EIN GLÜCKLICHES GEDICHT

Zum Glück und Pech
Hab ich Gleiches zu dichten
Ein Gedicht ist ein Versteck
Mehrerer Schichten

Wäre Schicksal Geschichte
Wäre es ein Gedicht
Kein Leben ist lang genug
Zu ertragen Gottesgericht

Es sei, es wären alle Seiten
Eng zusammen verdichtet
Beim Nehmen sind wir gleich
Zum Geben verpflichtet

Alles ist in einem erreichbar
Mache Dein Leben zur Dichtung
Und schließe all Deine Kreise
Mit nur einem Wechsel der Richtung.

Che Chidi Chukwumerije.

WAS MAN HAT, HAT MAN

Nichts erwecket den Neid
Mehr wie glücklich sein
Im Moment, wo wir uns freuen
Startet auch unser Leid

Bist Du die Nacht, Menschenherz
Daß Dir das Licht Weh tut?
Glücklicher, sei auf der Hut
Sonst folgt unweigerlich der Schmerz –

Wie ein Klischee bestätigt
Es sich, wiederholt sich ständig
Wie ein billiger Reim elendig
Und dann bist du erledigt.

Erledigt? Wirklich? Nein!
Bist doch Deines Glückes Schmied
Es gibt einen Inneren Fried
Zerstörbar von nur Dir allein.

– Che Chidi Chukwumerije.

OMEN

Manchmal liege ich namenlos da und weiß nicht, wer ich bin. Und bin glücklich.

Ich rufe mir alle Namen ins Gedächtnis, die ich jemals hieß oder noch heiße, im Spaß und im Ernst, doch – merkwürdig – keiner von ihnen trifft zu.

Ich habe mich daran gewöhnt, mich an meinen eigenen Namen nicht mehr erinnern zu können.

Vielleicht habe ich dadurch die Möglichkeit, wirklich Ich zu werden, Ich zu sein, mich (wieder) zu finden und zu erkennen – nicht im Namen nur, sondern tatsächlich im Wirken.

– Che Chidi Chukwumerije.

GLÜCK UND SEGEN

Wagen
Auf all deinen Wegen
Dich wagen
Das ist dein Wagen

Kein Volkswagen
Auf Massenwegen
Nein. Dein persönliches Wagen
Dich regen

Dich bewegen
Bewegt mich, bewegt uns
Traue dich, zu wagen
Bring mich weg.

Bringe mich, aus dem Gleichgewicht
, ans Licht, das ausbricht
Schicht für Schicht
Ich werde dich nie vergessen.

– CHE CHIDI CHUKWUMERIJE.