Be present
In the moment
Or when your moment comes
You will be absent
In it.
– Che Chidi Chukwumerije
Be present
In the moment
Or when your moment comes
You will be absent
In it.
– Che Chidi Chukwumerije
Der Schnee ist den Gipfeln gewichen
Er ist geschmolzen
und mit einem leisen Seufzer
nach Hause gegangen.
Hier und da wie auf einer Leinwand
behält der überraschte Berg
eine zarte Erinnerung an seinen Gast
langsam verblassend
Und der blaue Himmel hoch da oben
der schiebt die Wolken auseinander
blickt mit Verlangen auf den Berg
und vermisst den Schnee.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

Is the future
a story we read in the past
and forget in the present?
Or is tomorrow
a story we wrote yesterday?
and life is reading it back to us today.
– Che Chidi Chukwumerije
#poemsthatmakeyouthink
Wie oft schon liefertest Du
den zweiten Schlag
und bereutest es bereits
am nächsten Tag?
Wie oft schon ertrugst Du
den letzten kuss
und littest, denn es schmeckte so
sachlich wie ein Muß?
Irgendwas hat sich geändert
Die Welt wird nimmermehr dasselbe sein
Das alte ist vergangen
Kein’ zweiten Schlag, kein’ letzten Kuss
Zieh einfach weiter mit neuem Geist
und reinem Verlangen.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Durch meine Kinder wurde ich als Deutscher neu geboren
Meine Kinder sind als Deutsche meine Eltern
Meine Gedichte sind als Denker meine Lehrer
Meine Freunde sind als Menschen meine Familie
Meine Tage sind als Lebenszeit meine Nächte
Und meine Nächte sind hell, weil ich endlich wach bin.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
die Igbo nannten ihn Amadioha
die Yoruba nannten ihn Shango
die Normannen nannten ihn Thor
alle, unabhängig von einander
erblickten ihn den Donner schaffend
jahrtausendelang hoch im Himmel…
die Christen kamen und sagten
ihn gab es nicht und niemals
ihn kann und hat es nie gegeben…
alle, die ihn im Blitzlicht des Donners sahen,
sahen definitiv Illusionen – oder lügten
oder beteten falsche Götter an
alle, unabhängig von einander,
über unüberwindbare Distanzen,
ja, und jahrtausendelang. Donnerwetter.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
All power belongs to God, and only to God. If power is given to you, then you are just temporarily a vessel through which power in part will seek to fulfil the Will of God.
If you try to wield power and to bend it to your own will, and use it solely in service of your own ego and volition, then it will turn against you and destroy you, even if this destruction only becomes obvious to you after you have left this earth and it is too late to stop or reverse your self-destruction via power.
This is the worst kind of destruction, the one that becomes visible only after you have left the earth. You will have to come again as a baby and live a new life, to attempt to painfully undo the errors of the former.
Power is a very strange thing. It is not what you think it is. It is not what you see or think that you are seeing. What you see as power, no matter how obvious or subtle it may be, is just a temporary vessel through which power seeks to fulfil the Will of God. For all power belongs to God.
– Che Chidi Chukwumerije.
In letzter Zeit
schweigt der Morgen
der Abend redet mit mir
In letzter Zeit
schweigt meine Jugend
und meine Kindheit
Das langsam nahende Alter redet
zu dem Mann in mir
doch ich verstehe nicht
Nur das verlorene Kind
das schweigsam gewordene
hätte es verstanden.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Heute haben wir die Wohnung
geputzt und ausgemistet –
viele alte Gedanken und Gefühle
die in Spinnweben sich eingenistet
hatten, kehrten wir runter –
Versteckzeiten sind befristet –
unsere Geschichten sind im
Buch des Lebens aufgelistet.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
The greatest strength
is the strength to look beyond
your own strength
and find in your weakness
strength in other people’s strength.
– Che Chidi Chukwumerije
#poemsthatmakeyouthink