Wie in Mordor oder dem Imperium, Der Überlegene sieht nur seine Stärke, Begreift allein seine persönlichen Ziele, Kennt nur die Macht seiner eigenen Werke. Die Schwerkraft seiner Arroganz Hält seine Wahrnehmung der Realität Auf sich gerichtet, in sich selbst gefangen, Verpönt Sachlichkeit, verlangt blinde Loyalität. Verteidiger und Verteidigerinnen der Menschheit Werte, Ihr werdet gesucht; Dies ist Euer Kampf zu gewinnen, Jetzt ist Eure Stunde, ergreift nicht die Flucht weg von Eueren Tugenden und Werken. Sehnsucht erfüllt das Herz der Menschheit. Lebt und gebt Eure größten Störken: Menschlichkeit, Wahrhaftigkeit, Einigkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Menschheit
ABENDZEIT
Der Abend ist die Jetztzeit Sonnenuntergang der Menschheit Schwanengesang der Willensfreiheit - Der Abend ist die Jetztzeit versagend. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EINE PERSÖNLICHE SUCHE
So, wie die Menschheit heute ist, kann sie unmöglich sich selbst überleben. Nur Gott weiß, nur Gott kann, nur Gott ist in der Lage, uns die Heilung zu geben. Aber wer weiß denn noch, wer Er ist oder was Er ist oder wo Er ist oder wie Er ist? Wer schämt sich nicht, darnach zu streben? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
KULTURKAMPF
Die Fronten sind verhärtet Lächelnde Augen eisiger Freundlichkeit schütteln sich die Hände mit Feindseligkeit Alles wird einseitig bewertet Der gleiche Geist tobt blind auf allen Seiten bringt sich selbst überall täglich zum Leiden Die Welt wird allseitig gefährdet. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
MENSCHELN ÜBERALL
Wo auf Erden hast Du noch nie die Menschheit getroffen? Nirgendwo. Wir menscheln überall, träumen, zweifeln und hoffen, lieben, hassen, lachen, neiden und lassen, und treffen reinkarniert immer wieder mal Dinge, die wir längst vergaßen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EINE ANDERE MENSCHHEIT
Eine zweite, nein, erste, Menschheit wohnt tief unter der Oberfläche der scheinbar herrschenden Menschheit wie eine unsichtbare Tragfläche - Sie besteht aus denjenigen, deren Geist Gottes Naturgesetze schweigend versteht als die alleinigen Verwalter unser aller Schicksalsnetze. Diese Menschen beteiligen sich auch an Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, an Akademie, Kunst, Sitte und Brauch, aber sie machen alles gewissen-haft. Keiner Nation, Kultur oder Religion gebührt mehr Treue als Deinem Gewissen. Die Zukunft braucht neue Vision und ein in Liebe verwurzeltes Wissen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DIE MENSCHLICHKEIT SCHÜTZEN
Es muss schwer sein menschlich zu sein, sonst gäbe es nicht so viel Rassismus unter uns, Menschen. Sonst gäbe es nicht so viel Volk-Egoismus. Es muss schwer sein menschlich zu sein, sonst gäbe es kein Herrenmenschentum unter uns, Menschen. Sonst gälte die Würde eines Menschen nicht als eines einzelnen Volkes Eigentum. Und von Generation zu Generation müssen wir die Menschlichkeit vor Menschen schützen, die nur als Rasse, als Volk, als Nation agieren - mit Sucht nach Herrlichkeit, Raum und Macht ergreifend mit Hässlichkeit - aber nicht als Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ERKENNTNISSE EINES HERUMREISENDEN
Wir gehen runter und tauchen auf - Jede Altstadt wird bunter beim neuen Umlauf. Die Strassenstimmen in unterschiedlichen Sprachen - Und dennoch, sie stimmen, ob sie weinen, ob sie lachen, stimmen sie überein mit allen Strassenstimmen weltweit. Die innere Stimme ist niemals allein Inmitten der Menschheit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
EINE OFFENE ALTE WUNDE
Aus jedem neuen Munde blüht eine offene alte Wunde Armageddon ist im Grunde eine stets wiederkehrende Stunde Kompromisslosigkeit macht die Runde Die Raketen geben laut Kunde: Religion liegt mit Politik im Bunde. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MIT EINANDER
Das Miteinander Klappt nicht ohne einander Beginnt mit dem Füreinander Und durch die Reibung aneinander Schauen wir tiefer ineinander Entschärfen wir das Gegeneinander Finden wir uns zueinander Laufen gemeinsam oder nacheinander In das echte Miteinander. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
