BEGEGNUNG IN OSAKA, 23.02.2020
So eine schöne Begegnung, aus der ich so viel mitnehme. Vor allem: Es ist gar nicht so schwer, Verständnis für einander zu entwickeln und in Frieden miteinander zu leben, wenn der Mensch es einfach wirklich will! Und was anderes habe ich auch gelernt: Die Macht des früh (falsch) Gelernten oder Verinnerlichten. Ich zähle seit ich von den Alpen das erste Mal erfahren habe, vor vielen Jahren, die Zugspitze irgendwie zu der Schweiz! Frag mich nicht warum. Liegt nicht mal an deren Grenze. Dieser Fehler hat mir jahrzehntelang still schweigend gefolgt und mich heute in Osaka eingeholt. Anhand solcher Kleinigkeiten merke ich, daß ich nicht in Deutschland zur Schule gegangen bin. Bei “Wer wird Millionär?” würde ich eher an den ersten 5 Fragen scheitern, als an den restlichen 15. Also muß ich, nach dem ich Osaka besucht habe, auch endlich mal die Zugspitze mit einem Besuch erstatten. Denn interessante Menschen und interessante Begegnungen gibt es überall, wie man sieht. 😉
*ps – the highest mountain in Germany is called the Zugspitze.
Das vertraute Wir
kam plötzlich aus dem Nichts
Die Botschaft jedes Gesichts:
Wir sind hier
und unser Wir ist auch Hier.
Aus Schmerz wird Stärke
Aus Schwäche wird Zusammenschluss
Aus Spaltung eine neue Zusammensetzung
Aus Vielfalt eine neue Nation
aus alten Tugenden und neuem Mut!
Wir liegen wach seit einem Tag
und einer Nacht und halten Wacht
nach dem Orkan, der kam und kam
und kam noch nicht. Die alten Gefühle
sitzen noch fest in der Windstille
auf der Landschaft mitten im Gewühle
unserer äußerlich gemäßigten Gesellschaft.
Nur einer ist unruhig: der alte Wille
zur Erneuerung ohne Veränderung.
Doch wie kann unsere Gemeinsamkeit
neu werden, wenn die alten Sitten
und Ansichten noch mitten im Herzen
der Bevölkerung sturmreif und tief sitzen?
Auch neue Fahnen wehen im alten Winde
und in den neu kommenden die Alten.
Auf lebe neu der alte Widerstand.
Schüsse auf die Demokratie
Grüße von der feigen Partei
aus dem Untergrund
Weit unter dem Grundgesetz
Es gibt einen Grund warum
die Gesellschaft einst befreit wurde
von der Herrschsucht der Selbstsucht.
Einschusslöcher in die freie Gesellschaft
Einwegdenken-Motto:
Wir rühren uns nicht vom blinden Fleck
Jenseits vom Grundgesetz,
dem Auffänger und der Schutzhülle
der durch Leid gewonnenen Idealen
einer neuen Menschheit.
Schüsse!
Wachruf an die Wächter der Idealen
Die Schützer des Hohen Traums
Die sich Erinnerer des gestrigen Alptraums
Die Unvergifteten
Die Begreifer des Wertes des Grundgesetzes
Die Torwärter einer menschlichen Zukunft.
Wenn Du den Feind nicht kennst
Ermordest Du 5 Millionen Juden
Denkst, es macht alles besser –
Erhöht hat es nur Deine Schulden.
Jahrzehnte später ist nichts besser
Man ist immer noch nicht Weltherrscher.
Wenn Du den Feind nicht kennst
Scheltst Du mich Neger
Deine Selbstjustiz gibt Dir blind Recht
Vielleicht macht das jetzt alles besser –
Morgen begegnet Dir das selbe Land:
Ein Teil der Realität liegt immer in fremder Hand.
Wenn Du den Feind nicht kennst
Rückst Du immer wieder an den Rand
Alle paar Generationen immer wieder.
Doch warum versinkt es jedes Mal in den Sand?
Warum wird es immer noch nicht besser?
Man weiß doch alles besser.
Wenn Du den Feind nicht kennst
Schießt Du auf fremde Schatten
Bringst Dich immer wieder in Erklärungsnot
Der Haß erzeugt die schwächeren Waffen
Wenn Du den Feind nicht kennst,
Den inneren Lichtfeind in Dir selbst.
Alles kommt heute Nacht zusammen
Alle Seiten des Mondes
Deutsch und undeutsch klingende Namen
Alle Gesichter des Bundes
Dem Haß zum Trotz wird der Liebe Licht
Ausgeschenkt in die Runde
Wir gehen mit Mut und mit Zuversicht
Hinein in des Jahres Ende
Und schaffen zusammen die Wende.