Es sind mehr Menschen von Armut gefährdet Als Ihr denken würdet Ein Tag vor dem Absturz wirken sie stolz und stark Ein Tag danach schlafen sie das erste Mal im Park Entwurzelt, nimmer mehr geerdet Hoffend, bin bestimmt bald wieder autark. Ins Loch rutschen, das geht schnell Wieder heraus klettern schwer ohne Gestell Schwer ohne System offen dem Appell. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
des Kampfes und des Widerstands
DER WEITER WEG
Mein Sohn lief mit mir durch die Nacht Und ich sah keine Nacht Ich sah ein Licht, das die Zukunft erhellte Und ich ging mit Zuversicht durch die Nacht. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
SELBSTÄNDIG DENKEN
Und dann, als wären sie selbständige Wesen, Erheben sich meine Flügel und laufen durch die Luft, Umschreiben praktisch hochtönende politischen Thesen, Die zwischen Volk und Gesellschaft liegen wie eine Kluft. Ich laufe mit und fühle mich an Klarheit genesen - Klarheit und Mut - und wer nach meiner Art ruft, Kann sie im Himmel wie Gedichte im Flug lesen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ICH HÜTE EINEN TRAUM
Täglich die Welt zu umfassen Täglich die Welt wieder zurück zu lassen Täglich zu sein ein Teil der Massen Ohne zu gehören irgendeiner ihrer Klassen Was bin ich? Ich hüte einen Traum Und suche das Land mit dem passenden Raum Um dort zu pflanzen den Friedensbaum. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ZUM SPÄTER VERSTEHEN
Ich bin gekommen Und werde gehen Doch erst lange nach dem Ich wieder gegangen bin Werde ich bei Euch ankommen. Dann werde ich nie wieder gehen - Aber auch nie wieder kommen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ECHTES TREFFEN
Lass Dich nicht irren
Sozial sind keine Medien
Triff Dich lieber mit Menschen
Vertraue keinen Likes und keinen Emojis
Egal wie viele sie sind
Dein Bubble ist nicht echt, befreie Dich
Werde wieder Dorf- oder Stadtkind
Egal. Beides ist gut.
Park. Wiese. Bahnhofsviertel. Café. Klub.
Ohne Interaktion, keine Integration.
Triff Dich körperlich mit Menschen.
In den Körpern wohnen die Geiste.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FLUCHTBEGLEITER
Ich kann Dir Deine Bürde nicht nehmen Jeder muss mal einen Fluchtweg wandern Keiner von uns sollte sich deshalb schämen Vor sich selbst oder über den andern Das würde uns als Menschen lähmen Ich möchte unser Menschentum mit Dir teilen Auf daß wir uns gegenseitig begleiten Auf der Flucht vor Unmenschlichkeit in Menschlichkeit weilen Den Verstand beruhigen, das Herz ausweiten Die Wunde - Misstrauen - wieder heilen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
GUT BRAUCHT MUT
Wenn gute Menschen Mut verlieren wozu sind sie dann noch gut? Eine Person kann alles deklarieren - wichtig ist nur, was sie tut. Mut um Clichés abzubauen, hast Du ihn überhaupt? Immer wenn wir uns nicht trauen, wird die Menschheit geraubt! Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIR VERGESSEN UNS SELBST
Menschen vergessen oft, daß es Menschen sind, mit denen sie reden - Fremde ist nur ein anderes Wort für Menschen. Menschen vergessen oft, in ihrer Sehnsucht & ihrem Streben nach Eden, worum es geht: nicht um Regeln, sondern um Menschen. Politik, Kultur, Systeme sind nicht so wichtig wie lebendige Menschengeister, einen jeden - das vergessen oft Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
IRGENDWO DAZWISCHEN
Irgendwo Zwischen Hetzen und Verletzen Zwischen Schwätzen und Petzen Irgendwo Zwischen Hassen, Lassen und Verlassen Zwischen Rassen und Klassen Zwischen Land- und Menschenmassen Irgendwo Zwischen Artfremden und Ortsfremden Zwischen Wild-, Welt- und Realitätsfremden Zwischen fremden Freunden und freundlichen Fremden Irgendwo Zwischen Bündnissen und Hemmnissen Zwischen Halbwissen und Missverständnissen Irgendwo dazwischen Zwischen dem Fiktiven und dem Faktischen Muss es einen Ort geben, den wollen wir uns gönnen, Wo wir als EINE Gesellschaft leben können. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
