurück kehren, denn es bleibt mit Dir verbunden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Meine Gedanken überholen meine Schritte überqueren die Straßenseite von Ordnung, Moral, Sitte während ich ruhig weiterlaufe. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Unter uns Zwischen uns Über uns Neben uns Vor uns Nach uns Hinter uns Um uns Wegen uns Trotz uns In uns Auf uns lastet der Druck des Unwissens und des Wissens des Unwissens der Ursache der Distanz in der Nähe ohne Distanz. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung