Zimmer umgeräumt
Altes weggeräumt
und weggeschmissen
Gedanken freigeräumt
Neue Träume geträumt
aus befreitem Gewissen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Zimmer umgeräumt
Altes weggeräumt
und weggeschmissen
Gedanken freigeräumt
Neue Träume geträumt
aus befreitem Gewissen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wer hat hier gelebt geliebt
In Frieden im Krieg
Brunnen und Mauer gebaut
In die Augen seiner Geliebten geschaut
Gebeten, gelacht
Über die Zukunft nachgedacht
Gehofft, Freude und Angst gespürt
Das Herz seiner Mitmenschen gerührt
Und für diesen Ort sein Leben
Ohne Zögern gerne gegeben
Hier gealtert, an Gott geglaubt
und sein Körper hier zurückgelassen
als er mit Fragen in seinem Herzen starb?
Denn auch er mußte eines Tages fort?
Wo ist er heute?
Weiß er, daß ich über die Reste
seines geliebten Heimatdorfs
nachdenklich spaziere
und mich frage, was aus seinem Geist
geworden ist?
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Kurz bevor es dunkel wird
schlafen die Bäume ein
wie müde Wachsoldaten
verfallen ihren Träumereien
Der Zug, wie ein Schlafwandler
betritt freie Räume ohne Bein
ohne Fuß ohne Zeh ohne Schuh
Fährt fast ohne Geräusch mich Heim.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Sonntag Nachmittag
Die Stadt geruhsam wie ein Schlafwandler
Dreht sich in der faulen Märzsonne
Einzeln, in zweier Dreier Gruppen
Die Menschen schweben unbekümmert vorbei
In Zeitlupe
Sie sind die nachträglichen Gedanken der Stadt
Die Antwort des Wochenendes auf die alte Woche
Die Fragen des Wochenendes an die neue Woche.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung