VIERUNDZWANZIG STUNDEN

Was würde ich nicht geben, um
eine fünfundzwanzigste zu bekommen

Noch eine Stunde mit meinen Kindern
und mit meiner Frau mir gönnen

Alles, was mir die restlichen vierundzwanzig haben genommen –

Es sei: Wir holen uns jetzt DIESEN Moment
und nehmen daraus, was wir können.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

SOMMERTAG IM JULI

Sonne und Wolken spielen Fangen
Sommersonne und Regenwolken
Blaue Himmelstücke, unbefangen –
Der Tag wird seiner Schätze gemolken.

Ich trage dieses Bild mit mir
In den Abend und in die Nacht –
Für immer jetzt und für immer hier
Jeder Moment, in dem meine Empfindung lacht.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

ABENDBROT

Der Hügel traf die Sonne fallend
Überrollte die Sonne auf seinem Rücken
Lachte schallend
Mein Herz zweimal nachhallend
Konnte sein Lachen nicht unterdrücken.

Und dieses Lachen hallte weiter
In unserem Abendessen im Familienkreise
leicht und heiter
Wurde spöter zur Himmelsleiter
Bei unserem Abendgebet, leicht und leise.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

DAS JAHRZEHNT DER DEUTSCHEN DICHTUNG

Bis zum 2030
Soll mir das Jahrzehnt
Der deutschen Dichtung sein,
Nebenbei erwähnt.

Denk nicht an die Zukunft,
Erlebe die Gegenwart.
Die Ewigkeit ist ein Topf
In dem der Moment gart.

Täglich suchen Sonne
Und Erde ewig sich;
Täglich liebst Du leben
Und Licht und zärtlich mich.

Der Wind durchblättert täglich
Die Baumkrone da drüben,
Was suchst Du in meinen Gedanken
Von der Sehnsucht getrieben?

– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung.

Fortsetzung von „2019: Das Jahr der deutschen Dichtung“