
Lützerath Ein Staat gegen ein Volk Die Angst gegen die Hoffnung Die Reise in die Zukunft Nimmt abermals eine Umleitung Über die Vergangenheit Kommen wir jemals an? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Lützerath Ein Staat gegen ein Volk Die Angst gegen die Hoffnung Die Reise in die Zukunft Nimmt abermals eine Umleitung Über die Vergangenheit Kommen wir jemals an? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Durchstöbere alte Denkkammer Regale leer Auf Schatzsuche tiefer tauchen Innere Einkehr In Empfindungsfluss hineinfallen Es ist als wär Ich neugeboren. Neues Wohin Aus altem Woher Weshalb ich immer dann wenn ich Mich nicht erklär Richtig liege, ist meins. Aufgetaut Ich schmerze sehr Sinken und steigen gleichzeitig Leicht wenn schwer Das Fließen übernimmt die Kontrolle Und will Meer. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich suchte und suchte Und fand alles Nur das Verlorene nicht Vertrauen Alles Verlorene im Leben Läßt sich wieder finden Nur eines nicht Vertrauen Vertrauen ist wie die Vergangenheit Ist sie weg, Ist sie weg. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Aus der Ferne kannst Du sowohl innerlich als auch körperlich berührt werden. Innerlich ohne sexuelle Auswirkung Körperlich mit starker sexueller Auswirkung in Deinem Körper Wörter Können Dich weinen und jauchzen lassen Dich bluten und körperlich erkranken lassen Dich erschweren und Dich erleichtern Alles aus der Ferne Selbst aus entlegenstem Orte Worte Sind unglaublich physisch Sind Taten. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Menschen wie Bücher jeder neue hat eine Geschichte inne Du musst sie nur öffnen bitte wenden, ständig wenden aufwändig lesen ihre vielen Seiten auf Dich wirken lassen auswendig lernen. Und dann laufe ich durch die Stadt und sehe überall halb Menschen, halb Bücher. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich könnte Dir alles sagen Du würdest trotzdem nichts sehen Wo meine Worte fallen im Garten der Ideen Außer Fragen, die klagen im Magen Deshalb sage ich nichts Damit Du in meinem Schweigen mich hörst Denn sollte ich sagen: Du störst Störte ich Dein Verinnerlichen meines Gedichts. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich kann ein Land nicht verlassen In dem ich nie gelebt habe Ich kann Augen nicht vergessen An denen ich einmal geklebt habe Ich kann einen Traum nicht wegschmeißen Egal ob ich ihn jemals angestrebt habe Oder nicht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung

Sie kleben Plakate Sich Hoffnung Wut Angst Entschlossenheit Wände sind nicht groß genug Straßen sind nicht laut genug Herzen allein böten genug Platz Für mehr als jeden kämpferischen Satz Zum Schutz von jedem gesunden Schatz Vom Fechenheimer Wald zu Lützerath. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
In kleinen Mengen
Schluckt mich
Die Seele der Nation
Verinnerlicht sie mich?
Völkerspeise
Bleibt von mir was übrig?
Und der Gesellschaftsgeist
Wie Yggdrasil wächst, gedeiht
Und nimmer ergraut und nimmer ergreist
In meinem Inneren dem Neuen geweiht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Schweigsame Blätter
Stadtblumen
Seht Ihr mich nicht, Stadtbaum?
Denn Ihr seid meine Retter.
Ranzoomen.
Versteckt Euch nicht hinten am Saum.
Wie ist das Wetter?
In Stimmen leisester Volumen
Ist auch ein guter Gesprächsanfang im geschlossenen Raum
Augenkontakte sind Sprungbretter
Lächeln sind Brotkrumen
Führen uns Einsame zu unserem Traum.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung