
Im Land der Stille
wächst der Wille –
und wenn er reif
geworden ist und bereit
durchbricht er die Hüllen
denn er will erfüllen
denn er muss erfüllen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Im Land der Stille
wächst der Wille –
und wenn er reif
geworden ist und bereit
durchbricht er die Hüllen
denn er will erfüllen
denn er muss erfüllen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Der Winter ist noch da
und schon vergangen
Wie kann das sein?
Der Frühling ist schon da
aber noch nicht erschienen
Sein ist nicht Schein.
Die Ehe ist noch da
und längst zu Ende
Zusammen ist jeder allein.
Der Weltkrieg ist schon da
aber noch nicht ausgebrochen
Wirklich? Aber jein.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wir fangen bei jeder neuen Generation wieder von Null an, als hätten wir nicht bereits in der jeweils vorherigen Generation alles gegen Hass getan und seinen Anpassungsanreiz. Sisyphus war kein Mensch, er ist die Menschheitsgeschichte - Die Hartnäckigkeit unserer Tendenz zu reinkarnieren unsere Bösewichte. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Viel zu viele Füße tasten laufend über meine Fragen ohne Antworten anzubieten die mir mehr als das Gesagte sagen. Wer mit reden will, muß mehr sagen mit weniger Worten als mehr Worte hätten sagen können in mehr Sekunden, Minuten, Tagen. Es ist die Stunde der Wahrheit. In jedem Lande, an jedem Orte zeigen Menschen und Völker ihr Gesicht denn Taten reden lauter als Worte. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Das Politische ist der Brückenkopf, löst aber selbst das Problem nicht - Liefert nur das, womit die Volksseele ihn erfüllt, ist also nur sein Angesicht. Ist es hässlich, ist es wahr. Ist es menschlich, ist es wahr. Ist es zwiegespalten, ist es wahr. Die Politik hat die Macht. Die Gesellschaft hat die Triebkraft - und sie ist aufgewacht, hin und hergerissen, Gewissen ohne Haft. Ist es hässlich, ist es wahr. Ist es menschlich, ist es wahr. Ist es zwiegespalten, ist es wahr. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Aus dem Nichts kommt nichts - Jedes Gedicht ist ein Gesicht einer unsicht- baren Schicht Dunkel oder Licht das einbricht ein kurzer Bericht ein kleines Gericht beladen und schlicht - Nichts ist es nicht. Jedes Lächeln, jede Lüge, jedes Gebet jeder bekannte und unbekannte Komet alles, was Ihr seht und nicht ganz versteht egal ob es bleibt oder ob es wieder geht egal ob es stets gedeiht oder einst vergeht alles hat einen Anfang und er ist konkret. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wenn ich könnte, würde
ich nicht in meinen Blog hinein dichten,
sondern auf Eure Seelen, die Hürde
direkt an dem Herde vernichten,
die auf dem Geist wie eine schwere Bürde
lastet, Schichten auf Schichten auf Schichten.
Erblindend. Frage Dich tausendmal warum,
warum ist die Menschheit so blind, so dumm?
Machen die Waffen die innere Stimme stumm?
Jede Kultur sieht sich selbst als Zentrum.
Summa Summarum:
Nichts macht so blind wie das Herrenmenschentum.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Die einen wachsen Die anderen welken Auf jedem Blatt steht Geschichte geschrieben Andere Lebensadern, andere Gedichte Alle aus dem selben Buch getrieben Wenn Du nicht genauer hinschaust Läufst Du an tausend Menschen vorbei Und erkennst nicht, wie eigenartig Jeder von uns ist. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wie laut Du warst Als Du schwiegst Wirst Du nicht verstehen Wie stumm Du warst Als Du redetest und schrieest und lachtest Das weißt Du ganz genau. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich werde viele Freunde verlieren und wenige gewinnen - Weniger ist mehr. Weniger Du, mehr Sie. Weniger Melodie, mehr Harmonie. Weniger grübeln, mehr empfinden. Weniger kopieren, mehr erfinden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung