Täglich die Welt zu umfassen Täglich die Welt wieder zurück zu lassen Täglich zu sein ein Teil der Massen Ohne zu gehören irgendeiner ihrer Klassen Was bin ich? Ich hüte einen Traum Und suche das Land mit dem passenden Raum Um dort zu pflanzen den Friedensbaum. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Weltfrieden
FRIEDFERTIGKEIT
Wenn Waffen alles sind, was Du hast - Massenvernichtungswaffen - weine, geistschlaffe Seele, weine. Du hast den Sinn verroht und verprasst auf der Reise zum Menschen vom Affen. Intelligenz im Aufleuchten verblasst, wo Ziel und Treffer auseinander klaffen. Unter des Evolutionsauftrags Last, gibt‘s nur einen Weg, der dazu passt: die Massen retten durch aufbauendes Schaffen. - Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
UNEINIG
Wer hat die Tür
Geöffnet? Dafür
Muß er hinaus –
Es ist ein müdes Haus.
Der Stuhl kniet
Unter dem Tisch, beriet
Sich unsichtbar
Mit niemandem offenbar
Gefangen ist der Tisch fest
Denn die Stühle knieen zu sechst:
Eigentlich.
Wer sieht denn alles?
Ignoranz des x-ten Males
Würgt. Langsam atmen
Es ist meistens nur raten
Wenig wissen
Das Weltenhaus ist zerrissen
Eigentlich.
Dieses Gedicht
Endet deshalb heute nicht.
– Che Chidi Chukwumerije.
