Ein Wort sagt tausend Dinge und ein Ding. Ein Wort schließt tausend Ringe niemals nur einen Ring. Wir hören dasselbe Wort und niemals dasselbe Wort sowie Menschen an einem Ort aber jeder am eigenen Ort. Wir haben zwei unterschiedliche Dinge gehört und dachten, wir hören dasselbe. Wir haben dasselbe Ding gehört und dachten wir hören zwei unterschiedliche. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
der Emotionen und Gefühle
NACHT VOR MORGEN
Der morgige Tag liegt wie ein Berg auf Dir Sorgen und Illusionen Deine Gedanken liegen wie Tausend Berge auf Dir Morgen entpuppen sie sich als Illusionen Genießen wir erstmal die Nacht In ihr sind Morgens Schlüssel geborgen- Alles kommt anders als gedacht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
LACHEN
Weil es nichts Besseres gibt als Lachen Weil es nichts Schlimmeres gibt als Lachen Weil es nichts Ehrlicheres gibt als Lachen Weil es nichts Falscheres gibt als Lachen Weil es nichts Wärmeres gibt als Lachen Weil es nichts Kälteres gibt als Lachen Weil es nichts Einladenderes gibt als Lachen Weil es nichts Abstoßenderes gibt als Lachen Weil es gibt Verbindenderes gibt als Lachen Weil es gibt nichts Trennenderes gibt als Lachen Weil es nichts Beruhigenderes gibt als Lachen Weil es nichts Irritierenderes gibt als Lachen Weil es nichts Integrierenderes gibt als Lachen Weil es nichts Ausgrenzenderes gibt als Lachen Weil es nichts Kindlicheres gibt als Lachen Weil es nichts Älteres gibt als Lachen Weil es nichts Männlicheres gibt als Lachen Weil es nichts Weiblicheres gibt als Lachen Weil es nichts Menschlicheres gibt als Lachen Weil es nichts Unmenschlicheres gibt als lachen lache ich manchmal mit und manchmal schweige ich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
NACHTCAFÉ
Der Laternenschein fällt auf die Straße und es ist Nacht in der schmalen Gasse und Schweigen, das ich wie Stoff erfasse Eine Raum erfüllende umhüllende Masse von Blicken, die ich weder liebe noch hasse nur ertrage beim Trinken meiner letzten Tasse bevor ich ohne Worte die Café verlasse. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SEI GLÜCKLICH
Sei glücklich. Mach Dir keine Sorgen um mich. Du kannst mir nichts geben Außer eines: Lass mich nur mein Leben leben Und Du Deines. Und bist Du darin and dabei glücklich, So erleichterst und befreist Du mich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
RAUM FÜR SPASS
Starr war‘s in Deiner kalten Welt Der Mars in einem dunklen Zelt Wär wärmer Doch ich bin Dein Jedi Dein Dreddy, Dein Teddy, Dein Che und Dein Tschiddy Egal wer, egal was Dich so arg verletzt hat Er, es, ist es nicht Wert. Heute haben wir Spaß an des Schmerzes Statt - Ich hab ein Lichtschwert. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
SCHÜTZE DEIN INNENLEBEN
Hass ist ein Teil des Täglichen, allgemein. Nur die Luft umgibt Dich noch enger. Passt Du nicht auf, atmest Du ihn ein und wirst zum Hasses Rattenfänger. Du wirst dunkler ohne es zu merken, wirst ein Teil von Hasses Netzwerken, fängst an, die Hasskultur zu verstärken. Die Sonne geht, die Schatten werden länger. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
UNTERSCHÄTZE NIE DEN HASS
Keiner nimmt Dich stärker wahr als einer, der Dich hasst; Nimmt wahr, was und wie Du bist, sieht alles, was Du hast. Erinnert sich weiter an Sachen, die Du längst vergaßt; Behält Dich in seiner Empfindung wie ein Dauergast. Dort, in ihm, seid Ihr ein Paar, Ihr liebt, hasst, und lasst von einander nicht los. Er stirbt langsam unter dieser Last. Einst hast Du nicht aufgepasst und er hat Dich gefasst - Hat Dich angegriffen, verleumdet und ganz zerstört fast. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
HAT EINE WUNDE EIN ABLAUFDATUM?
Hat eine Wunde ein Ablaufdatum? Wie lange muss sie bluten? Wann ist ihre Blütezeit um? Erdenleben oder Jahrzehnte oder Minuten? Wie oft muss eine Entschuldigung wiederholt werden als Bestätigung wahrer Reue? Als Entschädigung. Oder hat eine Wunde kein Ablaufdatum? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
BLEIB GUT
Warum ist mein Herz zart? Nach allem, was sie mich angetan haben. Wieso wurde es noch nicht hart? Das kann ich Dir ehrlich nicht sagen. Es ist, als trüge ich in mir ein Wissen, älter als dieser Körper und dieses Leben. Das Wissen, daß nur ein reines Gewissen sich von der Erde befreien kann nach dem Sterben. Alles andere bleibt erdgebunden und kehrt wieder zurück und kehrt wieder zurück und kehrt wieder zurück, hart, bitter und wund. Nur Güte führt befreiend zum Glück. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
