Bevor die Menschen kamen wohnte das Schweigen hier verschönert durch den Vogelsang und das blaugrüne Meer… - der Strand war nicht leer denn ich traf Gedanken hier die Andere schon vorher dachten die vor mir auf dieser Bank saßen und weinten und lachten… - sie wollten die See beobachten doch blickten sie in die eigene Seele und sahen dadrinnen viel Meer viel Leichtes, viel Schweres und hinterließen starke Emotionen hier.. die auf Andere wirken werden immermehr. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Meer
HONG KONG
Die Wolkenkratzer in die Breite in die Höhe in die Tiefe bis weit in die Ferne. Städte sind von Menschen verfasste Briefe, geschrieben auf Papier aus Himmel und Wolken, lesbar nur von oben - begreifbar nur von unten. An wen sind sie adressiert in diesem einsamen Universum? Wir kommen gehen kommen gehen zwischen Berg und Meer und erleben Fremdes und Dejavu. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
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FÜR IMMERMEER

Meer passt zu Dir
Muß nicht reimen
Komm einfach zu mir
wie Gezeiten im Geheimen
Der Mond liegt auf meinem Munde schwer
Ich rufe Dich und Du kommst hierher
Denn Du hörst auf den Namen Immermeer.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
STRANDGUT
Wusstest Du, daß täglich ein Strand Dir Gesellschaft leistet? Denn, und ich spreche nicht von Deiner Seele, eine Gesellschaft ist ein Strand. Ne, ich spreche doch von einer Seele. Kultur, Gedächtnis, Geschichte, Art, Sehnsucht sind der Gesellschaft ihre Seele, wie das Meer dem Strande, das kommt und geht, wegnimmt und hinterlässt. Und so laufen wir täglich am Strand durch die Stadt, durch das Dorf, hinterlassen Fußabdrücke und Flaschenpost, Trophäen und Träume, die von der Volksseele geschluckt werden - Und alles Strandgut, das uns täglich begegnet, das Hässliche, das Schöne, das Neue, das Alte, kommt aus der Tiefe der Volksseele, zeigt sich kurz - und wird wieder geschluckt. Wird wieder verborgen, gehütet und versteckt. - Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Nach dem ich mein heutiges Gedicht schrieb, kramte ich dieses „alte“ Foto von vor 2 Jahren aus. Der Nordsee und vor allem das Wattenmeer haben zu meiner Seele gesprochen.
MUTTERMEER
Das Leben stieg aus dem Wasser heraus
Und machte sich auf dem Lande Zuhaus –
Und jeder See,
an dem ich sinnend steh –
Jeder Fluß,
an dem ich entlang laufen muß –
Am Meer,
am besten Strand ernst und leer –
spüre ich, wie das Leben in mir
zurück gezogen wird, Geburtsort, zu Dir.
– Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WELLEN
Das Geräusch der Wellen
Im Gespräch mit den Ufersteinen
Uralte Liebesgesellen
Flüsternd lachen und weinen
Erd-Wasser Intimrituellen
Meine in Deinen, Deine in meinen
Intellektuellen sozialen sexuellen Naturellen
Ich spüre Dich zwischen meinen Beinen…
Raunt Land zum Wasser
Und Wasser zum Land
Süßwasser und Salzwasser
Regelmäßig gedrückt gegen Felsenwand
Mit festem Herz und fester Hand.
– Che Chidi Chukwumerije
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung
ÜBER DEN ATLANTIK
Die atlantischen Meere
Die atlantische Leere
Die atlantische Lehre:
Auch ruhige Menschen sind voller Leben
Auch lange Strecken sind einst überwunden
Und wenn Gott schweigt, ist das auch ein Segen.
– Che Chidi Chukwumerije
2019: Jahr der deutschen Dichtung
ICH KOMME ZURÜCK
Der Strand ist ruhig
Das Meer nicht
Aus wessen Sehnsucht
Wurde es geboren?
Die Palmen winken
Dem Sonnenlicht
Zu tief getaucht
Ich bin verloren
Ferne am Horizont
Ohne Aussicht
Auf Liebe oder Land
Hast Du dennoch meine Ohren…
Ich höre Deine Einsamkeit
Die der meinen entspricht
Höre, wie Du den Eid wiederholst
Den wir zusammen geschworen.
– Che Chidi Chukwumerije.
2019: Das Jahr der deutschen Dichtung.
