Nach dem der Lärm der Stille gewichen ist, Und die Zeit zum Suchen verstrichen ist, Und die Seele endlich ausgeglichen ist, Spüre ich Dankbarkeit in mir für den Schmerz, Für die Reise, für mein wachgerütteltes Herz, Denn es zieht mich nun innig Heimwärts - Dorthin, wo mehr Nähe zum Göttlichen ist. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Dankbarkeit
NACHTSCHWIMMER
Guten Abend Dankbarkeit im Herzen habend lege ich mich zu den Träumen hin die schlummern in Räumen in mir hier drin Nein bei mir gibt es keine Schlafzimmer Ich ziehe mich aus, tauche ein, Nachtschwimmer Einen Tag mehr hat die Ewigkeit gewonnen heute im Land der Tausend Sonnen Und mein Träumen hat begonnen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
SILVESTER 2022
Ich danke von Herzen Euch allen
Die Ihr mit mir Euere Wahrheit geteilt habt
Die nachdenklich stimmenden, die schmerzvollen
Die glücklich machenden. Es hat geklappt:
Das Jahr hat aus mir lang Ersehntes gemacht:
Aus Jahrhundertschlaf bin ich aufgewacht
Und gehe rüber ins Neue Ja heute Nacht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DANKBARKEIT DEN ÜBERSEHENEN
Ich liege im Hotelzimmer und sehe alles außer der Lichtquelle in dessen Lichtschimmer ich alles sehe an Ort und Stelle - Eine einfache Tischlampe an der Bettseite. Manch einer verschafft uns Freizeit, doch die teilen wir lieber mit anderen - Manch einer macht uns bereit; damit arbeiten wir aber lieber bei ‚Besseren‘ - Der erste am Ende ist häufig der zweite. Dankbar möchte ich denen sein, die immer und selbstlos in Liebe geben… und Dem ohne dessen Da-Sein wir niemals hätten Bewusstsein und Leben noch das Ahnen deren wahrer Tragweite. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ABENDRUHE
Es passte gerade noch
Der Ernst des Abends
Das fast greifbare Gefühl des sich Labens
Am Geräusch des abendlichen Lebens
Die Dankbarkeit aller Teilhaber am Leben
Vom höchsten Berg bis zum dünnsten Grashalm
Das Geschenk eines weiteren Tages
Erleben gedurft zu haben
Und ich… und ich… schweige.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SCHÖPFEN
Durch Dich dämmert es mir
Was das ist – Weiblichkeit.
Ich schöpfe und schöpfe aus Dir
Wie aus einer Quelle zur Unendlichkeit.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ABENDBROT
Der Hügel traf die Sonne fallend
Überrollte die Sonne auf seinem Rücken
Lachte schallend
Mein Herz zweimal nachhallend
Konnte sein Lachen nicht unterdrücken.
Und dieses Lachen hallte weiter
In unserem Abendessen im Familienkreise
leicht und heiter
Wurde spöter zur Himmelsleiter
Bei unserem Abendgebet, leicht und leise.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
HERR…
Ich danke Dir
Für ein volles Jahr
Das schnell ging und langsam
Gleichsam
Für jede als Gedicht
Getarnte Einsicht
In der Weisheit und der Liebe
Getriebe
Für das Reifen
In meinem Begreifen
Für die Gabe
Einer neuen Aufgabe
Immer wieder
Immer und immer wieder
Für das alte und das neue Jahr
Für das Begegnen und Beseitigen jeder Gefahr
Für Deine Güte, Herr, und Deine Treue
Und Vergebung, nach allem, was ich bereue
Für den Ruf der Ewigkeit
In aller Ewigkeit, in aller Ewigkeit.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
JEDEN TAG EINE NEUE SONNE
Und täglich grüßt die Richtung
Die Du gehen musst
Bewusst oder unbewusst
Und täglich grüßt die Lichtung
Wo Du Dich ausruhen
Darfst und Einfaches tun
Und täglich grüßt die Sichtung
Deines Mondes Deiner Nacht
Monde zögern, Deiner lacht
Und täglich grüßt die Gewichtung
Deiner Lebensziele
Denn sie sind viele
Und täglich grüßt die Dichtung
Denn durch Wiederholungen kriegt
Der Tag das Jahr langsam besiegt.
– Che Chidi Chukwumerije
2019: Das 1. Jahr der deutschen Dichtung
LICHTLEIN
Abend – Ein Vogel, wie ein Gedicht
Zieht weit oben am Himmel vorbei
Ich fliege eine Zeitlang und sachte mit
Wie eine Erinnerung tief in Dich hinein.
Dieses Jahr kommt nimmer wieder
Dieser Abend und dieser Moment
Doch dieses Gedicht hält ewig nieder
Den letzten, schönsten, vierten Advent.
– Che Chidi Chukwumerije
2019: Jahr der deutschen Dichtung
