Schulter an Schulter stehen die Bäume während sie ihren Weg gehen durch die saisonalen Zeiträume Und alle Menschen die an ihnen vorbei gehen Wie schnell hören sie auf, wir auf, zu bestehen? Die Gesellschaft wandelt doch ihre Wurzeln bleiben bestehen Die Gesellschaft bleibt unverändert doch neue Blätter kommen und gehen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
der Veränderung
ZUM SPÄTER VERSTEHEN
Ich bin gekommen Und werde gehen Doch erst lange nach dem Ich wieder gegangen bin Werde ich bei Euch ankommen. Dann werde ich nie wieder gehen - Aber auch nie wieder kommen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIEDER VON VORN
Wieder von Vorne anfangen Verlorene Zeit abhaken Es lebt noch Dein Verlangen Nach gleichartigen Geistern Nach Kunst ohne Kompromiss Du Dich selbst wieder begeistern Die Fähigkeit, Altes los zu lassen Ist unsere größte Superkraft Ist Macht, uns Neuem anzupassen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DAS UNAUFHÖRLICHE WERDEN
Irgendetwas befindet sich immer im Werden Was gestern war, war bereits am Verschwinden Was morgen sein wird Läßt sich, versteckt, bereits im Heute empfinden. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
BLAU ALS WÄRE
Gibt es einen Ort - und da würde ich hin, sofort - blau als wäre der Himmel ein Kleid gefertigt aus Freude, gewaschen aus Leid, an- und ausziehbar wie aus Seelentiefen ein Lächeln, das suchende Augen riefen, fern und fließend im Wind wie ein Traum, ruhig und festsitzend wie ein uralter Baum, eng anliegend wie ein verbindendes Eid, ein unendlicher blauer blauer Raum… fast eine Erinnerung, in der wir schliefen… Gibt es irgendwo diesen Ort? Da würde ich hin, und sofort. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
IN DER GEGENWART
Ich lebe in der Gegenwart Und habe ihn nie verlassen Such mich in der Vergangenheit nicht Ich habe dort nie gelebt Du würdest mich verpassen. Immer lebte ich in der Gegenwart Erreichte niemals die Zukunft Ich bin Zuhause in der Reise Und die Reise ist die Gegenwart Ist ständig Ausbruch, Erleben, Ankunft. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
TÄGLICH EINFACH
Fokussiere Dich nicht auf die Größe des zu erklimmenden Berges, sondern ernst gewappnet mit dem Ziel Deines Endwerkes konzentriere Dich auf Ausführung des täglichen kleinen Schrittes. Dein Vermächtnis ist die Hochrechnung Deines einfachen täglichen Auftrittes. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
MANN
Du weißt nicht, was Du ertragen kannst Bis Du es ertragen musst. Du weißt nicht, was Du überleben kannst Bis Du es überleben musst. Wie fühlt es sich an, Wenn eine ganze Gruppe Jagd auf Dich macht? Wie fühlt es sich an, Wenn ein Auto aus dem nichts in Dich kracht? Es fühlt sich wie das Leben an Wo Du nicht weißt, wem Du vertrauen kannst. Es fühlt sich wie das Leben an Wo Du lernst, daß Du Dir selbst vertrauen kannst. Der Samen stirbt in der Erde Eher er zum Baum wiederauferstehen kann. Mein inneres Kind starb auf der Erde Damit ich wiederauferstehen konnte als Mann. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIRD DIE WELT
Werden wir eines Tages zurückschauen Und denken, wir haben die Welt gerettet? Oder wird die Welt eines Tages zurückschauen Und sagen, Gott hat mich vor den Menschen gerettet? Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
TÄGLICH SCHWARZ
Ich weiß nicht Wie der Tag das macht Mich verändert Bis vor Mitternacht Ich weiß nicht Wie die Gesellschaft es schafft Täglich mir zu nehmen Und zu geben Kraft Ich weiß nicht Wie das Leben das kann Jeden Tag zu zaubern Aus mir einen neuen Mann Nur eines weiß ich Diese dunkle Haut Ruft die vermittelnden Erlebnisse Täglich und laut. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
