Gute Nacht Berge Himmlische Zwerge In meinem Empfinden bitte nie verschwinden Egal wie tief der Fall Egal wie dunkel das Tal erweckt in mir manchmal Eueres Rufes Widerhall… Eueres Rufes Widerhall. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
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NOCH EIN LÄCHELN ÜBRIG
Ein Lächeln habe ich übrig Wem soll ich es schenken? Laute Welt, bitte werde ruhig Laß mich in Ruhe klar denken Eine kleine Kerze, gut geschützt, kann tausend Kerzen anzünden Ein ernstes Lächeln unterstützt schmerzvolle Sühnen von Sünden Ein Erdenleben, ernst genommen, kann ein ewiges Leben bedeuten Ein Lächeln, von Innen gekommen, schlägt die meisten Therapeuten Laute Welt, werde jetzt ruhig, Die Zeiten sind am Wenden. Ein Lächeln haben wir noch übrig Wir wollen es nicht verschwenden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EIN ERNST
Zu viele Worte Nichts gesagt Im Herzen ein Ernst Zu tief für Worte Ein Ernst, der dies beklagt: Zu viele Worte Nichts gesagt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
VORZÜGE DER LANGSAMKEIT
Es fehlt Dir Klarheit? Dann, warte ein bisschen bevor Du Ja sagst ein bisschen bevor Du nein sagst - Dieser Moment ist Deine letzte Karte. Vieles kann in Dir noch geschehen innerhalb wenig Zeit. Die Welt könnte sich plötzlich drehen, tauschen nah mit weit. Du würdest etwas Neues sehen, was Dich von Zweifel befreit. Und plötzlich wirst Du verstehen die Vorzüge der Langsamkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
KERZEN
Einige werden stehen, Kerzen, brennend, erhellend, lichtspendend, in mitten schattenhafter Schmerzen, mutmachend, Hoffnung erweckend. Sonderbar, wie und wo sie auftauchen, in allen Ständen, in allen Berufen; ruhig, mit einem Halt, den andere brauchen, begegnen sie uns auf allen Lebensstufen. Und dann geben sie von ihren Flammen weiter und immer mehr Lichter fangen an zu scheinen und das Lichtmeer wird größer, tiefer und breiter und läßt schließlich die ganze Welt in Freude erscheinen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FREUNDSCHAFT WIRD IM HERZEN
Freundschaft wird im Herzen der Feinde entstehen, wenn Du mit ihnen durch ihre dunkelsten Täler gehst und sie Schritt für Schritt Dir in die Augen sehen und sehen, wie Du unerschütterlich menschlich stehst. Verschwende Dein Erdenleben nicht mit Rache; Weit in der Vergangenheit liegt die wahre Ursache. Es gibt wenig Unterschied zwischen Engel und Drache. Verzeihe, liebe und lache. Empfinde, bete und wache. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DAS UNVOLLENDETE IST IMMER GEGENWÄRTIG
Die Gegenwart ist Dir immer modern, so war es auch in Zeiten alt und fern. Nie war es wichtiger als in diesem Moment zu weilen treu in Deinem Element, auszuleben intensiv Dein tiefstes Talent. Als ich diese Worte schrieb, heute früh, waren sie neu. Jetzt am Abend, deja vu, wiederholen sie sich, den morgigen gleichwertig. Das Unvollendete ist immer gegenwärtig - Unsere uralte Geschichte ist noch nicht fertig. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EINFACH SEIN IST EIN FACH FÜR SICH
Niemand kann mich so gut tun wie ich. Alle anderen tun nur sich und nennen es mich. Aber nur ich kann mich tun - richtig und gut tun. Einfach sein ist ein Fach für sich, Du kennst und kannst nur Dich. Der Sonnenaufgang kann nimmer des Sonnenuntergangs Schimmer wiedergeben. Sich selbst sein, das Einfachste in der Natur, ist das Schwierigste in der Kreatur. Denn sich selbst sein ist anders sein als die schützende Gleichart manchmal, und andermal gleich sein mit Normal. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DER NORMALE AHNSINN
Die, die dich anlächeln, verletzen Dich nicht weniger als die, die Dich anfeinden Die, die Dich anhimmeln, sind Dir nicht weniger gefährlich als die, die zu Dir gemein sind Denn sie alle kennen Dich nicht. Empfindungsmensch sein ist normal, ist Freude, ist Pflicht. Ist der ganz normale Ahnsinn. Alles hat ein Woher und ein Wohin, nicht im Äußeren, sondern Innen drin. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MENSCHEN VERINNERLICHEN
Ich habe so viele Menschen verinnerlicht Ihr Dunkel, ihr Geheimnis, ihr Streben, ihr Licht Unzählige Geschichten tragen mein Gesicht Du kennst mehr Menschen als Du weißt Hast Erinnerungen gespeichert in Deinem Geist während Du von Leben zu Leben unruhig reist Jede Begegnung, die uns innerlich trifft, hinterlässt einen Abdruck in unsichtbarer Schrift eingemeißelt in unsre Geschichte mit ewigem Stift. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Einige werden stehen, Kerzen,
brennend, erhellend, lichtspendend,
in mitten schattenhafter Schmerzen,
mutmachend, Hoffnung erweckend.
Sonderbar, wie und wo sie auftauchen,
in allen Ständen, in allen Berufen;
ruhig, mit einem Halt, den andere brauchen,
begegnen sie uns auf allen Lebensstufen.
Und dann geben sie von ihren Flammen weiter
und immer mehr Lichter fangen an zu scheinen
und das Lichtmeer wird größer, tiefer und breiter
und läßt schließlich die ganze Welt in Freude erscheinen.
Che Chidi Chukwumerije