KARFREITAG

Karfreitag.
Da wurde die Liebe ermordet. Heute feiern wir wieder den Mord eines Unschuldigen, welcher Mord angeblich uns von genau jener Sündhaftigkeit befreien soll, die uns zu eben diesem Mord getrieben hat.
Dieser Gedankengang ist nicht nur unlogisch, er ist auch schon ziemlich perfide und zynisch.
Hätte die Menschheit Jesu Christus als Gottessohn anerkannt und seine liebestiftenden Worte zu Herzen genommen, hätten sie ihn natürlich nie und niemals ermordet.
Hätte er dann – in dem daß er die Menschen zur Liebe bewegt hätte und dadurch nicht mehr ermordet wäre – in seiner Mission versagt und seinen Auftrag nicht vollendet???
Oder hätte er dadurch erst Recht seine Mission erfüllt und wäre erfolgreich?
Menschen, erkennet bitte endlich Euren Heiland und seine Mission richtig. Nur die Liebe rettet die Welt, nicht das unsinnige Aufopfern eines Unschuldigen und das Glauben an seine angebliche fleischliche Wiederauferstehung. (Denn die war seelisch, nicht fleischlich).
Durch Jesus den Gottessohn sich retten zu lassen, heißt, seine Worte zu Herzen zu nehmen und danach zu leben; und nicht seinen Tod zu feiern – denn der war ein dreister Mord eines Unschuldigsten.
Dadurch zieht man keine Versöhnung und Vergebung Gottes zu sich, sondern seinen Zorn und seine richtende Hand.
Karfreitag.
Ich gedenke heute dem liebe-erfüllten ErdenLEBEN und Wirken eines göttlichen Helfers, der versucht hat, das Licht der Güte in dunklen Herzen anzuzünden, und dessen Liebe durch Haß erwidert wurde.
MÖGE SOLCHES NIE WIEDER GESCHEHEN!!

Che Chidi Chukwumerije
Karfreitag, 19.04.2019

SONNENAUFGANG GESTREIFT

Es wurde plötzlich hell
Ich habe Dich nicht kommen gesehen
Meine Augen waren zu
Kaum hatte ich dich berührt, war’s geschehen
Du atmetest tief und kamst schnell
Der Sonnenaufgang und Du
Und Ruh’…

Wie ein Kanu auf einem Fluß
Schaukel’ ich weiter, denn ich muss
Mich auch endlich zum Schluß
Langsam bringen, noch ein Kuss
Dann wie ein Kanu auf einem Fluß
Fliess ich weiter, Genuss, Genuss
Wann kommt endlich der Gnadenschuss?
Langsam verschwinden ist der intimste Gruß
Wie ein Kanu auf einem Fluß…

Es hört sich besser an als es war
Manch Intimes rührt so sonderbar:
Wie kann etwas so körperlich erregend
Sein und ich so geistig abwesend?

– Che Chidi Chukwumerije.

SONNENBLUME

Er trinkt Lächeln
Als wären sie Wasser –
Vor allem Deine Lächeln
In seinem Gedächtnis
Wenn er sich an Dich erinnert…

Dann blüht er wieder auf
Für ein paar Tage…
Du bist der Schatz
Den er in seinem Herzen hortet –
Und er ist Deine Sonnenblume.

– Che Chidi Chukwumerije
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung

GEHEIMNIS DEINER LIEBE

Dein leuchtendes Herz
Ich will schützen
Du schützt mich

Mein Innenleben
Wärmst Du
Weichst Du auf
Stärkst Du mit Zuversicht
Als wärest Du eine geheime Sonne

Du, eine Sonne
In Dir, eine Sonne
Dein Geheimnis, eine Sonne
Wohnt in Dir.

– Che Chidi Chukwumerije
2019: Mein Jahr der deutschen Dichtung

MICH DRÄNGT ES

Fühle den Drang
Reite den Drang
Er ist ein Gesang
Dem man tanzen kann
Und tanzen soll

Nutze den Drang
Ja, Du bist sein Fang
Befreie Dich nicht
Er hat Dein Ziel in Sicht
Da geht es lang

Glaube dem Drang
Was er von Dir verlangt,
Nur Mut!, mach das!
Ohne den Drang
Bist Du ein leeres Faß.

Eines Tages bist Du älter
Merkst, er ist nicht mehr da –
Zu spät verstehst Du
Er war ein Geschenk
Des Lebens an Dich!

Liebe den Drang
Er ist der geheimer Eingang
Zu Deiner Freude;
Ihn ignorieren oder vergeuden
Wäre Dein Untergang.

– Che Chidi Chukwumerije
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung

UNGEWISSHEIT

Der Gedanke,
Daß er Dich nie
Geliebt hat

Von vornherein.

Der Gedanke.

– Che Chidi Chukwumerije

AUS LIEBE ZU DIR

In Liebe zu Dir
ließ ich alles Überflüssige an mir
fallen. Haare, Ansichten,
eitel übernommene Pflichten,
oberflächliche Verbindungen, und
Zwischenstufen, denn ich bin jetzt rund.

Alles ist heller, lichter,
leichter, offener die Gesichter
klarer die Gedanken, deutlich
spürbarer Empfindungen wortwörtlich
denn die Liebe befreit von Schwäche
und vom Zwang der Oberfläche.

Che Chidi Chukwumerije.
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung

VERZEIHUNG

Es ist erstaunlich, wie viel
Die Liebe verzeihen kann
Der Mann seiner Frau
Die Frau ihrem Mann
Machtlos gegen die Macht der Zeit
Die irgendwann alles befreit

Das werd ich Dir nie verzeihen
Hat jeder mal gedacht
Doch die Liebe, die Herzverräterin
Ach wie sie lacht…
Alles, was sie braucht, ist genug Zeit
Dann ist Dein Herz auch so weit

Und es verzeiht, will verzeihen
Wahre Liebe hat ein Eigenleben
Die Zeit ändert den Liebenden
Erweckt in ihm neues Bestreben
Alter Streit erscheint uns nicht mehr wichtig
Nur Liebe ist dem Herz immer richtig.

Che Chidi Chukwumerije
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung

WIRBELSTURM

Gefühlenkarussell
Dunkel folgt auf hell
Und schnell.

Gestern hasste ich Dich noch
Doch die Liebe ist ein schräges Loch
Aus dem mein Verlangen wieder kroch

Gedanken in Umlauf
Ich habe gelernt, sie
Gar nicht ordnen zu versuchen…

Die Grundempfindung ist vorhanden
Und habe ich sie endlich verstanden
Werden auch die Gedanken landen.

Che Chidi Chukwumerije.
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung.

UNGEHEILT

“Es hat mir richtig tief weh getan
Sein lächelndes Foto als Deinen Chathintergrund
Zu sehen. Nichts ist schwächer als ein Mann
Plötzlich ersetzt, Würde verletzt, Seele wund –

Ist das schwer zu verstehen?”
Wollte er hin zu fügen, doch so lang
War die Trennung schon gewesen
Daß kein Wort über seine Lippen gelang.

Die schlimmsten Wunden sind jene
Die äußerlich schließen und keinen Zugang
Mehr zulassen zur ungeheilten Seele,
Und das Ende trifft nie wieder den Anfang.

Che Chidi Chukwumerije
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung.