Was macht einen Mensch wertvoll? Geld? Macht? Waffen? Schönheit? Aber alles Haben verlangt sein Soll. Wahrhaftigkeit. Liebe. Bescheidenheit. Manche finden den Zugang zum Geldfluss Und sind dann „reich“. Andere nicht. Manchen haben Macht und deren Genuss Und werden hart und weich. Viele nicht. Manche sind körperlich schön - zum Verdruss. Denen ist alles gleich. Den meisten nicht. Doch gut sein und wahr sein und bescheiden sein Ist kostenlos. Das können alle sein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Liebe
RAUM FÜR SPASS
Starr war‘s in Deiner kalten Welt Der Mars in einem dunklen Zelt Wär wärmer Doch ich bin Dein Jedi Dein Dreddy, Dein Teddy, Dein Che und Dein Tschiddy Egal wer, egal was Dich so arg verletzt hat Er, es, ist es nicht Wert. Heute haben wir Spaß an des Schmerzes Statt - Ich hab ein Lichtschwert. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DU BIST MEINE NACHT
Die Nacht überraschte mich mit ihrer leisen Umarmung gekleidet dämmerlich in ihrer abendlichen Tarnung erinnerte mich an Dich eine längst vergessene Empfindung. So tückisch ist Erinnerung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
HERZSPAZIERGANG
Ich würde gerne unbemerkt durch Dein Wald spazieren gehen aber laut sind meine Schritte leider, noch bin ich zu übersehen Kaum tauch ich in Deinem Herz auf so läufst Du mir wild hinter her rufend, Hände nach mir streckend Ich fliehe, jetzt ist’s wieder leer. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
BEDACHTSAMKEIT
Lass uns schweigen denn mich dünkt unser Schweigen ist intimer als unsere vorsichtigen Worte Lass uns Abstand nehmen denn mich dünkt Der Abstand bindet uns fester zusammen als Beisammensein an einem Orte Lass uns warten denn mich dünkt Warten fördert Wachstum der gesunderen Sorte. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WORTLOS
Das erste Wort, das mir einfällt,
wurde mir von Mund zu Mund übertragen,
verpackt in einem Kuss als wir da lagen,
schweigend, fern von der Welt.
–
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DIE BLÜTEZEIT
Unkraut kaut an meinen Wurzeln unter meiner Haut - Lieben ist puzzeln. Was ist gesund? Was nicht? Gibt‘s einen Grund? Treue oder Pflicht? Alles entfernen oder alles drin lassen? Nicht in den Kernen kannst Du sie erfassen Sondern die Blütezeit erst lässt erkennen ob weiter zu zweit oder am besten trennen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
BAUCHGEWÜHL
Deine Handoberfläche
lag auf meiner Brust
Aber nicht meine Oberfläche
erhitzte sich vor Lust
Sondern mein Bauchgewühl
beruhigte sich
Und mein Bauchgefühl
bestätigte sich.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SCHATZ DER LIEBE
Das Ende sucht den Anfang, sonst kommt er nicht zum Einsatz - Der Anfang sucht das Ende, sonst bleibt er zeitlich fehl am Platz. Ich bin Dein Anfang und Dein Ende, Du bist mein Ende und mein Anfang. Gesucht, gefunden, der Liebe Schatz. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
LIEBE VERÄNDERT
Veränderung bleibt unverändert in ihrer Rolle als Veränderung ohne je verändert zu werden. Liebe bleibt aber tut auf einmal weh bis sie ausgelebt wird… dann tut sich nicht mehr weh - aber sie bleibt. Sie bleibt als Erinnerung als tote Stille, dort wo einst Schmetterlinge herum flogen in Deinem Bauch bevor mit der Zeit alles anders wurde. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
