GEIST, KENNE DEINE AUFGABE

Eine Maschine fragt Dich,
ob sie für Dich denken und sprechen soll.
Sagst Du Ja, vergisst Du Dich,
verlierst Dich, und findest es sogar bequem und toll.

Doch schöpfen ist nicht die Aufgabe von KI,
schöpfen ist die Nahrung des Menschengeistes.
Egal wie schön das KI-Ergebnis ist, kann sie
nie den Geist reifen lassen ohne Selbsterreichtes.

Dem Kaiser des Kaisers, Gott Gottes,
dem Verstand Denken, dem Geist Empfindung,
der künstlichen Intelligenz Sammeln, Grobes,
dem Mensch körperliche und geistige Anstrengung.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

EINBLICK

Jeder Blick
ist Einblick
ins Seelenleben
und Geistesgeschick

Im Augenblick
wütet Sturm und Beben
Im Innenleben.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

AUF DER SUCHE NACH GLEICHART

Auf der Suche nach Gleichart
finden wir welche, die sind gleich zart
oder gleich weich oder gleich hart -
aber worin besteht wahre Gleichart?

Ist Gleichart ein Ausdruck von Kultur?
Trägt Haut die Farbe gleichartiger Natur?
Oder ist es tiefer? Kunst? Musik? Literatur?
Wo findet Geist sie nur? Gleichart pur.

Da ist es! Das magische Wort: Geist!
Was Du wirklich bist und nicht nur heißt.
Das spüren wir in der Empfindung meist -
Was Du empfindest, ist, was Du weißt.

Wirklich weiß. Das spürt jeder für sich allein.
Gleichart kann nur individuell empfunden sein.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

EIN NEUER BUND

Ein neuer Bund
Basiert nicht auf Blut oder Boden
Sondern auf geistigem Grund -
Nur das allein führt nach Oben.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

DU BIST NICHT VON HIER

Egal wie oft Du kommst,
gehen wirst Du wieder -
Der Geist kommt von Oben
und steigt hernieder

Du bist nicht von hier.
Nichts, was die Erde
an Freude oder Schmerz
an Lob oder an Beschwerde

kann Dich befriedigen.
Sie werden Dich kurz fassen
dann Deinen Körper beerdigen
und Deinen Geist entlassen.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

PARADIESISCH

Obwohl die Vögel laut sangen, hörte
der Wanderer lange nur Stille. Nichts störte.
Willkommen in der Natur, dort wo
der Mensch Zuhause ist und seelenfroh.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

EWIG LEBEN

Lohnt es sich
an Gott zu glauben?
Lohnt es sich
an Gott nicht zu glauben?

Wo bleibt der Frieden Deines Herzens?
80plus Jahre können doch nicht alles sein.
Der Brennstoff in mir braucht eine Ewigkeit
Und würde immer noch nicht alle sein.

Spürst Du es nicht in Dir?
Dieses Ewig-bestehen-Können
Ewig-sein-Seien, Ewig-leben-Dürfen?

Spürst Du es nicht auch in Dir?
Der Ewige hat Dich heraus gegeben
Und Dich erlaubt, fort an zu leben.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

BUND DER LIEBE

Es liegt viel tiefer
als mancher denkt,
der Haß. Doch tiefer noch
liegt die Liebe, sie senkt
ihr Wesen bis in den Grund
der Volkesräson und
vervollkommnet unseren Bund.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

TIEFERE EMPFINDUNGEN

Mein Herz behält gerne für sich,
was meinen Verstand nichts angeht -
und das ist wortwörtlich unbedenklich.
Der Kopf schadet nicht, was er nicht versteht.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung

KAMPFGEIST

Der Verstand schaut jedes Mal überrascht aus,
daß ich noch da bin, noch existiere und walte.
Den Geist schaltet man aber nicht so leicht aus,
Er ist menschlich der ursprüngliche, der Uralte.

Suche mich in Schönheit, in Gerechtigkeit,
In Ehrlichkeit und in Wahrhaftigkeit;
Suche mich in Güte, in Menschlichkeit.
Suche mich in Reinheit und in Kindlichkeit.
Suche mich aber stets in Demut.

Suche mich in allen Werten, in jeder Tugend,
In jedem Alter, im Greise, suche in der Jugend -
In jedem Geschlecht, im Privat- und Arbeitsleben,
Du, Verstand, bist von meinem Willen umgeben.
Suche mich in Verwundbarkeit und im Mut,
Suche mich jenseits von Wut,
Suche mich im höchsten Mut, in der Demut.

Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung