Hier ein Kuss
Da ein Biss
Ein Blick als Gruß
Ein Zug, ein Riss
Nun ein Seufzer, nun ein Schrei
Nimm nicht nur zwei, nimm auch drei
Frei. Frei.
Bist Du mit Herz und Seele dabei?
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Hier ein Kuss
Da ein Biss
Ein Blick als Gruß
Ein Zug, ein Riss
Nun ein Seufzer, nun ein Schrei
Nimm nicht nur zwei, nimm auch drei
Frei. Frei.
Bist Du mit Herz und Seele dabei?
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Deine Fremdsprache
Klingt wie Musik in meinen Ohren
Ich verstehe sie nicht
Aber sie bringt mein Herzen zum Tanzen
Ich wusste nicht
Daß so viel Fremdes so vertraut wirke
Wenn Dein Lächeln und mein Lächeln
Deine Augen und meine Augen
Dein Geist und mein Geist
Die gleiche Sprache sprechen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wenn Du gehst nimmst mich mit Wenn Du fehlst fehle ich auch Dein Lachen wärmt meinen Bauch Bist Du traurig, bin ich nachdenklich Und wenn Du stirbst, sterbe ich auch. Nur eines ändert sich nicht: Änderst Du Dich, so bleibe ich trotzdem derselbe. Wenn Du stirbst, leb ich weiter. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich kenne niemanden besser
als ich Dich kenne
und schlechter
Deshalb überraschst Du mich täglich
und bestätigst mich laufend
Ich habe im Leben vieles falsch gemacht
aber Dich will ich richtig machen.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Wie Österreich und Deutschland Bist Du in mir und außerhalb Mit mir und ohne mich Wie ich und andersartig Meine Verdoppelung und meine Ergänzung Und wenn ich Dich küsse Küsse ich mich Und wenn ich Dich verliere Verliere ich mich Und wenn ich Dich suche Finde ich mich Und wenn ich über meine Grenze gehe Erreiche ich Dich. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du wohnst und webst in mir wie ein zweites Herz Die Jahre werden alt, Du nicht Die Tage kommen und gehen, Du nicht Die Nächte werden kalt, Du nicht Ich habe Angst vor Ehen, Du nicht Du schlägst und lebst in mir wie ein zweites Herz. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Du wandelst jenseits der Poesie Und bist tiefer, noch tiefer als sie Unbeeindruckt durch Philosophie Das Dichten macht mich innerlich zart Ich dachte, ich bräuchte die Gleichart Doch nein, ich brauche Deine Gegen-Wart Einfache Dinge, Dich, die zwei Kinder Die tägliche Routine, Ruhe, nichts minder Wenn Liebe blind macht, bin ich blinder Du bleibst die Eine, die ich wirklich mag Wirklich liebe, stehender Hochzeitsantrag In Deiner Nähe finde ich meinen All-Tag. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Schweigsame Blätter
Stadtblumen
Seht Ihr mich nicht, Stadtbaum?
Denn Ihr seid meine Retter.
Ranzoomen.
Versteckt Euch nicht hinten am Saum.
Wie ist das Wetter?
In Stimmen leisester Volumen
Ist auch ein guter Gesprächsanfang im geschlossenen Raum
Augenkontakte sind Sprungbretter
Lächeln sind Brotkrumen
Führen uns Einsame zu unserem Traum.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Ich küsste Dich
Es war nicht intim genug
Ich berührte Dich
Es war nicht intim genug
Ich durchdrang Dich
Es war nicht intim genug
Ferner denn je standen wir uns gegenüber
Wunderten uns darüber
Wieso ging es so schnell vorüber?
Bis kam die Möglichkeit, in Arbeit und Spiel
Zusammen zu streben nach höherem Ziel
Dann einigten wir uns im Wissen
Und Tun
Aus Dienen, Aufbau und Gewissen
Und nun
Siehe da:
Tiefer, intimer waren wir noch nie
Mit einander verbunden
Ohne Berührung habe ich so noch nie
Verschmelzung empfunden
Achtung, Ergänzung, Harmonie
Treffen sich am Innenort früherer Wunden.
Jetzt bist Du mir so nah.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
Kaum bewegen sich meine Gedanken
In unserem Lieblingsspiel
Da kommst Du schon
Sehr schnell
Poesie.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung