Von Bett zu Bett
Getrennt
Durch einen Kontinent
Gelinkt per Internet.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Von Bett zu Bett
Getrennt
Durch einen Kontinent
Gelinkt per Internet.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Freunde am Anfang
der Reise sind am Ende
nicht Feinde geworden –
noch schlimmer, Fremde
die deshalb Fremde sind
weil sie sich jetzt besser kennen
als am Anfang, wo sie
vor Liebe blind waren.
Freunde am Anfang
der Reise sind am Ende
schlimmer als Feinde
geworden – Fremde.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wenn du nur die Nacht wärest
Würde ich dich lieben
Wenn du nur der Tag wärest
Würde ich dich nehmen
Wenn du nur der Winter wärest
Würde ich dich mit Träumen schmücken
Mit Dir kuscheln
Aus dem dunklen Fenster mit Dir gucken
Während es draußen schneeregnet.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Dein Herz schlägt so stark ich höre es auch von hier, Beats zu denen ich mich rhythmisch bewege im Takt der einsamen Nächte wenn ich nicht alleine bin und Dich dennoch vermisse. Die Stadt hortet so viele Geheimnisse, wenn die Stadtmenschen nur wüssten… Nur eines kann sie mir nicht verbergen: Die Gedichte Deines Herzens wie Trommellieder aus Deinem Dschungel. Ich trinke sie abends Und reite im Takte der Nacht Deine Herzschläge aus der Ferne. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Zusammen hält besser
Gemeinsam steht der Stadt gut
Nicht alles, was sich äußerlich unterscheidet
ist sich innerlich fremd
wenn sie sich ausziehen
und in einander einziehen
als wären ihre Seelen die Wohnungen der Stadt.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich höre Dich wenn ich aus dem Fenster rausrieche spüre Deine Gedanken Gefühle in den Augen fremder Menschen auf Deinen Gassen immer rufst Du mich bist verlangend bist besitzergreifend eine zweite Stimme in meinem Kopf wenn ich nachts im Bett liege denke ich denke nichts fühle ich fühle etwas weiß nicht was empfinde Dich mein gewordenes Zuhause. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du kannst Dich nicht umdrehen
Ohne Deinen Freund zu verletzen
Denn er steht Dir nah – zu nah –
Du wirbelst ihn aus dem Gleichgewicht.
Der Trick ist, weiter zu gehen
Wenn er Dein Freund ist, trefft Ihr Euch wieder –
Du kannst Dich nicht umdrehen, ohne
Zu finden Deines Freundes Gesicht.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du kannst mit einem Menschen tausendmal streiten Von einem Menschen unzählige Male verletzt und enttäuscht sein Dich von dem Menschen hundertmal trennen, schwören, Du bist jetzt allein Dich an diesem Menschen anscheinend ohne Erfolg ständig arbeiten Seinetwegen gezwungen sein, Deine Lebenspläne zu verschieben - und ihn trotzdem unsterblich lieben. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Siehe, das ist kein Kelch, Da ist mein Herz, Tunke es in Deins. Welch Freude, welch Schmerz, Jede innige Verschmelzung. Lass mich in Dich hinein Ich kann Ecken erreichen Hart und kalt wie Stein Und schmerzlich sie aufweichen In erfüllender Verschmelzung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Jedes Herz braucht einfach jemanden mit dem es reden kann. Mehr nicht. Ein Herz, reif wie der Herbst, unverstanden, wohnt im Erwachsenen und Kind, außer Sicht. Außer sich vor Einsamkeit in sich. Niemanden haben, mit dem es reden kann. Der Winter naht, schweigsam, dürftig, durstig nach der Zweisamkeit Gespann. Denn jenseits der Gewalten von Pflichten und Ideologien und Trieben: Sich lieben ist sich vertrauensvoll unterhalten und sich vertrauensvoll unterhalten ist sich lieben. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung