Irgendwann ist der Tag zu Ende
Nach dem Tag und Nacht eine Weile
Nebeneinander
Miteinander
Ineinander
Zusammen gelebt haben
Aber niemals füreinander.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Irgendwann ist der Tag zu Ende
Nach dem Tag und Nacht eine Weile
Nebeneinander
Miteinander
Ineinander
Zusammen gelebt haben
Aber niemals füreinander.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Zeit ist für mich
wie ein schmaler Pfad
auf eines Messers Schneide
mit nur der Ernsthaftigkeit mir zum Geleite.
Keine Zeit für mehr Zeit
Keine Zeit für weniger Zeit
Keine Zeit zum Reisen
Keine Zeit zum Bleiben
Keine Zeit zum Leben
Keine Zeit zum Sterben
Keine Zeit für nichts
Keine Zeit für alles
Zeit gibt es nur für jetzt
Hier und jetzt
Unversetzt
Ungehetzt
Geschätzt
Verschätzt
Zu allererst und zu allerletzt.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
In der Natur ist nichts sauber
Nichts vollkommen
Nichts formvollendet
Nichts frei von allem anderen
Alles hat ein bisschen Dreck
Und ein bisschen Schmutz
Und irgendwas Fremdes
An sich und in sich
Das Leben ist ein vollkommenes
Miteinander und Beieinander
Füreinander, Aneinander
und Aufeinander zu und Ineinander
Mal rau und grob
Mal sanft und fein
Aber niemals wirklich glatt
Sondern vollkommen natürlich.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Um mit Menschen umgehen zu können
musst Du Dich kleiner machen als sie
und größer machen als sie
aber niemals gleich groß.
Machst du dich ihnen gleich,
verachten oder missachten oder hassen
sie Dich – Nur das andersartige
ist sicher vor der Familiarität Dolchstoß.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Mein Herz ist voll
Ist voll mit Schweigen
Und Erwachen
Das Erwachen von
Neuem Leben
Und lautlosem Lachen
Weitergehend ich
Auf neuen Wegen
Mit meinen sieben Sachen
Bereit, für meine Ziele
Alles Schmerzvolle zu ertragen
Und alles Gute zu machen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Zu viele Worte
Ich schweige lieber
Aber ich muss reden
und gesellig werden wieder.
Keine Ruhe im Sterben
Keine Ruhe im Leben
Willst Du ruhig werden
musst Du zuerst streben!
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich denke an Dich
und vergesse Dich nie
Aber verloren bist Du
im Wald meiner Erinnerungen
in der Wüste meines
verlassensten Gedächtnisses.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Nimm
was Dir das Leben anbietet
Mehr gibt es nicht zu haben
Die Zeit ist der Raum
den das Leben an Dich vermietet
Eines Tages musst Du dafür zahlen
Verboten ist nur
was Gott Dir verbietet
Alles andere ist da zum Haben.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich liebte sie
mit allem, was in mir war
Aber es verfehlte sie um ein Haar.
Und ich wuchs über mich hinaus
und über sie hinaus
und wurde mehr als ich vorher war
und traf Dein Haus
Jetzt liebe ich Dich
mit allem, was in mir ist
Und es trifft genau das, was Du bist.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Eilig
Ich habe es eilig
Aber das würdest Du nie ahnen
So langsam wie ich mich bewege
Äußerlich ruhig
Trotz aller Widrigkeiten meiner Bahnen
Aber innerlich stets rege.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung