Ich treffe Menschen
Und ich treffe Menschen
Menschen treffen mich
Und Menschen treffen mich
Äußerlich
Und innerlich
Und menschlich.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich treffe Menschen
Und ich treffe Menschen
Menschen treffen mich
Und Menschen treffen mich
Äußerlich
Und innerlich
Und menschlich.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ich lebe in zwei Welten
in denen unterschiedliche Gesetze gelten
Aber beim genaueren Hinsehen
muss ich gestehen
daß Menschen überall gleich sind
gleich wissend und gleich blind
und menschlich menschelnd ohne Ende.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Du kannst über Häuser und Länder und Menschen fliegen aber bis Du noch nicht in ein Menschenherz hineingeflogen bist und dort gelandet, hast Du noch nichts von der Welt gesehen, weil nur im Menschenherz der Dir ergänzende Geist ist. Der Geist, der Dir weh tun wird und von Dir vieles fordern wird, der Dich zwingen wird, zu wachsen und neu zu werden. Und die Menschen, die so andersartig von Dir sind, daß sie Dich fördern werden, findest Du nur hier auf Erden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Die Blätter lesen das Wetter besser als die Menschen einander innerlich lauschen und fein empfinden wie Charakterzüge verschwinden und Seelen sich verändern im Schritttempo dahin schlendern hinein in eine Persönlichkeit mit wenig oder gar keine Ähnlichkeit zu der Natur der Vergangenheit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wie viele Geister sind hier? Wie viele Menschen sind wir? Hier oder dort Wir sind alle vor Ort wir und Ihr. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Die Musik ist schön
wenn sie wenig macht
kaum zu hören
weder tanzt noch lacht
und sehr persönlich ist.
Und so sind die Menschen auch
die man wirklich braucht,
die in Dich hineingehen
und Dich innig verstehen
so wie Du bist.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Grenzen machen Menschen Menschen machen Grenzen Grenzen machen Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Ein Fehler ist es,
keinen Fehler zu machen –
Kein Fehler ist es,
einen Fehler zu machen
und darüber zu lachen,
zu lernen und aufzuwachen.
Menschen machen Fehler,
wenn sie wirklich leben wollen;
und Fehler machen Menschen
zu dem, was sie sein sollen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wo können wir uns noch als Menschen treffen? Nicht als Spiegelbilder und Verteidiger der Interessen von Nationen, Kulturen, Völkern, Ethnien, Rassen, Religionen, Gendern, Orientierungen, Ständen, Klassen, sondern einfach als Menschen. Höher als alle diese Identitäten. Verbarrikadiert im Grabenkampf der Identitäten, verloren wie Amnesiekranken in Gruppen-Rivalitäten, gibt es nur noch wenige die für das kämpfen, was wir tatsächlich im Grunde alle sind: Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Der Baum stand da Als wäre er nicht da Und war für alle da Der Mensch stand da Als wäre er wirklich da Und war für niemand da Nur für sich selbst. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung