Das erste Wort, das mir einfällt,
wurde mir von Mund zu Mund übertragen,
verpackt in einem Kuss als wir da lagen,
schweigend, fern von der Welt.
–
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Das erste Wort, das mir einfällt,
wurde mir von Mund zu Mund übertragen,
verpackt in einem Kuss als wir da lagen,
schweigend, fern von der Welt.
–
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Es war nicht aus Spaß
Es waren nicht bloß Triebe
In jedem Apfel, den ich aß,
suchte ich wahre Liebe.
Wasser, Wasser überall
so trocken wie der Sand
bis ich endlich durch Zufall
mein Schicksal fand.
Wo ist der Hunger geblieben?
Wo ist der Durst hin?
Einst war ich getrieben
Jetzt weiß ich, wer ich bin.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Irgendetwas will, es will raus - In mir tobt April wie ein Kind Zuhaus. Lass mich hinaus als Kind in die Welt - ich komm zurück nach Haus fertig und entwickelt. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Mein Bedarf deckt sich mit Deinem Bedarf wie zwei Hände zum Händeschütteln sich gegenseitig drücken, fest, heftig, scharf wie zwei Lächeln sich gegenseitig aufrütteln aus der Umarmung drückender Einsamkeit sich gegenseitig aufmunternd zur Heiterkeit denn lieben und geliebt werden ist ein Bedarf. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Eloquent streiten mit allen unseren Seiten ordentlich fighten denn wir wollen uns gegenseitig besser kennenlernen, nicht einseitig. Höflichkeit ist die Hälfte der Harmonie die Trägerin von Masken, der Ausdruck von Desinteresse, das Herz als Galerie - Wie wäre es mit echtem Druck? Und dem Allerschönsten: Gegendruck. Denn wir wollen uns gegenseitig besser kennenlernen, nicht einseitig. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wut! Wie Du in einem Augenblick alles zunichte machen kannst, ein ganzes Leben, ein ganzes Geschick! Wie Du dem Untergang den Weg bannst mit einer Handlung - Tat oder Wort - mit deren Auswirkung Du mehr umspannst als Du, blind, bemerken wirst sofort. Der Pfad, der führte einst zum Glück, wird langsam umgeleitet Stück für Stück - Das Zerstörte kehrt nimmermehr zurück. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Mach aus jedem Tag hundert, tausend Tage, Neue Dinge, wag! Inneres - hinaus… trage. Deine Schicksalsfäden sind mehr als Du weißt. Befreie Dich von trägen Gefühlen. Du bist Geist! Die große Erde ist dicht, ist langsam, ist klein; Folgst Du dem Licht, musst Du schneller sein. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Du duftest dunkel wie die Nacht Wenn Dein Busen bebend lacht Voll mit Liebe, aufgewacht Umarme mich ganz wie die Nacht Sei mein Bett, groß, fest und sacht Und voll mit Liebe zart vollbracht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Einfach nur weil es da ist, bedeutet nicht, daß Du es nehmen musst. Selbstbeherrschung frisst, langsam, bricht die Macht unbeherrschter Lust. Wer sich aber kurz vergisst, erlebt das Gewicht unerfüllbarer Lust mit Frust. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung
Wenn Du liebst, dann lieber in Maßen, denn die Liebe kann verrückt machen. Lerne in der Liebe in Liebe los zu lassen, Deinen Weg aus der Nacht herauszulachen. Dein verwirrter Verstand kann nicht fassen, welche Mächte diese Brände im Herzen entfachen; Schlimmer noch, wenn die Seelen sich verpassen, Ungleiche Erwartungen - jetzt wird‘s krachen! Aus Lieben, verletzt, wird am Ende Hassen, denn lieben kann Wahnsinn verursachen. Wenn Du liebst, dann lieber in Maßen, denn die Liebe kann verrückt machen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der deutschen Dichtung