Wie viele Gedanken fallen dem Regentropfen ein während er langsam fällt von Wolke zum Stein? Denkt er an seine Heimat die er für immer verlässt? Denkt er an seine Heimat, der er nähert und bald nässt? Du verlässt Deine Heimat und kommt wo anders an; Und siehe: Du bist Zuhause in einem neuen Land. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Dichtung
PRIMITIVES ZEITALTER
Wir leben noch in primitiven Zeiten, in den grauen Vorzeiten lange vor unserem Erwachen, über die wir einst unzählige Seiten im Buche des Lebens lesen werden ohne Lachen - Denn was ist wirklich fortgeschritten und hochentwickelt in dieser heutigen künstlich- pseudo- intelligenten Welt, wo die Mischung aus Hass, Gier und Geld uns am Laufen hält? Erwachsene Menschen dem Hass schamlos ergeben - Es muss eine höhere Art geben, als Menschen zu leben. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
500 JAHRE SPÄTER VIELLEICHT
Frage mich 500 Jahre später wenn ich das 3. Mal wiederkehre Frage erneut, 500 Jahre später, über die Bewahrung meiner Ehre in den Blicken der Einheimischen gerichtet an die Ausländischen. Heute wäre es zu früh Morgen auch und übermorgen Jeder Blick ist Dejavü Täglich mache ich mir Sorgen Aber vielleicht in 500 Jahren werden wir Achtung erfahren. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DIE BLÜTEZEIT
Unkraut kaut an meinen Wurzeln unter meiner Haut - Lieben ist puzzeln. Was ist gesund? Was nicht? Gibt‘s einen Grund? Treue oder Pflicht? Alles entfernen oder alles drin lassen? Nicht in den Kernen kannst Du sie erfassen Sondern die Blütezeit erst lässt erkennen ob weiter zu zweit oder am besten trennen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER DRANG NACH ENTWICKELUNG
Irgendetwas will, es will raus - In mir tobt April wie ein Kind Zuhaus. Lass mich hinaus als Kind in die Welt - ich komm zurück nach Haus fertig und entwickelt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
TIEFE UNRUHE
Ich mag die Tiefe Aber, viel wichtiger, die Tiefe mag mich. Magst Du die Tiefe? Denn, Oberflächlicher, die Tiefe sucht Dich. Hör auf davon zu laufen Du kannst Dich nicht frei kaufen Sie wird Dich mit Unruhe taufen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
FLUSSBLATT
Ich bleibe Ausländer Flügel äußerer Ränder Ein Blatt auf dem Fluss vorbeifließend. Ein Gruß aus der Ferne, missverständlich stets beobachtend nachdenklich Sichtbarer Blitzableiter für Neugier für Habgier für Freundlichkeit für Feindseligkeit Ein Aussenseiter. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WEGGEFÄHRTEN, MENSCHEN UND BERGE
Die Berge bücken sich runter zu mir grüßen mich Ich nicke zurück eben so ernstlich eben so freundlich Schulter an Schulter fahren wir Weggefährten waren wir Doch wie bei allen Reisen trennten sich unsere Gleisen irgendwann. Sie blieben zurück mit einem Rück - und dachten vielleicht dasselbe von mir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
OSTERNACHKLANG
Mein Blut blüht auf, eine Blume in April - Der Ostern ruft: „Lauf!“ Ich erwache! Ja, ich will! Wo kommst Du denn her, einsamer Glockenklang?, singend, „Näher!, komm näher, Ich bin erst der Empfang. Da, wo wir herkommen, klingt es tausendfach schöner.“ Da, wo WIR herstammen? „Ja, da ist‘s wunderschöner. Ich bin aus Deiner Heimat und läute Dir den Weg zurück, o Menschenblatt, im Lebensbuch ins ewige Glück!.“ Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DIE GRUNDEINSTELLUNG
Die Grundeinstellung Demut, Mut, Bescheidenheit, Nichtigkeit, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Einfachheit, Die Grundausstattung Für die Reise zum Frieden Wir sind alle der gleichen Herstellung Egal wie verschieden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
