Bin so müde bin so wach wie die Nacht wie der Tag sich anfühlt, der Tag wie die Nacht. Tiefe Energie, für den Tag zu dunkel für die Nacht zu hell, bin so müde bin so wach. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Emotionen und Gefühle
GEDÄCHTNISREGEN
Wenn es regnet und die Straße langsam wird und Baum Baum begegnet so wie ich Dich gerne würd … dann hebe ich die Straße auf und laufe mein Gedächtnis hinauf mit Schmerzensgeschwindigkeit denn Du gerätst nie in Vergessenheit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
DIE ANDERE HÄLFTE DER KOMMUNIKATION
Eloquent streiten mit allen unseren Seiten ordentlich fighten denn wir wollen uns gegenseitig besser kennenlernen, nicht einseitig. Höflichkeit ist die Hälfte der Harmonie die Trägerin von Masken, der Ausdruck von Desinteresse, das Herz als Galerie - Wie wäre es mit echtem Druck? Und dem Allerschönsten: Gegendruck. Denn wir wollen uns gegenseitig besser kennenlernen, nicht einseitig. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
AUF IMMERWIEDERSEHEN
Auf immer wieder sehen Sonne und Morgendämmerung kommen und gehen - Dies ist ihre Begrüßung Ich weiß nicht, wo Du bist, wenn Du weg bist Du weißt nicht, wo ich bin, wenn ich weg bin Nur eines wissen wir jedes Mal, wenn wir gehen… wir werden uns wieder immer wieder immer wiedersehen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NUR EINMAL
Die Gedanken, die mir nur einmal einfallen und danach nie wieder… Die frohen Stimmen, die nur einmal schallen und danach nie wieder.. Die Schmerzen, die uns nur einmal segnen und danach nie wieder… Die Menschen, die uns nur einmal begegnen und danach nie wieder. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
ALLEINE GEHEN
Es wird immer den einen Freund geben, einst engster Teil Deines Lebens - eines Tages wird er von Dir weg streben. Du wirst ihn zurückrufen vergebens. Denn manchen Weg muss man alleine gehen; Lass ihn gehen, Du musst zu Dir stehen - Auf Wiedersehen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
LIEBHABERHÄNDE
Der Abend hat Liebhaberhände Passiv aggressiv zart, ich fände Zündend und löschend Brände Deren Herd schwelt ohne Ende Irgendwo an der Dämmergrenze Von Tag und Nacht alle Abende… Berühre mich weiter Traumreiter Ich habe keine Einwände. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
VERSCHENKEN
Mein Herz ist ein Brunnen - Manchmal denke ich, manche Menschen können aus ihm tiefer und mehr schöpfen als ich. Oft verschenke ich das Wesentliche in mir gratis denen mit Verlangen tiefen Grades. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
WUT
Wut! Wie Du in einem Augenblick alles zunichte machen kannst, ein ganzes Leben, ein ganzes Geschick! Wie Du dem Untergang den Weg bannst mit einer Handlung - Tat oder Wort - mit deren Auswirkung Du mehr umspannst als Du, blind, bemerken wirst sofort. Der Pfad, der führte einst zum Glück, wird langsam umgeleitet Stück für Stück - Das Zerstörte kehrt nimmermehr zurück. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
EINSAMKEIT UND GEMEINSAMKEIT
Einsamkeit und Gemeinsamkeit treffen sich gerne. Grüssen sich und mehren sich. Küssen sich und verzehren sich. Einsamkeit und Gemeinsamkeit, so unterschiedlich aus der Ferne, ähneln sich aus der Nähe doch im Kerne. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
