Ich kann während eines Gesprächs mit Dir Tausendmal meine tiefsten Innenorte besuchen - Dabei sprachen wir äußerlich über das Wetter Lobten den Kaffee und kritisierten den Kuchen. Und auch Du machst das - leugne es nicht. Unmerklich tauchst Du in Dir ständig ab und auf Immer und immer und immer wieder Und erzählst nebenbei vom gestrigen Auflauf. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
des Zwischenmenschlichen
MINDESTENS DREI
Ich verschlinge Menschen Wie Nahrung - Du auch? Drei Mahlzeiten pro Tag Mindestens drei neue Menschen Stehen täglich auf der Menükarte Ernährung für die Seele Ergänzung für den Geist Wein für den Neugier Brot für die persönliche Weiterentwicklung. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ECHTES TREFFEN
Lass Dich nicht irren
Sozial sind keine Medien
Triff Dich lieber mit Menschen
Vertraue keinen Likes und keinen Emojis
Egal wie viele sie sind
Dein Bubble ist nicht echt, befreie Dich
Werde wieder Dorf- oder Stadtkind
Egal. Beides ist gut.
Park. Wiese. Bahnhofsviertel. Café. Klub.
Ohne Interaktion, keine Integration.
Triff Dich körperlich mit Menschen.
In den Körpern wohnen die Geiste.
Che Chidi Chukwumerije
Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
FLUCHTBEGLEITER
Ich kann Dir Deine Bürde nicht nehmen Jeder muss mal einen Fluchtweg wandern Keiner von uns sollte sich deshalb schämen Vor sich selbst oder über den andern Das würde uns als Menschen lähmen Ich möchte unser Menschentum mit Dir teilen Auf daß wir uns gegenseitig begleiten Auf der Flucht vor Unmenschlichkeit in Menschlichkeit weilen Den Verstand beruhigen, das Herz ausweiten Die Wunde - Misstrauen - wieder heilen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIR VERGESSEN UNS SELBST
Menschen vergessen oft, daß es Menschen sind, mit denen sie reden - Fremde ist nur ein anderes Wort für Menschen. Menschen vergessen oft, in ihrer Sehnsucht & ihrem Streben nach Eden, worum es geht: nicht um Regeln, sondern um Menschen. Politik, Kultur, Systeme sind nicht so wichtig wie lebendige Menschengeister, einen jeden - das vergessen oft Menschen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
IRGENDWO DAZWISCHEN
Irgendwo Zwischen Hetzen und Verletzen Zwischen Schwätzen und Petzen Irgendwo Zwischen Hassen, Lassen und Verlassen Zwischen Rassen und Klassen Zwischen Land- und Menschenmassen Irgendwo Zwischen Artfremden und Ortsfremden Zwischen Wild-, Welt- und Realitätsfremden Zwischen fremden Freunden und freundlichen Fremden Irgendwo Zwischen Bündnissen und Hemmnissen Zwischen Halbwissen und Missverständnissen Irgendwo dazwischen Zwischen dem Fiktiven und dem Faktischen Muss es einen Ort geben, den wollen wir uns gönnen, Wo wir als EINE Gesellschaft leben können. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ICHSUCHT IST KEINE BRÜCKE
Nie waren wir selbstbestimmter und selbstbestimmender Nie waren wir tauber und blinder Nie das Leben unerfüllender Zu viel Ich, zu wenig Wir Wer alles besser weiss, weiß es nicht Ichsucht ist keine Brücke von mir zu Dir Wer immer Recht hat, hat es nicht. Che Chidi Chukwumerije Das Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
WIR HINTERLASSEN IMMER SPUREN
Ich sitze hier jetzt seit einer Weile und versuche mein Herz zu verstehen Es malt viele Bilder, langsam, ohne Eile und dennoch mehr als ich je gesehen aber heute ist nichts besonderes geschehen Ich sprach wie immer mit etlichen Fremden und sah dabei in unzählige Augen in Blicken gefangen wie Körper in Hemden die schützen wollen doch nur dazu taugen gegenseitig zu suchen, zu flehen, zu saugen. Und lang nach dem ich wieder alleine bin lebt noch ein Teil von jedem in mir - Begegnungen tief sind des Lebens Sinn Ob kurz oder lang ich öffne mich DIR Jedes Ich ist ein Teil von unserem großen Wir. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
ABER GENAU DANN
Was nutzt es, gut zu sein, wenn gut zu sein ausgenutzt wird? Was nutzt es, Menschen in Deinen Schmerz hinein zu lassen, in deren Herz Du keinen Platz hast? Aber genau dann, als Du kurz davor bist, zu verhärten, kreuzen Deinen Pfad andere Gefährten die Dich an die Menschen wieder glauben lassen. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
DURCH MUT ZUR MENSCHLICHKEIT
Wie wird aus Mehreren Einer? Ist das schwer? Wie wird aus Mehreren Keiner? Ist das nicht schwerer? Wie kann eine Gesellschaft so blind sein daß sie ihre eigene Vielfalt missversteht? Mutige Menschen, es kann nicht sein, daß Ihr schweigsam bei Seite steht während Mitmenschen-Verneiner spalten uns durch Fremdenfeindlichkeit. - Wie wird aus Mehreren Einer? Durch Mut zur Menschlichkeit. Che Chidi Chukwumerije Im Jahrzehnt der Deutschen Dichtung
