Eine Maschine fragt Dich, ob sie für Dich denken und sprechen soll. Sagst Du Ja, vergisst Du Dich, verlierst Dich, und findest es sogar bequem und toll. Doch schöpfen ist nicht die Aufgabe von KI, schöpfen ist die Nahrung des Menschengeistes. Egal wie schön das KI-Ergebnis ist, kann sie nie den Geist reifen lassen ohne Selbsterreichtes. Dem Kaiser des Kaisers, Gott Gottes, dem Verstand Denken, dem Geist Empfindung, der künstlichen Intelligenz Sammeln, Grobes, dem Mensch körperliche und geistige Anstrengung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Mensch
BLUME IST MENSCH
Blume ist Mensch, wenn Mensch wachsen will, gewässert von Empfindungsströmen tief, innig und still - Vogel ist Mensch, wenn Mensch fliegen will auf Flügeln guter Gedanken, ob laut oder subtil - Freude ist Mensch, wenn Mensch Freude teilen will als selbstlosen Lebenstrunk, als Nahrung und als Ventil. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
PARADIESISCH
Obwohl die Vögel laut sangen, hörte der Wanderer lange nur Stille. Nichts störte. Willkommen in der Natur, dort wo der Mensch Zuhause ist und seelenfroh. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DER WERDEGANG DES MENSCHEN ZUM MONSTER
Der Werdegang des Menschen zum Monster ist eine Strasse des Schmerzes der Hoffnung - Eine kindlich helle Seele wird langsam finster, zerrissen durch fassungslose Enttäuschung, wird im Grübeln immer leiser, immer ernster, erliegt dann irgendwann der Rache Versuchung freiwillig, das kann jeder, selbst ein Reinster, wenn Vertrauen stirbt und kalte Verdunkelung übernimmt tief die Augen, der Seele Fenster. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
UNTERM STRICH
Was verbindet uns alle? Was macht uns alle ähnlich? Was haben wir alle gleich? Empfinden können, sehnlich, egal ob politisch oder unpolitisch, groß oder klein, arm oder reich, Geist macht uns alle menschlich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
KLEINE FLAMMEN
Manch einer, der für die Politik keinen Sinn zu haben scheint, wird zur Veränderung der Politik mehr beitragen als es jetzt scheint, weil er Empfindungen umrührt und Gedanken zum Weiterdenken anführt, das Systeme überdenkt und Menschen vereint. Bleib deshalb, wer Du bist. Deine Art ist wichtiger, als Du ahnst. Menschen erreichen, Menschen veredeln, im Kleinen den Sinn für Frieden einfädeln, Werte reinhalten, die andere besudeln. Das, dem Du den Weg frei bahnst, ist tiefer als heute die Welt noch ist. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DER ZUSAMMEN-HANG VON OBEN UND UNTEN
Wenn Du lange in Dir suchst, in allen Ecken und Räumen in Dir drinnen, in jeder Hoffnung, in jeder Angst, inmitten Deiner jeden Erfahrung, wenn Du kraft aller Deiner Sinnen jeden Gedanke und jede Empfindung untersuchst, findest Du eines Tages nach langem Ringen In Dir den einen Zusammenhang, wo Deine Liebe zu Gott und Deine Liebe zu Menschen im Einklang miteinander schwingen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
OHNE VERSTÄNDNIS
Versteht ein Tier, daß es einen Menschen nicht verstehen kann? Oder denkt es, der Mensch ist nichts mehr, als die wenigen Rufworte, die es verstehen kann? Versteht der Verstand, daß er Göttliches nicht verstehen kann? Oder denkt er, Gott gibt es nicht, einfach nur weil er Göttliches nicht verstehen kann? Menschen reden und reden miteinander und verstehen nicht mal einander gegenseitig. Menschen schweigen und schweigen miteinander und trotzdem verstehen sich nicht gegenseitig. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
VORHANG
Der Tag ist ein geschlossener Vorhang, der eine andere Sonne verdeckt. Wer würde ahnen, daß die Sonne heimlich eine Sonne versteckt? Der Mensch verheimlicht den inneren Menschen, Wirklichkeit ist in Wirklichkeit eine Illusion. Reden ist das Schweigen Deiner inneren Stimme und die Nation birgt eine zweite Nation. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DEMUT UND BESCHEIDENHEIT
Es gibt Momente, in denen wir uns besser dünken als wir sind, vielleicht weil wir es auch tatsächlich sind, aber dann befinden wir uns unter jenen, deren Zeit es ist zu führen, egal ob sie richtig, falsch oder ver-führen; wir sind gefangen in ihren Plänen, denn wir müssen alles erleben - Führung und Unterdrückung durchleben - und reifen durch unsere Tränen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
